Nissan X-Trail N-Vision im Test: vom Sonderweg zum Sondermodell

24.11.2016 Alle Testberichte

Der X-Trail, ist das nicht der vierschrötige Geländewagen von Nissan? Stimmt, besser gesagt: stimmte. Denn mit der Premiere der dritten Generation im Sommer 2014 wurde aus dem kantigen Naturburschen ein city-konformes Crossover-Modell. Das muss naturgemäß mit neuen Vorzügen glänzen, z.B. als reich ausgestattetes und preiswertes Sondermodell Nissan X-Trail N-Vision. Ob der frische Glanz anhält oder rasch verblasst, lesen Sie in unserem Testbericht.

N-Vision nur eine Vision? 


nissan-X-Trail-N-Vision-2016-ausen-schraeg-vorneÜberspitzt könnte man die jüngste Entwicklung des Nissan X-Trail mit dem Satz zusammenfassen: Ende im Gelände. Ganz stimmt das natürlich nicht: Denn nach wie vor bewegt sich der Nissan abseits befestigter Straßen geschickter als die meisten anderen SUVs - insbesondere mit dem mittlerweile optionalen Allradantrieb "All Mode 4x4-i". Aber: Nissan setzt seit Generation III die Schwerpunkte anders: Anstelle der Geländetauglichkeit und einer unverwüstlichen Funktionalität liegt der Focus jetzt auf Eigenschaften wie Eleganz, Komfort und Stil. Eine X-Trail-Variante, die diesen Wandel besonders gut verkörpert, ist das aktuelle Sondermodell N-Vision. Wobei: Bei genauerem Hinsehen erweist sich das zunächst als nichts Besonderes. Wie die anderen N-Vision-Sondermodelle auch - etwa der Qashqai N-Vision - ist der X-Trail in dieser Variante bloß eine leicht aufgemotzte N-Connecta-Version. Nur in zwei Aspekten weicht er von dieser ab: in wenigen Ausstattungsdetails und im Preis.

Die Unterschiede bei der Ausstattung sind auf den ersten Blick jedoch kaum der Rede wert. Das einzige Extra, das den X-Trail N-Vision vom N-Connecta unterscheidet, ist das Panorama-Glasschiebedach. Das 950 Euro teure Dach (1.450 Euro beim Siebensitzer), das die Atmosphäre im Innenraum angenehm erhellt, bietet Nissan für den N-Connecta nicht an. Gleiches gilt für die optionale dritte Sitzreihe. Auch die gibt es für diese X-Trail-Variante nicht (die also nur als Fünfsitzer erhältlich ist). Im X-Trail N-Vision kosten die beiden Zusatzsitze überdies statt 800 nur 500 Euro. Das war es dann aber mit den Abweichungen. In allen anderen Ausstattungsdetails sind die beiden Varianten identisch. Auch die zwei herausragenden Merkmale sind deshalb dieselben: Das Style- (Wert 2.400 Euro) und das Multimedia-Paket "NissanConnect" Navigationssystem samt "Around View Monitor" für volle Rundumsicht (Wert 1.380 Euro).

Alles bestens im Blick


nissan-X-Trail-N-Vision-2016-innen-cockpitDas Style-Paket stellt den X-Trail dabei auf mächtige 19-Zoll Pneus mit ebenso großen Leichtmetallfelgen (sie ersetzen die 17-Zöller der Werksausstattung). Das Dach bekommt eine praktische Dachreling; die Heckklappe einen ebenso praktischen elektrischen Öffnungsmechanismus, der über das "Intelligent Key"-System aktiviert werden kann. Das "NissanConnect"-Navi bringt den X-Trail multimedial auf den letzten Stand. Angezeigt werden die Inhalte auf einem sieben Zoll großen Farbdisplay, das per Touchgesten bedient wird und die aktuellen Verkehrsnews einblendet (TMC -Traffic Message Channel). Das integrierte Radio spielt CDs und MP3-Datein ab und streamt via Bluetooth-Schnittstelle die Musiktitel vom Smartphone oder iPod. Das Mobiltelefon kann außerdem über die USB-Schnittstelle angeschlossen werden.



