Opel Karl 2015 Test: der kleine Praktische

20.10.2015 Alle Testberichte

Andere Autohersteller haben es mit Wüstenvölkern und Winden, Opel hat es neuerdings mit den Namen, besonders mit denen der eigenen Firmengeschichte. Der Opel Adam etwa trägt  den Namen des Firmengründers Adam Opel - und der Opel Karl? Er ist nach einem der Söhne des Gründers, Carl Opel, benannt, der das Unternehmen nach dem Tod des Vaters weiterführte. Doch genug der Geschichte, jetzt ist es Zeit für die Testgeschichten des kleinen Opel Karl.

Karl: ein Praktiker, kein Paradiesvogel


Opel KARL 2015 parkhaus dynamischNoch ein Kleinwagen von Opel? Die haben ja schon den Adam und den Corsa, denken wir uns: Was wollen die dann noch mit dem Karl? Ist zwischen den 3,7 Metern des Adam und den 4,02 Metern des Corsa wirklich noch Platz für einen weiteren Kleinen? Fragen über Fragen, die Opel für sich offenbar mit einem Ja beantwortet hat. Platz fand man knapp unter dem Adam - der Opel Karl ist exakt 3,68 Meter lang. Damit ist er, laut unseren technischen Daten des Adams, zwar praktisch gleichgroß wie er, gleich groß heißt aber nicht gleich. Während der Adam den sorglosen Paradiesvogel geben darf, ist der Karl nämlich als vernunftbetontes Einstiegsmodell konzipiert, das in Form einer Kombilimousine Gestalt angenommen hat. Der Karl gehört damit - wenn man den Klassifizierungs-Experten glauben schenkt - ins sogenannte A-Segment. Der Adam wildert wie der Corsa indes bereits im teureren B-Segment. Damit ist wieder einmal belegt, dass nicht nur die Länge zählt – doch unbedeutend ist sie nicht, wie der Blick auf die Daten zum jeweiligen Radstand verrät. Der gute Adam kommt hier bspw. auf 2,31 Meter, der Karl kann indes mit acht Zentimetern mehr aufwarten. Wer nun daran zweifelt, dass die paar Zentimeter einen großen Unterschied machen, der nehme probeweise in beiden Platz. Vor allem im Fond wird man bemerken, dass räumlich Welten zwischen Adam und Karl liegen. In puncto Sitzkomfort sind jedoch beide in einer eigenen Welt: was die Qualität der Bestuhlung betrifft, da macht Opel niemand etwas vor.

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Opel KARL 2015 vorne dynamischZurück aber noch einmal zu den Platzverhältnissen. Dass der Karl in der Basisausstattung nur mit vier Sitzgelegenheiten ausgeliefert wird, mag angesichts des Gesagten überraschen. Das aber ist weniger dem knappen Platz als vielmehr dem Kostendruck zuzuschreiben. Der Karl soll in der Basis weniger als 10.000 Euro kosten und da zählt jeder Cent. In der mittleren Ausstattung „Edition“ steht der 5. Sitz für 325 Euro dann im Zubehör-Regal, die Topausstattung „Exklusive“ liefert Opel erst gar nicht ohne den Mittelsitz aus. Platz ist also offenbar genug, auch wenn man sagen muss, dass es sich zu viert deutlich angenehmer reist.


Viel Raum & (k)ein Draht zur Welt


Opel KARL 2015 InteriorFür eine Urlaubsreise in die Ferne mit vier Erwachsenen ist jedoch auch der Karl nicht wirklich geeignet. So geräumig ist weder das Fond noch der Kofferraum, der bei herkömmlicher Rücksitzbankposition nur 206 Liter fasst. Das ist zwar mehr als der Adam, der gar nur 170 Liter unterbringt, aber doch um einiges weniger als der um 10 Zentimeter kürzere Skoda Citigo (251 bis 959 Liter). Klappt man die Lehnen um, kehrt der Karl den Spieß mit stattlichen 1.013 Litern allerdings um. So viel hat nicht einmal ein VW Polo zu bieten. Apropos zu bieten. Anders als der Adam zeichnet sich der kleine Karl innen nicht durch einen tropischen Reichtum an Gestaltungsmöglichkeiten aus. Er setzt schlicht auf klare Formen, übersichtliche Instrumente, solide Kunststoffe und eine saubere Verarbeitung. Moderne Kommunikationsinstrumente, die den Karl und seine Insassen rund um die Uhr online halten, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die neueste Version des Infotainment-Systems „Intellilink“ und der Onlinedienst „Onstar“ - mit LTE-Internetzugang, WLAN-Hotsport für bis zu 7 mobile Endgeräte, etc. - gibt es jedoch erst ab Herbst.

Ein Benziner und ein komfortables Fahrwerk


Opel 1.0 ECOTEC 2015Eine weitere Verbindung, die nämlich mit der Straße, stellt der neue Opel Karl bereits seit dem Marktstart im Juni zuverlässig her. Im Test zieht er gelassen seine Kreise und lässt sich  weder von engen Kurven noch von fiesen Schlägen aus der Ruhe bringen. Dafür, dass ein wenig Schwung in den kleinen Rüsselsheimer kommt, dafür sorgt zunächst ein einziger Antrieb - und zwar ein Einliter-Dreizylinder. Was er kann, zeigt der Benziner seit einer Weile im Adam und im Corsa, dort allerdings mit mehr PS. Im Karl müssen vorerst 75 PS und 96 Nm Spitzendrehmoment genügen – und genau das tun sie auch: 13,9 Sekunden für den Standardsprint von null auf hundert und 170 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit genügen für alle Touren im Großraum Stadt; und einen gelegentlichen Ausflug darüber hinaus. Mit 4,5 Litern Normverbrauch (104 Gramm CO2) – 4,3 Liter (99g) sind es mit dem 450 Euro teuren Eco-Paket samt Start-Stopp-System – und knapp über fünf Liter Testverbrauch bleibt sein Durst dabei recht moderat. Rund 940 Kilo lassen sich eben leicht in Schwung bringen.

Resümee


Der neue Opel Karl macht im Test eine rundum gute Figur. Mit der wird er vor allem jene locken, die einen günstigen, praktischen und sicheren Kleinwagen suchen, der  ohne Hokuspokus auskommt. Bei MeinAuto.de gibt es den fünftürigen Opel Karl ab 8.339 Euro, das sind knapp 1.600 Euro bzw. 16,8% weniger als im Autohaus ums Eck. (nau)

Beim diesjährigen NCAP Crash Test 2015 erreichte der Kleinwagen von Opel vier von fünf Sternen. Das Ergebnis liegt damit im guten Durchschnitt.

In unserem Autohaus online finden Sie zudem viele weitere günstige Kleinwagen, etwa den Fiat 500 ab 9.755 Euro und 26% Neuwagen Rabatt, den Opel Adam ab 9.939 Euro und 20,4%, oder den VW Polo Lounge ab 11.724 Euro und 27% Preisnachlass. Sollten Sie weitere günstige alternativen suchen, können sie gerne unseren Bedarfskonfigurator verwenden. Zahlreiche Autofinanzierungsoptionen runden unser Angebot ab, zum Beispiel ein günstiger Autokredit oder ein flexibles Auto Leasing für Gewerbekunden.









 
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