Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 Test: Kompakt-SUV mit Koffeinkick?

29.10.2014 Alle Testberichte

opel mokka test 2014Der Name des Rüsselsheimer Kompakt-SUVs deutet den Auftrag bereits an: mit dem Mokka soll frischer Schwung einziehen, bei Opel selbst und bei Bedarf auch im Alltag der zukünftigen Halter. Ob der Mokka mit dem 1,4-Liter-Topbenziner diesem Anspruch gerecht wird? Unser Testbericht soll es weisen.

1.4 Turbo – 140 zahme Pferde auf 4 Räder


Zwar bietet Opel seinen Mokka in mehreren Mischungen an, der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS und Allradantrieb ist hierzulande aber unzweifelhaft die Lieblingssorte: jeder zweite Mokkafahrer entscheidet sich für die Topmotorisierung in Kombination mit dem neuen 4x4-Antrieb. Der sorgt dabei zum einen für ein Zusatzgewicht von 75 Kilo, zum anderen soll er aber auch für mehr Haftung auf nassem und losem Untergrund sorgen. Dieses Versprechen löst der Allradantrieb mit Hilfe einer elektro-magnetischen Lamellenkupplung auch sehr zufriedenstellend ein: denn sobald die Vorderräder den Halt zu verlieren drohen, werden scheibchenweise bis zu 50 Prozent der Motorenkraft auf die Hinterachse portiert. Der Vierzylinder-Reihenmotor erzeugt aus seinen 1,4 turbogeladenen Litern indessen weniger Schub, als es die Basisdaten erwarten lassen. Das liegt daran, dass die 140 PS und die 200 Nm Spitzendrehmoment erst weit jenseits der 4.000 Touren gemeinsam anschieben. Bei 1.850 U/min bspw. dreht zwar schon das maximale Drehmoment an der Kurbel, der aufgeladene, aber nicht direkt einspritzende Benziner liefert aber erst 55 PS; und selbst bei 3.000 Touren sind es erst 90 PS.

opel mokka test hinten 2014Die logische Konsequenz dieses Charakteristikums: Der 1.4 Turbo will hoch gedreht werden, damit er zum Turbo wird. Folgen wir dieser Vorgabe, treibt der aufgedrehte Turbobenziner den eineinhalb Tonnen schweren Mokka in 10,4 Sekunden von 0 auf 100 - und in 17,4 Sekunden von 0 auf 130 km/h. Dabei wird es im kompakten SUV jedoch recht laut, vor allem über 4.000 Touren - und ein echtes Feuerwerk brennt der auch dann nicht ab. So geht der Ottomotor bspw. beim Zwischensprint von 80 auf 120 km/h im 6. Gang mit rund 19 Sekunden auch eher gemächlich zur Sache; und bei 195 km/h ist dann endgültig Schluss mit dem Vortrieb. Angesichts der dann vorherrschenden Geräuschkulisse ist das aber kein Schaden.

Fahrkomfort: ein Mokka als Ruhekissen?


Der Geräuschkomfort im Opel Mokka ist also nur dann geruhsam, wenn der 1.4 Turbo gesittet gefahren wird. Das hilft auch beim Spritsparen, denn so kann der 1.4 Turbo auch mit weniger als 7 Litern pro 100 Kilometer gefahren werden. Im Testmittel waren es 8,5 Liter, Opel selbst gibt nach Norm 6,4 Liter und 149 Gramm CO2 an. Weiter gesteigert wird das Komfortgefühl dann durch das hohe Sicherheitmaß, das der kompakte Mokka seinen Fahrgästen bietet. Es hebt an beim ausgezeichneten Lichtsystem, das serienmäßig mit Bi-Xenonscheinwerfern, Kurven- bzw. Abbiegelicht und Fernlichtassistent den Weg leuchtet. Es setzt sich fort bei den vielfach bereits ab Werk verbauten elektronischen Helfern, die vom ABS über seitliche Kopfairbags bis hin zur Geschwindigkeitsregelanlage und einem Regensensor reichen; und es endet bei den guten Bremsen. Mit einem Bremsweg von 37,5 Meter aus 100 Stundenkilometern produzieren sie zwar keine schultererdrückenden Verzögerungswerte, aber sie fangen den quirligen Mokka - egal ob leer, beladen oder auf regennasser Straße - gleichmäßig und zuverlässig ein.

Guten Komfort offeriert der Rüsselsheimer zudem auch beim Sitzen, auch wenn dieser weniger der recht straffen Abstimmung zu verdanken ist, die vor allem mit den optionalen 18-Zöllern die ein oder andere Welle an die Insassen weiterreicht; die straffe Federung sorgt mit der recht präzisen Lenkung aber für ein sehr agiles Handling. Den hohen Sitzkomfort aber, den garantieren Opels mehrfach ausgezeichnete Ergonomie-Sitze, die für 390 Euro Aufpreis einen seltenen Sitzgenuss unterbreiten.

Mokka-Innenraum: reichlich Platz und saubere Verarbeitung


opel mokka test cockpit 2014Recht genüsslich ausbreiten kann man sich im nur 4,28 Meter langen Opel Mokka auch dank des guten Raumangebots vorne und im Fond. Zudem gefällt das Cockpit mit weichen Kunststoffen, übersichtlichen Rundinstrumenten und einer sorgfältigen Verarbeitung; störend wirken lediglich die überladene Mittelkonsole und der mäßige Ausblick nach hinten. Das Kofferraumvolumen kann daran allerdings nicht schuld sein, denn es liegt mit 362 bis 1.372 Litern im Klassenschnitt. Die hohe Ladekante von fast 70 Zentimetern und die geringe Zuladung von 335 kg verhauten den Schnitt aber. Außerdem steckt ein ähnlich großer Skoda Yeti mit 405 bis 1.560 Litern deutlich mehr Gepäck weg, ebenso wie ein rund 10 Zentimeter längerer Nissan Qashqai (430 bis 1.582 Liter).

Resümee: Der Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 ist keine trübe Tasse, als großer Muntermacher geht er aber nicht durch. Dazu arbeitet der Turbobenziner einfach mit zu wenig Temperament. Das agile Handling bringt gemeinsam mit der feinen Verarbeitung und den ausgezeichneten Sitzen trotzdem Stimmung ins kompakte SUV; leider gesellen sich bei hohem Tempo kräftige Fahrgeräusche hinzu. Den umtriebigen Mokka 1.4 Turbo 4x4 gibt es bei MeinAuto.de ab 20.194 Euro, rund 4.800 Euro bzw. gut 19% günstiger als beim Händler. Das Basismodell kostet ab 15.592 Euro. (nau)

Für einen günstigen Neuwagenkauf sind Sie bei MeinAuto.de also goldrichtig. Denn hier finden Sie noch viele weitere SUVs zu günstigen Preisen, bspw. den Nissan Qashqai ab 17.532 Euro und 16% Neuwagen Rabatt, den Skoda Yeti ab 14.599 Euro und gut 26%, oder den Kia Sportage ab 16.218 Euro inklusive 23,5% Preisnachlass. Neben dem Barkauf bieten wir auch diverse Optionen zur Autofinanzierung, z.B. unser preiswertes Auto Leasing oder unsere zinsgünstigen Autokredite.









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 Test: Kompakt-SUV mit Koffeinkick?
nach oben