nissan-X-Trail-N-Vision-2016-innen-dashboardDamit man bei all der medialen Ablenkung nicht vom Weg abkommt, packt Nissan zum einen eine kostenlose Kartenaktualisierung fürs Navi drauf (MapCare). Außerdem bildet das Farbdisplay die Bilder der vier Kameras des "Around View Monitor"-Systems ab. Mit ihnen hat man die gesamte Umgebung genau im Blick - bei einem 4,64 Meter langen Koloss wie dem X-Trail ein unschätzbarer Vorteil. Allerdings sei auch gesagt: Mit dem alten X-Trail fand man dank der hohen Fenster auch ohne die Kameras problemlos seinen Weg. Das neue, schickere Blechkleid versperrt hingegen die Sicht Großteils. Deshalb müssen jetzt Kameras her - so ändern sich die Zeiten. Die haben sich auch bei den Sicherheitssystemen geändert, hier jedoch unzweifelhaft zum Besseren. Ab Werk bietet der Nissan X-Trail N-Vision folgende Assistenten an:
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Notbrems-Assistent
  • Spurhalte-Assistent
  • Fernlicht-Assistent

Für 900 Euro extra kann der N-Vision-Kunde das Paket "NISSAN Safety Shield für 360° Sicherheit" zukaufen, das Bewegungs- und Müdigkeitserkennung sowie einen intelligenten Einpark- und Totwinkel-Assistent enthält. 

X-Trail N-Vision: der Preis macht den Unterschied


nissan-X-Trail-N-Vision-2016-dynamisch-ausen-vorneNeben diesen Qualitäten sprechen einige weitere Eigenschaften für den Nissan X-Trail. Platzmangel z.B. ist für das SUV ein Fremdwort. Der gebotene Freiraum ist in allen fünf bzw. sieben Sitzen sehr großzügig bemessen - und der Stauraum im Heck geradezu gigantisch. 550 bis sage und schreibe 1.982 Liter verschwinden dort, selbst der Siebensitzer offeriert noch 135 (445) bis 1.877 Liter. Der Vergleich zeigt, wie ungewöhnlich das ist. Der 4,66 Meter lange Mercedes GLC verstaut bspw. nur 550 bis 1.600 Liter und der 4,8 Meter lange VW Touareg 697 bis 1.642.

nissan-X-Trail-N-Vision-2016-dynamisch-ausen-seiteNeben viel Platz bietet der Innenraum auch hohen Komfort und eine edle Atmosphäre. Dazu kommen kräftige und halbwegs sparsame Motoren: Ein 120 PS starker Turbobenziner namens 1.6 DIG-T, der auf dem Normstand 6,2 Liter bzw. 145 Gramm CO2 verbraucht; und zwei 130 bzw. 177 PS starke Diesel, die sich mit 4,9 bis 6 NEFZ-Litern begnügen. Die zwei Diesel, der 1.6 dCi und der 2.0 dCi, können auf Wunsch auch mit dem bereits erwähnten Allradantrieb geordert werden. Mit dem wird der X-Trail dann auch seinem Namen wieder gerecht. Bleibt zum Schluss noch die Frage zu beantworten: Was spricht eigentlich für das Sondermodell N-Vision, das laut Liste fast 1.000 Euro mehr kostet als die beinahe identisch ausgestattete N-Connecta-Version? Kurz gesagt: der Preis. Nissan gewährt auf den X-Trail N-Vision einen Rabatt von 3.400 Euro, wodurch sich der Preisvorteil gegenüber der N-Connecta-Variante auf 4.100 Euro summiert. 

Technische Daten des Nissan X-Trail N-Vision:
PS-Anzahl:min. 130 PSmax. 177 PS
kW-Anzahl:min. 96 kWmax. 130 kW
Antriebsart:Frontantrieb oder 4x4 Allradantrieb
Getriebeart:Manuell oder Automatik
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 5,1 l/100kmmax 6,4 l/100km
CO2-Emission:min. 133 g/kmmax. 162 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. C
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 32.210 Euro
Link zum Konfigurator:Hier den Nissan X-Trail N-Vision konfigurieren

Fazit zum Nissan X-Trail N-Vision Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Nissan X-Trail N-Vision überzeugt mit den Grund-Tugenden des X-Trail: hoher Komfort, hohe Qualität und ein fast unvergleichlich großzügiges Platzangebot. Zusätzlich glänzt das Sondermodell mit einem hübschen Style-Paket und modernster Multimedia- und Sicherheitstechnik. Der eigentliche Clou aber ist der Preis. Bei MeinAuto.de startet das Sondermodell schon ab 24.162 Euro, das sind 27,8% bzw. stolze 9.000 Euro unter dem Listenpreis. Den Nissan X-Trail gibt es bei uns ab 18.945 Euro und 27,8% Rabatt.

     
5 von 5 Punkten


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