Subaru Levorg im Test (MJ 2018): Facelift für den etwas anderen Mittelklasse-Kombi

02.12.2017 Alle Testberichte

Fahrer von Subaru Modellen kaufen in der Regel nicht gerne von der Stange. Sie suchen etwas Besonders, etwas, das aus der Art fällt. Subaru weiß das und hält an seinen prominenten Eigen- bzw. Besonderheiten fest: nicht zuletzt am Boxermotor und am serienmäßigen Allradantrieb. Der in Deutschland seit 2015 ausgelieferte Mittelklasse-Kombi Levorg - seines Zeichens Nachfolger des Legacy - ist diesbezüglich keine Ausnahme. Wie der Boxer und der Allrad zusammenarbeiten; und was der modellgepflegte Kombi sonst zu bieten hat, wird er uns im Test verraten:

1.6 DIT - eine Rarität als Einzelkämpfer


sabaru-levorg-2018-ausen-seiteDer erste Eindruck des Subaru Levorg sitzt – nicht erst seit der jüngsten Modellpflege, die den Kühlergrill und die Scheinwerfer überarbeitet hat. Den Autobauern aus Tokio ist es gelungen, zwei widerstrebende Designelemente harmonisch zu vereinen: Die edle Eleganz, die einem Mittelklasse-Kombi gebühr, und die vor Rohkraft strotzenden Sportwagenoptik. Letztere hat der auf der Impreza-Plattform stehende Levorg dem mächtigen Luftschlitz in der Motorhaube zu verdanken. Er gibt zu verstehen: Hier verbirgt sich ein Kraft-Protz, der nach Frischluft giert. Wer sich im Kombi ein echtes Antriebsfeuerwerk erwartet, wird jedoch enttäuscht sein. Der 1.6 DIT treibt den 1,6 Tonnen schweren Levorg mit seinen 170 PS und 250 Nm Spitzendrehmoment zwar ausreichend engagiert an: Den Hunderter knackt er aus dem Stand in gemessenen 8,7 Sekunden, in der Spitze schafft er 210 Stundenkilometer (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,2 Liter auf 100 km, 164 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Für einen Adrenalin-Kick reicht der gebotene Schub aber nicht. Dennoch ist der 1.6 DIT in mehrfacher Hinsicht besonders.

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sabaru-levorg-2018-motore-technik-boxerUngewöhnlich ist bereits die Bauart. Beim 1.6 DIT handelt es sich um einen Vierzylinder-Boxermotor – eine Antriebsart, die eigentlich nur noch von Porsche gepflegt wird. Der Grund ist einfach: Der Boxermotor, bei dem sich die Zylinder und Kolben in einer horizontalen Ebene gegenüberliegen, ist in der Herstellung aufwendiger und teurer als herkömmliche Reihen- oder V-Motoren. Außerdem lässt er sich kaum quer einbauen. Und weshalb setzen Porsche und Subaru trotzdem weiter auf den von Carl Benz entwickelten Motor? Weil den Nach- mehrere Vorteile gegenüber stehen. Da sich die Kolben gleichzeitig horizontal bewegen, gleichen sich die Kräfte der bewegten Massen an der Kurbel praktisch aus. Der Effekt ist ein deutlich ruhigerer Lauf. Zudem ist die Kurbel beim Boxer kürzer und es sind weniger Massen in Bewegung. Das erhöht die Laufkultur zusätzlich und verringert die mechanischen Belastungen, weshalb der Antrieb höher drehen kann. Zu guter Letzt ergeben sich aus der kompakten und niedrigen Bauform auch Vorteile. Zum einen senkt sie den Schwerpunkt, was der Straßenlage zu Gute kommt. Zum anderen sind die Abgaswege kurz, was den Katalysator mehr Platz lässt und schneller aufheizt. Auch für die Hybridisierung öffnet die niedrige Form Platz und Möglichkeiten.

Die stufenlose Automatik hakt, der permanente Allrad greift


sabaru-levorg-2018-innen-ruecksitze-hintenSoweit die Theorie. Einige Vorzüge bekommen wir aber auch im Test unmittelbar zu spüren, insbesondere die Laufruhe und die Drehfreudigkeit. Diese Kombination führt dazu, dass sich der Levorg schön hochtourig fahren lässt, ohne unangenehm laut zu werden. Das breite Band des Drehzahlmaximums – es liegt zwischen 1.800 und 4.800 Touren an – kann so voll ausgenutzt werden. Wäre da nicht die riesige Hutze in der Motorhaube, die zu hohe Erwartungen schürt: Der 1.6 DIT hätte uns mit seinen Fahrleistungen überzeugt. Beim Verbrauch gelingt ihm das jedoch in keinem Fall. Weder mit dem Normwert noch mit dem Testmittel, das um die neun Liter liegt. Angesichts dessen ist es schade, dass Subaru für den Levorg:
  1. noch keine Hybridisierung und
  2. überhaupt nur den einen Motor im Angebot hat (den 2.0 DIT gibt es leider nur in Japan).

