Opel Astra GTC Test: Lust auf Kurven

14.10.2012 Alle Testberichte

Opel Astra GTC hintenHimmlische Gefühle hinterlässt nicht nur das spektakuläre Panorama, sondern auch eine sich richtig schön dahin windende Landstraße – Test Astra GTC 1.6 Turbo.

Das Panorama arbeitet gegen Extrakohle in Festanstellung: Seit Anfang 2012 wird der Astra GTC mit der riesigen Panoramawindschutzscheibe gebaut. Damit überzeugt er blicktechnisch noch viel mehr als ein Cabrio: Hier sitzt man zwar draußen, hat aber trotzdem permanent ein Brett vor dem Kopf – den Windschutzscheibenrahmen. Im GTC-Cockpit findet sich nur Glas vor der Stirn. Und der Innenspiegel. Der Rest ist Himmel. Und selbst Sonnenschein gelingt ohne Schweißausbruch, da ein Sonnenschutzrollo fest im Dach installiert ist. Dass sich die A-Säulen des sportlich-flach geschnittenen Rüsselsheimers in engen Kehren trotzdem in den Blick stellen und Spiegelungen häufiger auftauchen als sonst, geht mit dem viel Innenraumhelligkeit spendenden Konzept einher. Unter der Glaskuppel lernt man ganz einfach, was es mit dem optischen Satz „Einfallswinkel = Ausfallswinkel“ so auf sich hat. Und in schnell durchschossenen Biegungen, was mit einem sehr guten Fahrwerk eben besser geht als mit einem nur guten.

Opel Astra GTC MotorEine schnelle Kurve braucht es nur, und man erkennt die Qualität. Eine Testkurve, in der das Popometer sonst schon bei 70 km/h schwindende Haftung signalisiert, durchfliegt der GTC mit Tempo 90. Und das mit Transparenz in der Lenkung: Aus zu viel Verve bei der Kurveneinfahrt resultiert Untersteuern und nach plötzlichen Lastwechseln wird der Opel leicht ums Heck. Leicht von der Hand geht auch das große Runde: 1 1/2 Drehungen nach links, 1 1/2 Drehungen nach rechts. Das Adaptivfahrwerk knippst in Stellung „Sport“ die Straße an und bügelt den Komfort unter „Tour“ wieder ein wenig auf.

Die Kraftübertragung geschieht im Schalt-Shortcut mit dem manuellen Sechsgangschaltgetriebe. Bremsanlage und Fahrwerk sind sportiver abgestimmt als im Astra Fünftürer. Das Motorenangebot erweist sich mit 1,4 bis 2,0 Liter Hubraum und 87 bis 240 PS als breit gefächert. Im Verbrauch bleibt der gefahrene GTC 1.6 Turbo, der im Leerlauf sehr ruhig läuft und ohne Start-Stop auskommen muss, mit 8,8 Litern Super voll im grünen Bereich. Den roten schöpft das viersitzige Coupé mit 180 PS, und nachdem 900 Euro extra für das FlexRide-Sportfahrwerk hingeblättert wurden, am besten aus in der Stellung „Sport“. Die Unterstützung der Lenkung wird nun zurückgefahren, die Kennlinie des Gaspedals aufgewürzt und die Dämpfung der Stoßdämpfer reagiert härter. In der Praxis heißt das: Der Turbo beißt, das Wastegate schnauft, der GTC setzt die Hessen-Power locker auf der Straße, die gerne auch Rennstrecke heißen darf, um. Zieht man den Motor bis 6.500 Umdrehungen, wird’s laut. Bei hohem Tempo geht dem 1.6 Liter-Vierzylinder dann etwas der Dampf aus. Für mehr Dampf gibt es allerdings ein Rezept. Und das heißt: Astra OPC und hat 240 PS unter der Haube.

Opel Astra GTC KofferraumDas sich ein Hauch dynamischer als im Fünftürer präsentierende Cockpit und der tiefere Dachaufbau funktionieren auch mit 1,95 Meter Körperlänge. Die Sportsitze mit ausfahrbarer Schenkelauflage und fummeliger Neigungsverstellung bieten mit bequem-weichen Seitenwangen gut Seitenhalt. Hinten wird´s enger. Ganz hinten kaum: 380 Liter passen minimal in den Kofferraum, 1.165 Liter maximal. Vernunft und Unvernunft feiern im GTC einen überzeugenden Patt: Ein Grundpreis von 20.000 Euro und der Sportsgeist des GTC sind vernünftig. Und die Unvernunft kommt auch voll auf Ihre Kosten: Auf der letzten Rille ist der GTC der Himmel. (le)

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