Opel Insignia Grand Sport im Test (2017): große Ambitionen, großer Fortschritt?

29.09.2017 Alle Testberichte

Opel hat dieses Frühjahr die zweite Generation seines Topmodells Insignia auf den Markt gebracht. Den beliebten Kombi, den Insignia Sports Tourer, durften wir bereits testen. Er präsentierte sich im Test stark verbessert. Ob das auch für die neue Kombi-Limousine, den Insignia Grand Sport, gilt? Die Antwort lesen Sie in unserem Testbericht.

Grand Sport: wird seinem Namen gerecht


Opel-Insignia-Grand-Sport-2017-ausen-vorne-schraegOpel hält mit den Ambitionen, die man mit dem neuen Flaggschiff hat, nicht hinter dem Berg. Der Insignia B soll ein Zeichen setzten. Mit ihm wollen die Rüsselsheimer wieder zur Spitze der oberen Mittelklasse - etwa die Mercedes E-Klasse und den 5er-BMW - aufschließen. Das ist ein hoher Anspruch, den Opel zuletzt in den 1970ern erfüllen konnte. Deshalb geht die zweite Generation diese Herausforderung auch im großen Stil an. Und zwar buchstäblich. Die neue Kombilimousine misst in der Länge 4,9 Meter, das sind gut fünf Zentimeter mehr als bisher. Der Grand Sport ist also wirklich "grande". Denn damit überragt er den VW Passat (4,77) und den Skoda Superb (4,86 Meter) um Einiges - und er kommt der E-Klassen- respektive der BMW-5er-Limousine bedrohlich nahe (4,92 bzw. 4,94 Meter). Den Achsabstand haben die Rüsselsheimer um zehn Zentimeter auf 2,83 Meter gesteckt. Er ist nun fast so groß wie der des neuen VW Arteon; Mercedes und BMW können diesbezüglich indes noch rund zehn Zentimeter mehr aufbieten.

Opel Insignia 2017: Neuwagen mit Top-Rabatt

Opel-Insignia-Grand-Sport-2017-ausen-kofferraumAber: Von riesigen Abmessungen allein hat man - abgesehen von zusätzlichen Problemen beim Rangieren und Parkplatzsuchen - wenig. Erst mit mehr Platz und Stauraum macht eine Wachstumskur Sinn. Genau das kann der neue Insignia Grand Sport auch bieten. Innen offeriert er praktisch so viel Platz wie der Sports Tourer. Einzige Ausnahme: Die Kopffreiheit im Fond. Weil die Dachlinie zum Heck steil abfällt, ist der Freiraum zwischen Kopf und Dachhimmel hinten spürbar geringer als beim Kombi. Ansatzweise knapp wird es aber erst jenseits einer Größe von 1,90 Meter. In Bezug auf das Kofferraumvolumen stellt sich der Generationswechsel zunächst als Rückschritt dar. Der Stauraum schrumpft von 530 bis 1.470 auf 490 bis 1.450 Liter. Zum Vergleich: Der Passat verstaut 586, der Superb 625 bis 1.760 Liter. Dennoch gestaltet sich das Beladen des Opels jetzt spürbar handlicher. Die Gründe: Die Ladekante ist niedriger und schmaler, der Stauraum selbst einförmiger. Dass es den ebenso schönen wie praktischen Edelstahl-Ladekantenschutz für die Limousine nicht gibt, finden wir aber schade.

Interieur und Motoren ebenfalls große Klasse?


Opel-Insignia-Grand-Sport-2017-InnenraumMit dieser Randnotiz pflanzen wir uns hinters Steuer. Hier kommen wir ab Werk in den Genuss der sehr bequemen Komfortsitze. Die bekanntermaßen besonders feinen Ergonomie-Sitze verbaut Opel ab der „Dynamic“-Ausstattung. Vom Platz hinter dem Steuer aus lässt sich überdies auch das kräftig überarbeitete Cockpit richtig genießen. Das hat im Vergleich zum Vorgänger sichtbar an Qualität zugelegt. Außerdem haben die Rüsselsheimer die gesamte Bedienung vereinfacht. Nur beim Multifunktions-Volant scheint sie der Mut zur Schlichtheit verlassen zu haben. Dafür wartet die Kombilimousine schon in der Basisausstattung "Selection" mit dem neuen Infotainment-System "Radio R 4.0 IntelliLink" auf. Kurz gesagt heißt das: Smartphones können ab Werk gekoppelt und per Bluetooth zum Freisprechen eingebunden werden; der erweiterte "OnStar"-Online-Assistenzdienst ist ab der nächsthöheren Ausstattung "Edition" Serie. Trotz dieser Fortschritte haftet dem Innenraum ein kleiner Makel an. In puncto Material- und Verarbeitungsqualität kann er nicht mit der E-Klasse und dem 5er-BMW mithalten. Das ist nicht verwunderlich, aber Anspruch und Realität klaffen hier auseinander. Das liegt allerdings vorwiegend am betont hohen Anspruch.
Einen noch ungewohnt hohen Anspruch verfolgt Opel auch bei den Grand-Sport-Motoren. Die Rüsselsheimer lassen den Verbrauch schon jetzt mittels des ab kommendem Herbst vorgeschriebenen neuen Testverfahrens WLTP feststellen. Das ist nicht so kulant wie der NEF-Zyklus. Der Normverbrauch liegt deshalb deutlich höher als bisher (im Schnitt ~5-8%), dafür ist er auch deutlich näher am Realverbrauch dran. Tatsächlich real gesteigert hat Opel hingegen die Leistung der Antriebe. Bei den Benzinern stehen drei Motoren in fünf, bei den Selbstzündern drei in sechs Varianten im Regal. Die Ottomotoren unterscheiden sich nicht von jenen des Sports Tourers. Die Basis legt der recht zahme 1.5 Direct Injection Turbo mit 140 PS (Kraftstoffverbrauch: 5,9 Liter auf 100 km, 133 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). In der 165-PS-Variante schiebt dieser Motor bereits spürbar kräftiger an. Neben der 6-Gang-Handschaltung ist für ihn auch eine 6-Gang-Automatik verfügbar (Kraftstoffverbrauch: 6,0/6,1 Liter auf 100 km, 136/138 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Am meisten Spaß macht der neue Zweiliterbenziner mit Biturbo, der die Limousine mit 260 PS bzw. 400 Nm Spitzendrehmoment; und mit 8-Stufen-Automatik bzw. Allradantrieb in rund 7 Sekunden auf Tempo 100; und in der Spitze auf 250 km/h beschleunigt (Kraftstoffverbrauch: 8,6 Liter auf 100 km, 197 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse E).

