Jaguar XF Sportbrake: Comeback bei den Kombis

09.01.2013 Alle Testberichte

Der neue Jaguar XF SportbackDeutschland ist ein Kombi-Land. Mit dem XF Sportbrake will Jaguar im Premium-Segment einen Teil des Kuchens abschneiden und die erfolglosen Zeiten des X-Type Estate vergessen machen.

Bis zur B-Säule identisch mit Limousine


Der Ableger des Ford Mondeo Turnier wurde vor drei Jahren eingestellt, doch gerade in der Zeit ist das Interesse an Kombis der oberen Mittelklasse stark angestiegen, so dass auf dem neuen Sportbrake hohe Erwartungen liegen. Rund 60 Prozent aller XF-Verkäufe sollen ab 2013 auf den Kombi entfallen.

Dieser ist bis zur B-Säule identisch mit der Limousine, dem derzeitigen Bestseller des britischen Herstellers. Erst ab dem Fond steigt die Dachlinie sanft in Richtung Heck. Die nach unten ziehenden Fenster gepaart mit einer aufsteigenden Schulterlinie sorgen für eine entsprechende optische Dynamik.

Reichlich Stauraum vorhanden


Anders als bei der Limousine stehen im XF Sportbrake 1675 Liter zum Beladen zur Verfügung. Eine nivellierende Luftfederung an der Hinterachse sorgt dafür, dass das Niveau auch unter Gewicht reguliert werden kann. Ist die hintere Reihe mit Personen besetzt, können immer noch gute 550 Liter verstaut werden – dank einer niedrigen Ladekante sogar sehr bequem.

Der neue Jaguar XF Sportback hintenTrotz des hinter der B-Säule absteigenden Daches bleibt den Insassen im Fond genügend Kopffreiheit. Und auch Beinfreiheit ist zur Genüge vorhanden. Das Cockpit des Kombis ist deckungsgleich mit dem der Limousine. Auch hier öffnen sich sehr edel nach Betätigung des Startknopfes die Lüftungsklappen und der Automatikschalter fährt hoch.

Drei Diesel zur Auswahl


Drei bereits bekannte Diesel stehen für den Sportbrake zur Verfügung – ein Zeichen dafür, dass der Kombi lediglich in Europa angeboten wird. Dabei reicht der 2,2 Liter große Vierzylinder vollkommen aus, auch wenn die 147 kW/200 PS samt Turboloch eine gewisse Sportlichkeit vermissen lassen. Der Vortrieb beginnt schwerfällig und die Motorengeräusche dringen in den Innenraum, ohne aber den Komfort zu stören.

Dank 450 Newtonmetern, die bei 2000 Umdrehungen anliegen soll der Sprint von Null auf 100 km/h innerhalb von 8,8 Sekunden erledigt sein, doch die gewisse Behäbigkeit des immerhin 1824 Kilogramm schweren Kombis vermittelt einen anderen Eindruck. Nicht nur für die Langstrecke reicht die Basisversion allemal. Bis 214 km/h kann der XF Sportbrake mithalten, wer sparsamer fährt nähert sich dem angegebenen Verbrauch von 5,1 Litern an.

Souveränes Fahrwerk


Wer den Sportbrake auch sportlich fühlen möchte, bedient sich des Sechszylinders. Der 3,0 Liter große Selbstzünder aus der Kooperation mit Ford und PSA Peugeot Citroen kann entweder mit 177 kW/ 240 PS oder als „S“-Version mit 202 kW/275 PS geordert werden. Mit dem Top-Diesel und dann 600 Newtonmetern sind bereits nach 6,6 Sekunden die 100 km/h erreicht, bei 250 km/h setzt die Elektronik ein Stoppzeichen. Trotz eines kleinen Turbolochs vermittelt der Jaguar so viel Fahrfreude, dass die angegebenen 6,2 Liter eher theoretischer Natur bleiben.

Denn das Fahrwerk des knapp fünf Meter langen Kombis passt sich den Anforderungen der Geschwindigkeit glänzend an. Jederzeit hält der Jaguar souverän die Spur und schafft den Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Und auch wenn bis zu 1850 Kilogramm Anhängelast am Haken des Kombis transportiert werden müssen, gibt es keine Abzüge in den Haltungsnoten.

Start bei 48.550 Euro


Der neue Jaguar XF Sportback KofferraumMit einem Einstiegspreis von 48.550 Euro beginnt die Kombiversion 2650 Euro später als die XF Limousine. 52.550 Euro kostet mindestens der Sechszylinder mit 240 PS. 4000 Euro teurer startet der Top-Diesel mit 275 PS, der dem Namen Sportbrake alle Ehre macht. Jaguar hat die Hausaufgaben erfüllt, um einen Teil des Kuchens zwischen Audi A6 Avant oder dem 5er BMW Touring zu erhalten.

Bei MeinAuto.de gibt es den neuen Jaguar XF Sportbrake ab einem Preis von 44.460 Euro inklusive einem Neuwagen-Rabatt von 11 Prozent. Das macht im Übrigen eine Ersparnis von 5.340 Euro.

von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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