Mini Paceman Test: Teure Sieben

20.12.2013 Alle Testberichte

Der neue Mini Paceman 2013Der Mini Paceman macht auf Lifestyle. Den Boulevard-Anspruch der siebten Baureihe lässt sich die BMW-Tochter auch gut bezahlen. Denn der Paceman, der vor rund einem Jahr eingeführt wurde, verfügt zwar über zwei Türen weniger als der technisch baugleiche Countryman, ist dafür gleich um mehr als 1000 Euro teurer als der Fünftürer, der zudem auch noch einen gewissen Alltagsnutzen aufweist.

Doch die Preisdifferenz ist den Lifestylisten egal. Sie wollen ein Coupé steuern und ärgern sich dann nicht darüber, 23.800 Euro für den Basis-Paceman mit 122 PS auszugeben, anstatt mit 22.650 einen Countryman mit vier Türen zu ergattern.

Eher Zwei- als Viersitzer


Ebenso egal ist auch der Alltagnutzen. Ein Kofferraumvolumen von 330 Litern, das sich auf 1080 Liter vergrößern lässt, reicht aus, um den Wochenendurlaub zu zweit im Thermalbad zu genießen.

Denn mehr als zwei Personen sollten die Reise nicht antreten. Zu einem reicht dann das Kofferraumvolumen nicht aus. Zum andern sind die beiden Plätze im Fond beschwerlich zu erreichen. Und Personen mit einer Größe von 1,80 Metern aufwärts sollte eine längere Reise sowieso eher mit Bus, Bahn oder Flugzeug absolvieren. Die abfallende Dachlinie schränkt die Kopffreiheit nämlich arg ein.

Ausreichender Dieselmotor


Der neue Mini Paceman 2013 hintenKeine Einschränkungen gibt es bei den Fahrleistungen. Das straffe Fahrwerk ist jedem Mini-Modell eigen und fehlt deshalb auch im Paceman  nicht. Doch im von uns gefahrenen Cooper D mit 122 und Allradantrieb wäre die härtere Auslegung gar nicht nötig gewesen.

Denn der Vierzylinder-Diesel verfügt zwar für den Kleinwagen über ausreichend Leistung, doch Dynamik oder Sportlichkeit sind fehl am Platze. Lange 11,5 Sekunden dauert es, bis aus dem Stand Tempo 100 erreicht wird. Und bereits bei 182 km/h ist Schluss mit Lustig.

6,5 Liter Diesel auf 100 Kilometern


Wer mehr Sportlichkeit erwartet sollte zur Cooper S-Version greifen. 184 PS und das knackige Fahrwerk ergeben eine sportliche Kombination. Allerdings wird mit dem „S“ der mit dem „D“ erreichte Verbrauch von 6,5 Litern kaum zu bewerkstelligen sein.

Der neue Mini Paceman 2013 vorneDie Verbrauchsnadel geht sogar noch weiter nach unten, wenn das Gaspedal vorsichtiger eingesetzt wird. Dann werden Werte von knapp sechs Litern erzielt, immer noch ein Liter über dem von Mini angegebenen Wert, der allerdings auf der nicht alltagstauglichen Rolle erfahren wurde.

Mini Paceman Cooper D ab 27.200 Euro


Und selbst bei Lifestyle-Anhängern ist die Geldbörse nicht 24 Stunden am Tag geöffnet, sodass der Verbrauchsaspekt tatsächlich zum Tragen kommen könnte. Vor allem, weil für den Cooper D auch schon mindestens 27.200 Euro fällig werden. Und da sind die Getränke, die während der Poser-Pause auf dem Boulevard eingenommen werden, noch nicht enthalten.

von Frank Mertens / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
autogazette









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > Mini Paceman Test: Teure Sieben
nach oben