Mercedes E-Klasse Cabrio Test: Offener Genuss

24.05.2013 Alle Testberichte

Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio 2013Am 1. Juni schickt Mercedes das neue E-Klasse Cabrio ins Rennen. Beim offenen Viersitzer musste sich die Eleganz den höchsten Platz auf der Prioritätenliste aber teilen.

Ganz klar, dass das Design des mindestens 47.600 Euro teuren Cabrios mit den Mitbewerbern aus Ingolstadt und München nicht nur mithalten, sondern eleganter ausfallen muss, auch wenn die Geschmäcker unterschiedlich sind. So unterstreichen wuchtigen Luftöffnungen, eine elegante Seitenlinie oder der Doppelrohrauspuff die Ansprüche auf die Spitzenposition im Premiumsegment. Harmonische Proportionen schaffen den Spagat zwischen Eleganz und Sportlichkeit unterstrichen durch das vor allem bei Dunkelheit in LED-Technik ausgeführte Tag- und Abfahrlicht.

In 20 Sekunden offen


Im Innenraum des Cabrios wird die Eleganz fortgesetzt. Edle Materialien sorgen gleich nach dem Einsteigen für eine Wohlfühlatmosphäre, bei der der Komfort im Vordergrund steht. Ein ventilierter Fahrersitz, ein Nackenfön, für den sich 80 Prozent der Kunden entscheiden, bis hin zu einem per Tastendruck ausfahrenden Sicherheitsgurt, der es ohne große Verrenkungen ermöglicht, sich möglichst bequem anzuschnallen – alles Features, die den Aufenthalt an Bord so schön wie möglich gestalten und den auch jüngere Fahrer und Mitfahrer jenseits der Zielgruppe 50 Plus zu schätzen wissen.

Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio 2013 hinten SeiteDas Akkustikverdeck lässt bis Tempo 40 innerhalb von 20 Sekunden öffnen oder schließen. Das so genannte Aircap - den an der Oberkante der Windschutzscheibe angebrachte Windabweiser – wurde optimiert, sodass der Fahrtwind über den Fahrgastraum hinweggeleitet wird und die Frisuren der auszufahrenden Herzdamen auch ohne Drei-Wetter-Taft schont.

Fahrassistenten aus der S- in die E-Klasse


Geschont werden sollen Fahrer und Beifahrer auch ansonsten. So wurden zahlreiche Systeme, die für die neue S-Klasse entwickelt wurden, auch für die E-Klasse übernommen. Unter dem Motto "Intelligent Drive" arbeiten elf neue oder optimierte Assistenzsysteme zu Schutz der Insassen. Neben einem aktiven Spurhalte- und Totwinkel- sowie Kreuzungsassistent bewahrt ein Abstands- und Kollisionswarner vor drohenden Unfällen.

Natürlich sind die meisten Fahrassistenten nicht serienmäßig verbaut, sondern stehen in der Aufpreisliste und jagen den Einstiegspreis in die Höhe. Für das Fahrassistenzpaket Plus müssen so schon mal 2677,50 Euro bereitgehalten werden. Allerdings ist die Abstimmung der Assistenten zwischen der geschlossenen S- und offenen E-Klasse noch optimierungswürdig. So leuchtet das Warndreieck des Abstandsassistenten in der E-Klasse bei direkter Sonneneinstrahlung kaum wahrnehmbar auf. Doch das ist auch der einzige Schwachpunkt im Innenraum.

In 5,2 Sekunden auf Tempo 100


Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio 2013 CockpitOhne Schwachpunkte agiert der von uns getestete E 400, dessen Einstiegspreis bei 60.630 Euro beginnt. Dann stehen dem Sechszylinder-Turbo 333 PS sowie ein starkes Drehmoment von 480 Newtonmetern, die zwischen 1400 und 4000 Touren anliegen, zur Verfügung. Wurde dann noch die Siebengangautomatik für weitere 2558 Euro geordert, steht einem kraftvollen Antritt nichts im Wege.

Innerhalb von 5,2 Sekunden ist der Sprint zur 100 km/h-Marke absolviert, bei Tempo 250 wird das 1,8 Tonnen schwere Cabrio elektrisch eingefangen. Da der Antrieb auch jenseits der 120 km/h noch jederzeit kraftvoll ausfällt, wird die Fahrfreude des drei Liter großen V6 immer wieder motiviert. Die in Aussicht gestellten 7,9 Liter Verbrauch sind dann Makulatur, 10,1 Liter waren es nach Ende der Testfahrten.

Daran Schuld trägt auch das Fahrwerk des 4,70 Meter langen Cabrios. Egal ob gecruist oder sportlich gefahren wird – der offene Genuss lässt sich nicht abstellen.

von Frank Mertens / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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