Toyota Aygo Test: frischer Stadtfloh mit großem Spardrang

21.08.2014 Alle Testberichte

Beim ersten Jahrgang konnten nur echte Kenner die Unterschiede zwischen den drei fast baugleichen Kleinwagen Citroen C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo erkennen. Beim seit Anfang 2014 gereichten zweiten Jahrgang indes sind die Unterschiede deutlicher sichtbar. Ob die Neuerungen auch beim Fahren zu spüren sind, das versuchen wir im Test des neuen Toyota Aygo herauszufinden.

1 Liter, 3 Zylinder und 69 PS für mehr Effizienz


toyota aygo 2014Mit dieser Zielvorgabe steht der Test also unter dem zentralen Motto: Was geht mit dem neuen Aygo? In diesem Fall passt die Frage auch besonders gut, denn der Name Aygo soll ja auf den englischen Ausdruck "I go" ("ich gehe") anspielen. Das, was mit dem Aygo vorwärts geht, das bestimmt jetzt ein vollständig überarbeiteter Einliter-Benziner mit drei Zylindern. Im Vergleich mit dem bereits 2012 verbesserten Antrieb haben die Motoren-Tüftler des PSA-Konzerns - der Aygo entsteht in Kooperation mit Peugeot/Citroen - dabei noch einmal an der Effizienzschraube gedreht; und zwar mit Erfolg, konnten sie den Norm-Verbrauch doch von 4,4 auf spartanische 3,6 Liter reduzieren.

Angesichts dieser Effizienzsteigerung dürfte man erwarten, dass der neue Dreizylinder-Sauger ein wenig an Leistung eingebüßt hat. Aber weit gefehlt, der Benziner mit der Bezeichnung 1,0-l-VVT-i bringt sogar einen Hauch mehr Leistung in die kleine Aygo-Stube, wenn auch bloß ein einziges Kilowatt.

Das Dreizylinder-Aggregat kann folglich jetzt mit 69 PS und 95 Newtonmetern Spitzendrehmoment aufwarten. Dieses liegt zwar erst bei 4.300 Touren an, doch 90% davon packen bereits bei 2.000 Touren zu - und so erklärt sich auch das spritzige Naturell des Benziners. Spritzig bleibt der Dreizylinder aber nur, solange er bei Laune, sprich auf Touren gehalten wird. Da der 1.0 VVT-i dabei nie unangenehm laut wird, spricht nichts gegen eine hochtourige Fahrweise und nichts gegen ansprechende Fahrleistungen.

So erledigt der Aygo den Sprint von 0 auf 100 km/h in 14,2 Sekunden, beschleunigt danach munter weiter, bis ihm bei 160 km/h die Luft ausgeht. Bis der Benzin im 35 Liter großen Tank zur Neige geht, dauert es - wie bereits erwähnt - noch länger. Etwas schneller geht es aber, wenn der Einliterbenziner mit dem halbautomatischen X-Shift-Getriebe kombiniert wird: denn das erhöht den Verbrauch auf 3,8 Liter bzw. 97 g CO2 pro Kilometer; und es hebt die Zeit für den Standardsprint auf über 15 Sekunden.

Aygo: klein, sicher und stabil


Die 600 Euro für die träge schaltende Automatik kann man sich also getrost sparen. Besser investiert ist das Geld in einen der zahlreichen Sicherheitsassistenten, den Toyota für den Aygo anbietet, bspw. in die 290 Euro teure Einparkhilfe. Viele Sicherheitssysteme sind aber bereits ab Werk an Bord, etwa die LED-Tagfahrlichter, die elektronische Fahrstabilitätskontrolle VSC mit Antriebsschlupfregelung (TRC) oder Front-, Seiten- und, sowohl vorne wie hinten, Kopfairbags.

In puncto Sicherheit macht dem kleinen Stadtfloh also nicht so leicht jemand etwas vor; und auch beim Fahrverhalten muss sich der Aygo vor der Konkurrenz nicht verstecken. Die neuentwickelte Torsionslenker-Verbundachse im Heck harmoniert nämlich ausgezeichnet mit der McPherson-Vorderradaufhängung, eine Harmonie, die den kleinen Japaner trotz seines kurzen Radstandes von 2.340 Millimeter auf solide Beine stellt. Das Komfortfenster ist aufgrund der etwas strafferen Abstimmung zwar recht eng, die stoische Gelassenheit, mit der der Aygo aber selbst zügig gefahrene Kurvenpassagen hinter sich lässt, beeindruckt. Das trifft auch auf die direktere und präzisere elektronische Servolenkung und die Bremsanlage zu, die vorne mit Scheiben und hinten mit Trommeln kräftig zupackt.

Design & Platzangebot: ein Satz mit X?


toyota aygo 2014 hintenNachdem wir uns im neuen Aygo rundum sicher und komfortabel fühlen, können wir unsere Aufmerksamkeit nun noch dem Innenraum widmen. Ihr entgeht nicht, dass wir im Fahrersitz überraschend viel Platz haben; eng wird es erst, wenn auch im Fond zwei Erwachsene mitreisen. Hegen die Fahrgäste gar den Wunsch, mit Gepäck reisen zu wollen, dann wird es brenzlig. Trotz 29 Liter mehr Standardkofferraum reichen die 168 bis 812 Liter nämlich nicht für große Transportexperimente, auch wenn die weit öffnende Heckklappe und die umklappbare Rückbank das Verstauen erleichtern.

Das Stauraumvolumen des Aygo liegt jedoch im üblichen Klassenschnitt: Der C1 etwa kann 196 bis 780 Liter Gepäck schleppen, der Skoda Citigo rund 200 bis 950 Liter, und selbst der fast 30 Zentimeter längerer Suzuki Splash bietet mit 178 Litern kaum mehr Basisstauraum. Wer mehr will, der kann den Innenraum des Aygo schließlich für etwas Kleingeld noch kräftig aufwerten, mit diversen Designpakten, einem Smart-Key-System oder dem Multimedia-Audiosystem "x-touch" mit 7"-Touchscreen. Hier lautet das Motto: Fast alles geht.

Fazit: Der neue Toyota Aygo ist nicht nur ein bunter Stadtflitzer mit auffallendem Design, sondern ein grundsolides Auto mit einem präzisen wie komfortablen Fahrwerk und einem effizienten und spritzigen Antrieb. Und auch der Preis des seit Juli erhältlichen Aygo II passt mit 9.950 Euro zur Kleinwagenklasse (Basismodell). Bei MeinAuto.de gibt es auf die Listenpreise außerdem satte Neuwagen-Rabatte zwischen 12,5 und 18,5%. (nau)

In unserem Autohaus online führen wir neben dem Aygo auch noch zahlreiche andere Kleinwagen, etwa den mindestens 9.990 Euro teuren Suzuki Splash mit maximal 23% Rabatt, den VW up mit bis zu 21,5% Preisnachlass; oder den Citroen C1, von dessen Listenpreis zwischen 22,25 bis 25,75% Rabatt abgezogen werden. Die Rabatte gibt es auch dann, wenn Sie eine unserer Optionen zur Autofinanzierung wählen wie die flexible Schlussraten-Finanzierung oder das attraktive Auto Leasing.









 
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