sabaru-levorg-2018-ausen-hintenÄhnlich gelagert sind unsere Bedenken in Bezug auf das Getriebe, denn die stufenlose Automatik ist alternativlos. Sie kann mit dem Wippen am Lenkrad zwar auch manuell bedient werden, allerdings mischt sich die Elektronik immer wieder ein. Das stört den Fahrrhythmus und den harmonischen Lauf des Boxers. Restlos überzeugen kann uns indessen der Allradantrieb des Levorg. Das kommt freilich nicht überraschend, hat Subaru dieses System einst im Pkw-Segment etabliert - und über die Jahre perfektioniert. Diese Erfahrung spürt man auf jedem Meter: Ob rutschige, mit feuchtem Herbstlaub bedeckte Kurveneingänge, Kurvenausgänge mit ersten überraschenden Vorboten des Winters; oder ob loser Untergrund und matschiges Terrain – der Subaru findet dank des permanenten symmetrischen Allradantriebs mit Lamellenkupplung und elektronischer Drehmomentverteilung (Active Torque Vectoring) immer Grip. Bisweilen fühlt man sich mit ihm wie weiland Colin McRae.

Levorg - kein Platz für Sicherheitslücken


sabaru-levorg-2018-innen-cockpit-naviVernünftigerweise sorgt Subaru aber sorgsam dafür, dass unser Übermut nicht überhandnimmt. Der Levorg ist ab Werk mit fast dem kompletten, modernen Sicherheits-Arsenals armiert: Vom ABS über die Berganfahrhilfe und die Fahrdynamikregelung bis hin zu Airbags vorne, seitlich sowie für die Knie und die Köpfe. Ebenfalls serienmäßig sind ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, ein Licht- bzw. Regensensor und ein aktiver Spurhalte- sowie Spurleitassistent. Neu hinzugekommen zur Fixausstattung ist im vergangenen Jahr das "Eyesight"-System - eine adaptive Geschwindigkeits- und Abstandsregelanlage, die bis Tempo 180 km/h den Abstand mit Hilfe einer Stereokamera automatisch reguliert.

sabaru-levorg-2018-ausen-vorneDie jetzige Modellpflege stockt das Werksangebot noch um LED-Tagfahrlichter und LED-Nebelscheinwerfer mit Abbiegefunktion auf, die den LED-Hauptscheinwerfern Lichtschutz geben. Eine weitere Neuerung der Modellpflege, namentlich der Innenspiegel, der die Bilder der Front- und Rückkamera darstellen kann, ist ausnahmsweise erst in der Topausstattung "Sport" verbaut.

Das Gros der anderen Facelift-Highlights wird im Innenraum hingegen erneut serienmäßig montiert - unter anderem die aufgewerteten Zierleisten und Verkleidungen sowie das jetzt fast sechs Zoll große Multifunktions-Display. Das "Starlink"-Infotainment mit 7-Zoll-Multitouch-Display, Sprachsteuerung und Smartphone-Intergration ist wie die Klimaautomatik wieder fix installiert. In puncto Platzangebot und Fahrverhalten hat sich nichts geändert, alles bleibt großzügig komfortabel.

sabaru-levorg-2018-innen-kofferraumDas letzte Upgrade versteckt Subaru im Heck. Die Fondbank ist nun endlich dreiteilig umklappbar (4:2:4), wodurch sich die Variabilität des Kofferraums deutlich verbessert hat. Das ist insofern nicht unwesentlich, da das Volumen mit 522 bis 1.446 weiter eher mittelmäßig bleibt. Der etwas kürzere BMW 3er Touring verstaut zwar auch nur 495 bis 1.500 Liter. Der VW Passat Variant und der Hyundai i40 Kombi bringen aber um einiges Mehr unter (650 bis 1.780 bzw. 553 bis 1.719 Liter).

Technische Daten des Subaru Levorg:
PS-Anzahl:min. 170 PSmax. 170 PS
kW-Anzahl:min. 125 kWmax. 125 kW
Antriebsart:4x4-Allradantrieb
Getriebeart:Automatik
Kraftstoffart:Benzin
Verbrauch (kombiniert):min. 7,0 l/100kmmax 7,2 l/100km
CO2-Emission:min. 159 g/kmmax. 164 g/km
Effizienzklasse:min. Cmax. C
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 29.990 Euro
Stand der Daten:30.11.2017

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Fazit zum Subaru Levorg Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Subaru Levorg ist und bleibt eine Rarität im Kreis der Mittelklassekombis. Der Boxermotor und insbesondere der Allradantrieb heben ihn vom Rest ab. Aber auch die Sicherheitsausstattung kann sich sehen lassen. Dank der dreiteiligen Rückbank ist der Subaru nun zudem ein vollwertiges Familienauto, bei dem nur die Automatik den runden Gesamteindruck stört. Auf MeinAuto.de gibt es den überarbeiteten Levorg jetzt ab 25.531 Euro, das liegt 16,5% oder umgerechnet fast 5.000 Euro unter dem Listenpreis.

     
4 von 5 Punkten


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