Porsche Panamera Plugin-Hybrid Test: Beeindruckende Akzente beim Verbrauch

19.07.2013 Alle Testberichte

Porsche klemmt den Panamera an die Steckdose. Als Plugin-Hybrid sorgt der viertürige Gran Turismo vier Jahre nach seiner Markteinführung für starke Akzente beim Verbrauch – und zwar im realen Alltag und ohne Verzicht auf Sportlichkeit.

Langversion für chinesischen Markt


Porsche Panamera HybridIm Vergleich zum hybriden Vorgängermodell haben die Zuffenhausener nun in die Vollen gegriffen. Anstatt mit einer lediglich 1,7 kW/h kleinen Nickel-Metallhydrid-Batterie ausgestattet wurden dem neuen Panamera nun ein 9,4 kW/h großer Lithium-Ionen-Akku verpasst.

Der Elektroantrieb kommt nun auf eine Leistung von 70 kW/95 PS – zuvor waren es 34 kW/47 PS. Gemeinsam mit dem 333 PS starken Sechszylinder-Kompressor kommt der 5,12 Meter lange Gran Turismo, der speziell für den chinesischen Markt um weitere 12,5 Zentimeter verlängert wurde, eine Systemleistung über 306 kW/416 PS zur Verfügung.

3,1 Liter und 71 Gramm CO2


Den Sprint erledigt der Zweitonner innerhalb von 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei 270 km/h erreicht. Doch für das Hybridmodell sind das Nebensächlichkeiten.  Hier geht es um den Verbrauch, der nach dem neuen Verbrauchszyklus (NEFZ) auf der Rolle mit 3,1 Litern und einem CO2-Ausstoß von sage und schreibe nur 71 Gramm CO2 pro Kilometer ermittelt wurde.

Porsche Panamera Hybrid hintenDas europäische Messverfahren steht wegen seiner Realitätsferne stark in der Kritik und im Jahr 2017 vor der Ablösung. Doch die ermittelten Werte sind beim hybriden Porsche nicht allzu weit weg von dem realen Alltagsverbrauch. Denn auf einer Testfahrt über bergige Landstraßen, Autobahn und ein wenig Stadt zeigt der Bordcomputer sehr gute 4,6 Liter an. Dabei konnte die knapp 90 Kilometer lange Strecke fast bis zur Hälfte rein elektrisch bewältigt werden. Porsche gibt die Reichweite mit 36 Kilometern an, durch Rekuperation und Ladung während der Fahrt waren es letztendlich 42 emissionsfreie und geräuschlose Kilometer.

Entspannte Fahrt im Elektromodus


Das Interessante und Erfreuliche dabei war, dass der Panamera wie im Alltag gefahren wurde. Auf der Autobahn wurde der Elektromotor bis Tempo 135 ausgereizt, ehe sich der Verbrenner einschaltete und den Wagen kurzzeitig in Richtung 200 km/h beschleunigte. Auch auf der Landstraße wurden die erlaubten 100 km/h gefahren. Dass sich der Panamera trotzdem mit 4,6 Litern begnügte, beeindruckt sehr.

Porsche Panamera Hybrid SeiteVor allem auch, weil der Fahrspaß auch bei der rein elektrischen Fahrt nicht abhanden kommt und röhrende Motorengeräusche überhaupt nicht fehlen. Im Gegenteil: Die leise Fahrt entspannt. Und bereits während der Fahrt kann sich die entladene Batterie wieder aufladen und zwar recht schnell. An der haushaltsüblichen Steckdose dauert der Ladevorgang bis zu vier Stunden.

Porsche Panamera S Plugin-Hybrid startet bei 110.409 Euro


Bevor allerdings die hybride Fahrt angetreten werden kann, müssen mindestens 110.409 Euro angespart werden. Hinzu kommen rund 40 000 Euro für weitere Komfortelemente wie LED-Hauptscheinwerfer (3111 Euro) Parkassistent mit Rückfahrkamera (1868 Euro), Wärmeschutzverglasung (1856 Euro), adaptive Luftfederung (3498 Euro), Chassis Control (4700 Euro), Keramik-Bremsen (8508 Euro) oder spezielle Räder für bis zu 4700 Euro. Ein Ende der Aufpreisliste ist dann immer noch nicht abzusehen, aber der Hybrid-Fahrer kann sich natürlich auch mit weniger bescheiden.

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von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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