Kia Sportage 2.0 GDI Test: Kompakt-SUV mit neuem Kleid und Antrieb

05.07.2015 Alle Testberichte

Sportage, das klingt aktiv, sportlich, schlicht vielversprechend. Mit Kia hingegen verbinden viele noch immer den billigen Charme eines Discounters. Zu Unrecht, denn die Hyundaitochter hat sich längst gemausert, wie auch die Verkaufszahlen zeigen. Gemausert hat sich jüngst auch das kompakte SUV der Koreaner - der Sportage wurde im Frühjahr 2014 nämlich runderneuert. Wie das neue Kleid sitzt und wie sich der Kia fährt, klärt unser Test mit dem neuen Zweiliterbenziner 2.0 GDI.

2.0 GDI: neuer Motor, altbewährtes Konzept


kia sportage 2014Der zwei Liter große Vierzylinder ist dabei ein selten gewordenes Exemplar, ein Benzin-Direkteinspritzer nämlich, der auf eine Turboaufladung verzichtet. Kia aber scheint von diesem Konzept felsenfest überzeugt zu sein, jedenfalls meiden die Südkoreaner den Turbo bei den Ottomotoren wie der Teufel das Weihwasser. Wie dem auch sei, der neuentwickelte 2.0 GDI versucht seit Mai 2014 ohne Aufladung das SUV mit seinen 166 PS und 205 Nm Spitzendrehmoment flott voran zu bringen - und das gelingt ihm auch nicht schlecht. So sportlich wie es der Name suggeriert, kommt der Sportage mit ihm freilich nicht voran; doch nach etwas mehr als zehn Sekunden haben wir bereits Tempo einhundert erreicht und in der Spitze kommen wir auf 181 bis 196 Stundenkilometer. Wie schnell das SUV letztlich unterwegs sein kann, hängt davon ab, ob der Motor seine Kraft über die 6-Gang-Handschaltung oder die Sechsstufen-Automatik und per Front- oder Allradantrieb überträgt. Die Automatik kostet wie der Allradantrieb 1.500 Euro extra, unbedingt notwendig ist aber keines der beiden Extras. Die Sechststufen-Automatik verrichtet ihr Werk zwar sanft und souverän, doch sie zähmt das ohnehin nicht gerade aufbrausende Temperament des Zweiliterbenziners zusätzlich. Der Allradantrieb indessen verschafft dem Sportage auf schlüpfrigem Parkett mehr Haftung, er treibt aber auch den Verbrauch nach oben.

Und der ist sowieso schon die Achillesferse des Direkteinspritzers, denn mit 7,8 bis 8,3 Litern (182–193 g CO2/km) liegt bereits der Normverbrauch in lichten Höhen. Zum Glück kommt in der Praxis nicht mehr allzu viel hinzu: Mit dem 6-Gang-Getriebe brauchen wir im Test durchschnittlich 8,2 Liter, mit der Automatik 8,4. Sparsam kann man einen solchen Motor im Jahr 2015 trotzdem nicht nennen, er genügt deshalb auch nur der Euro-5-Abgasnorm. Der zweite Benziner, der 135 PS starke 1-6 GDI, erfüllt seit diesem Frühjahr dagegen die Euro-6-Standards.

Fahrwerk: wenn Federn endlich federn


Der kultivierte, laufruhige Vierzylinder-Benziner lädt also besonders zum entspannten Gleiten ein. Der Entspannung standen bisher allerdings die Federn des Sportage im Weg, denn sie weigerten sich unnachgiebig ihrer Arbeit nachzukommen. Im Zuge der Modellpflege hat Kia ihnen aber das Dämpfen beigebracht und das gesamte Fahrwerk ausgewogener abgestimmt. Mit einem Ford Kuga oder einem BMW X1 können sich die Fahrkünste des Sportage noch nicht messen, aber das SUV schwingt jetzt über kurzen Stößen weniger nach als zuvor; und bei hohen Kurvengeschwindigkeiten neigt der Kia nicht mehr so stark zur Seite. Insgesamt ist das Fahrverhalten des Sportage damit viel ruhiger, angenehmer und vorhersagbarer geworden. In puncto Agilität wird er seinem Namen aber nicht ganz gerecht, außerdem bremsen die mäßigen Bremsen den Sportsgeist des Fahrers ein: Knapp 40 Meter Bremsweg aus Tempo 100 sind nur Mittelmaß, vor der Modellpflege kam der Sportage wesentlich schneller zum Stehen.

Sportage: aufgewertetes Interieur, sportlicher Gepäckraum


kia sportage 2014 hintenBei der äußeren Erscheinung hingegen herrscht weitgehend Stillstand, einige kleine Veränderungen an der Nase und an den Heckschweinwerfern einmal ausgenommen. Kia hat das Facelift aber nicht vergessen, sondern einfach nach innen verlegt. Dort trumpft der Koreaner jetzt nämlich mit sicht- und fühlbar hochwertigeren Materialien (sanfte Kunststoffoberflächen am Armaturenbrett bzw. den Türverkleidungen etwa) und zeitgemäßen Infotainment- und Sicherheits-Extras auf (Bluetooth-Freisprecheinrichtung, neues LCD-Display, intelligentes Parksystem, etc.). Alles beim Alten geblieben ist hingegen beim Raumangebot. Das fällt auch im neuen Sportage durchaus großzügig aus, nur auf der Fondbank dürfte den Köpfen mehr Platz gegönnt sein. Der Mangel an Kopffreiheit scheint sich dann auch auf den Stauraum zu übertragen. Mit 465 bis 1.353 Litern ist der nämlich recht sparsam bemessen. Das belegt auch der vergleichende Blick auf die Gegner im kompakten SUV-Segment, den Platzhirsch VW Tiguan etwa (470 bis 1.510 Liter) oder Ford Kuga (456 bis 1.653 Liter) bzw. den Mazda CX-5 (503 bis 1.620 Liter). Diese drei packen dabei nicht nur mehr weg, sie lassen sich auch einfacher beladen. Hier ist der Sportage letztlich dann also ganz Sportler.

Fazit: Der neue Kia Sportage federt spürbar feiner und ruhiger als der Vorgänger, außerdem ist das SUV seit der Modellpflege deutlich hochwertiger eingerichtet. Der neu 2.0 GDI Direkteinspritzer eignet sich besonders gut für die gemäßigte Gangart, sein Verbrauch ist indes nicht der mäßigste. Der Preis hingegen wird sparsame Naturen erfreuen. Bei MeinAuto.de kostet der Kia Sportage ab 16.988 Euro, 21,3% bzw. fast 4.400 Euro weniger als beim herkömmlichen Autohändler. (nau)

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