Nissan Qashqai Test: welcher ist der beste Qashqai?

13.02.2015 Alle Testberichte

Die erste Generation des Nissan Qashqai war ein Überraschungserfolg. Seit dem Frühjahr 2014 liefern die Japaner den zweiten Jahrgang aus; und auch der weiß zu überraschen: denn der Qashqai II macht da weiter, wo der Qashqai I aufgehört hat - er verkauft sich prächtig. Während Konkurrenten wie der Ford Kuga oder der Mazda CX-5 dem Nissan ehrfurchtsvoll nachsehen, haben wir uns im Test derweil auf die Suche nach dem besten Qashqai gemacht.

Die Frage nach der Form und der Ausstattung


nissan qashqai test 2014Gleich zu Beginn aber erleidet unsere Suche einen Dämpfer. Nein! - es ist keine Feder gebrochen; es ist nur so, dass die zweite Generation des Qashqai mit einer Einschränkung ausgeliefert wird, die so manches Elternpaar als Verlust empfinden mag: Nissan hat in der zweiten Generation nämlich die Produktion des besonders familientauglichen, um gut 20 Zentimeter längeren Qashqai+2 eingestellt. Wer weiterhin nach einem großen Qashqai sucht, der wird von den Autobauern aus Yokohama nun auf den Nissan X-Trail verwiesen - aber der ist ja auch kein Schlechter.

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Doch zurück zum Qashqai. Den gibt es jetzt also nur noch in einer Konfektionsgröße, wobei diese in der Länge um knappe sechs und in der Breite um gute zwei Zentimeter gewachsen ist; in der Höhe haben die Japaner hingegen zwei Zentimeter weggenommen. Insgesamt sieht das kompakte SUV so nun athletischer aus, wobei die leicht veränderten Maße dem Platzangebot nicht geschadet haben. Unsere Bedenken, dass der Verlust an Fahrzeughöhe die Kopffreiheit mindern würde, erweisen sich jedenfalls als unbegründet. Und mit seinem Kofferraumvolumen von 430 bis 1.585 Litern muss der Qashqai auch nicht tief stapeln. Der deutlich längere Mazda CX-5 (503 bis 1.620 Liter), der etwas größere Ford Kuga (456 bis 1.653 Liter) und der fast gleichlange VW Tiguan (470 bis 1.510 Liter) bringen nicht wesentlich mehr Gepäck unter.

nissan qashqai 2014 test cockpitIm Innenraum dann zeigt sich der neue Qashqai erstmals runderneuert: die verbauten Materialien sind hochwertiger, die Verarbeitung ist sorgfältiger und die Bedienung eingängiger. Letztere eröffnet uns auch die Möglichkeit, endlich ein wenig auszuwählen. Ab Werk, sprich in der Basisausstattung "Visia", baut Nissan u.a. ein CD-Radio, eine Klimaanlage, ein ausgesprochen helles LED-Tagfahrlicht, ein 5-Zoll-Fahrinformations-Display und eine Bluetooth-Schnittstelle für Smartphones ein. Wer im Herzen des Armaturenbretts hingegen einen hochauflösenden 7-Zoll-Touchscreen samt Navi strahlen sehen möchte, der muss mindestens zur nächsthöheren Linie "Acenta" greifen. Das Navigations-System kostet hier allerdings 900 Euro extra, in den beiden höchsten Ausstattungen "360°" und "Tekna" ist es indes serienmäßig.

Einstiegsmotoren nur bedingt zu empfehlen


Nissan Qashqai 2015 Seite ausschnitt statischUnserer Meinung nach sollte der Qashqai zumindest mit der "Acenta"-Ausstattungslinie bestückt sein. Sie kostet zwar rund 3.400 Euro mehr als die Basisline, offeriert zum einen aber ein deutlich reichhaltigeres Zubehörsortiment; und zum anderen die volle Motoren- und Getriebepalette. Jetzt mögen Sie sich fragen: aber ist letzteres wirklich von Bedeutung? Wir denken schon, denn die beiden Basismotoren, der 115 PS starke 1.2 DIG-T Turbobenziner und der 110 PS starke 1.5 dCi Turbodiesel mühen sich merklich mit dem knapp 1,4 Tonnen schweren Qashqai. Mit dem kleinen Benziner, der ab 2.000 Touren 190 Nm auf die Kurbel bringt, braucht der kompakte Nomade fast 11 Sekunden von 0 auf 100 km/h; mit dem Selbstzünder trotz 260 Nm Spitzendrehmoment sogar 12. In beiden Fällen fühlt sich der Antritt allerdings viel träger an, als es die Zeiten vermuten lassen. Hinzu kommt, dass der gemächliche Charakter zumindest beim Turbobenziner nicht mit einem geringen Verbrauch einhergeht: mit 8,6 Litern im Testschnitt sind keine Effizienzpreise zu gewinnen. Der kleine Diesel hingegen ist mit 3,8 Litern laut Norm und 5,5 Litern im Test ein recht sparsamer Antreiber.

nissan qashqai 2014 testDie bessere Wahl sind für uns trotzdem die beiden stärkeren Motorvarianten, im Falle der Benziner der 1.6 DIG-T mit 163 PS und 240 Nm Topdrehmoment; und im Falle der Diesel der 1.6 dCi mit 130 PS und 320 Nm. Beide bringen - für jeweils rund 2.000 Euro Aufpreis - den Qashqai spürbar flotter in Schwung und verbrauchen in der Praxis kaum mehr Treibstoff, sofern sie nicht mit der Automatik oder gar dem Allradantrieb (nur für den stärksten Diesel erhältlich) gekoppelt werden; so nämlich pendelt sich der Testverbrauch bei rund 8 respektive 6 Litern ein. Das gesparte Geld lässt sich dann etwa in das "Safety Shield"-Sicherheitspaket investieren. Für 700 Euro Aufpreis bietet es Spurhalte-, Notbrems- und Fernlichtassistenten sowie Totewinkel- und Einparkhelfer samt Kamera; allerdings bleibt es nur der Tekna-Linie vorbehalten.

Resümee zum Qashqai


Der neue Nissan Qashqai zeigt sich an allen Ecken und Enden verbessert, angefangen vom Interieur über die Ausstattung bis hin zum ausgewogeneren Fahrwerk. Am besten gefällt er uns in der "360°"-Ausstattung und mit dem 1.6 DIG-T Turbobenziner. Bei MeinAuto.de kostet er so ab 23.350 Euro, knapp 18% bzw. 4.900 Euro weniger als beim Hersteller. (nau)

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