Insignia Grand Sport - im Zeichen der Sicherheit

Opel-Insignia-Grand-Sport-2017-ausen-hintenWem der Topbenziner zu durstig ist, der findet mit dem 170 PS starken Topdiesel, der wie im Kombi mit 6-Gang-Schaltgetriebe und Allrad oder 8-Stufen-Automatik angeboten wird, eine interessante Alternative (Kraftstoffverbrauch: 6,3/5,7 Liter auf 100 km, 166/150 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C/B). Darüber hinaus bietet Opel für den Grand Sport auch vier Varianten des kleineren 1.6 CDTi an: Eine mit 110 und eine mit 136 PS (Kraftstoffverbrauch: 4,5/5,1 Liter auf 100 km, 105/134g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+/B). Eines sollte bei der Motorenwahl bedacht werden. Der neue Insignia Grand Sport hat vier Zentner an Gewicht verloren und dementsprechend an Agilität gewonnen; die recht straffe Abstimmung tut ihr Übriges, wobei der Federungskomfort spürbar verbessert wurde. Bei den Antrieben mit Allrad sorgt das "Torque Vectoring"-System mit gezielten Bremseingriffen an der Hinterachse zudem für mehr Halt in der Kurve.

Opel-Insignia-Grand-Sport-2017-ausen-seite-schraegDamit sind wir zu guter Letzt beim Thema Sicherheit angelangt. Im Euro NCAP-Test erzielte der Grand Sport unlängst 5 von 5 Sternen. Das ist für eine Mittelklassenlimousine natürlich ein Muss. Bemerkenswert ist aber, dass er beim Insassenschutz besser abschneidet als etwa ein Passat oder ein Superb. Bei den Assistenzsystemen liegt er hingegen leicht zurück, was aber nicht daran liegt, dass es an ihnen grundsätzlich mangelt. Ab Werk ziehen mit der neuen Frontkamera unter anderem ein Kollisionswarner samt Fußgängererkennung, ein City-Notbremssystem sowie ein Spurhalte-Assistent ein. Gegen Aufpreis gibt es etwa eine Rundum-Kamera, ein – wenn auch recht unschönes - Head-up-Display, LED-Matrix-Scheinwerfer; und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Letztere arbeitet deutlich flüssiger als die Systeme der Konkurrenz – in Teilbereichen gibt der Insignia also bereits wieder den Takt vor.

Technische Daten des Opel Insignia Grand Sport:
PS-Anzahl:min. 110 PSmax. 260 PS
kW-Anzahl:min. 81 kWmax. 191 kW
Antriebsart:Frontantrieb oder 4x4-Allradantrieb
Getriebeart:Manuell oder Automatik
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 4 l/100kmmax 8,6 l/100km
CO2-Emission:min. 105 g/kmmax. 197 g/km
Effizienzklasse:min. A+max. E
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 25.590 Euro
Stand der Daten:25.09.2017

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Fazit zum Opel Insignia Grand Sport Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Opel hat mit dem neuen Insignia Grand Sport eine sehr gelungene Mittelklassen-Limousine vorgestellt. Das Platzangebot und die Qualität des Innenraums wurden beträchtlich verbessert. Im Infotainment-Bereich braucht Opel selbst den Vergleich mit den Topmarken nicht zu scheuen. Ganz reicht es für die Spitze allerdings noch nicht. Bei MeinAuto.de legt die neue Kombilimousine ab 20.559 Euro los, 23,3% bzw. gut 6.000 Euro günstiger als im herkömmlichen Autohaus.

     
5 von 5 Punkten


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