Golf Sportsvan Sound im Test (2017): der kompakte Familienvan im Remix

17.04.2017 Alle Testberichte

Vergangenes Jahr zur Fußball-Europameisterschaft legte VW einige seiner Star-Modelle als „Allstar“-Sondermodelle auf. Bis zur nächsten EM-Endrunde müssen wir noch drei Jahren warten - die nächste Sondermodellrunde startete VW hingegen schon Anfang des Jahres. Die Fahrzeuge tragen den klangvollen Zusatztitel „Sound“. Im heutigen Test sehen wir uns an, was im Golf Sportsvan Sound so gespielt wird.

Golfs Sportsvan - eine geräumige, praktische Basis


vw-golf-sportsvan-2017-ausen-seiteDiesmal wollen wir mit den leisen Tönen beginnen, der Basis - oder um es in der Sprache der Musik auszudrücken: Zuerst kommt das Grundthema, dann die Variationen, die im fortlaufenden Crescendo bis zum Finale furioso ansteigen. Damit genug der musikalischen Fachausdrücke, hinein in den Golf Sportsvan. Den haben die Wolfsburger - anders als Anfang 2017 die VW Golf Limousine und den Golf Variant (den Kombi) - bislang noch nicht frisch renoviert. Wie beim Marktstart der siebten Generation braucht der kompakte Van offenbar mehr Zeit zu reifen. Die Modellpflege wird voraussichtlich erst Anfang 2018 auf den Markt kommen. Kurz gesagt heißt das: Die Basis des Golf Sportsvan Sound stammt aus dem Jahr 2014. Das Sondermodell hat damit dieselben Maße wie der normale Sportsvan - und auch dasselbe, ausgezeichnete Platz- und Stauraumangebot. Man sitzt im 4,34 Meter langen Van-Golf vorne wie hinten sehr bequem und unbedrängt; und man kann auch jede Menge Gepäck mitnehmen: Konkret sind es 590 bis 1.520 Liter, deutlich mehr als bei der Limousine (380 bis 1.270). Der gleichlange 2er Active Tourer kann da mit 468 bis 1.510 Litern ebenso wenig mithalten wie die zwei Zentimeter längere Mercedes B-Klasse mit 501 bis 1.456.

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Die Basis des Sondermodells lässt sich aber noch genauer definieren. Es baut letztlich auf der mittleren Ausstattungslinie „Comfortline“ auf, die durchaus bereits gut ausgestattet ist - unter anderem mit Komfortsitzen samt Lendenwirbelstützen vorne, einer asymmetrisch teilbaren und längs verschiebbaren Rückbank hinten; sowie elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln. Bei den Motoren bedient sich das „Sound“-Modell ebenfalls aus dem Grundstock der Sportsvan-Antriebspalette; allerdings offerieren die Wolfsburger nur eine Auswahl. Bei den Benzinern schaffen diese der 1.2 TSI mit 110 PS und der 1.4 TSI mit 125 und 150 PS. Bei den Dieselmotoren sorgt entweder der 1.6 TDI mit 110 PS oder der 2.0 TDI mit 150 PS für Sound im Sportsvan Sound. Es fehlen der 1.2 TSI mit 85 PS; und der nagelneue Dreizylinder-Turbobenziner 1.0 TSI mit 115 PS. Die fünf gekürten Motoren erweisen sich aber als höchst kultivierte, drehfreudige und vergleichsweise sparsame Antreiber (5,0 bis 5,5 Normliter brauchen die Benziner, 4,1 bis 4,6 Liter die Diesel).

Sportsvan Sound - Klimbim oder Musik in den Ohren?


vw-golf-sportsvan-2017-ausen-hintenSo viel zum Grundthema, jetzt zu deren Variation, sprich zu den Besonderheiten des Golf Sportsvan Sound. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, drehen sie sich weniger um den Klang - als vielmehr um das Aussehen und den Komfort. Äußerlich stechen insbesondere die „Woodstock“-16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit glanzgedrehter Oberfläche ins Auge; außerdem der zusätzliche Chromschmuck und die Nebelscheinwerfer an der Nase - und die abgedunkelten Scheiben im Fond. Innen legt der „Sound“-Sportsvan ebenfalls viel Wert auf gutes Aussehen, wie die hochwertigen Stoffbezüge, die ansehnlichen Ziernähte in „Wild Cherry“ und die die vielen edlen Zierblenden sowie die Pedale mit gebürsteten Edelstahlkappen belegen. Schön und gut, kann man jetzt sagen: Das sind allesamt sehenswerte Ergänzung. Aber sind sie für ein Familienauto letztlich nicht nebensächlich?

vw-golf-sportsvan-2017-innen-kofferraumSicher ist, dass für viele Familien die Praxistauglichkeit und der Komfort wichtiger sind. Beides bietet der Golf Sportsvan schon ab Werk reichlich an. Aber gerade beim Komfort gilt: Genug ist nicht genug. Wir jedenfalls wollen nach dem Test „Sound“-Extras wie die beheizbaren Vordersitze, die Klimaautomatik „Air Care Climatronic“ mit Allergenfilter; und das Multifunktions-Lederlenkrad nicht mehr missen. Letzteres erleichtert uns die Bedienung des Infotainment-Systems - ein Element, das in einem modernen Familienauto ebenfalls von großer Wichtigkeit ist. VW verbaut serienmäßig das umfangreich ausgestattete Radio „Composition Media“ - allerdings noch das aus dem Jahr 2016 mit einem gut 16 Zentimeter großen Touchdisplay. Die 2017er-Version mit 20-Zentimeterdisplay wird vorerst nur den modellgepflegten Golfmodellen zu Teil. Technisch sind die beiden Systeme aber identisch (8 Lautsprechern, MP3-Player, Telefonanbindung, iPhone/iPod-kompatible USB-Anschlüsse, etc.).

„Sound“-Sondermodell mit besonderen Sicherheits-Extras


Ein weiterer Teil des „Sound“-Komfortupgrades ist VWs App-Connect-Bündel (MirrorLink, AndroidAuto und AppleCarPlay). Mit ihm kann man im Handumdrehen die favorisierten Smartphone-Apps auf den Infotainment-Bildschirm bringen. Der Komfortgewinn des Sportsvan Sound beschränkt sich aber nicht nur auf den Innenraum. Auch Fahrtechnisch bietet dieser mehr Komfort. Besonders zu nennen sind die beheizten Scheibenwaschdüsen und die Scheinwerferreinigungsanlage. Was fehlt jetzt für den vollendeten Komfort noch?

vw-golf-sportsvan-2017-ausen-vorneDas Gefühl, rundum sicher zu sein. Auch in dieser Hinsicht haben die Wolfsburger ihr Sondermodell besonders gewappnet. Das Umfeldbeobachtungs-System „Front Assist“ sorgt mit dem City-Notbremsassistenten und der automatischen Distanzregelung ACC (bis Tempo 160) dafür, dass man stets den nötigen Sicherheitsabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern hat. Weitere Assistenten wie einen Spurhalte- und Totwinkel-Warner sind als Teil des optionalen Fahrassistenzpakets erhältlich. Im 1.900 Euro teuren „Sound plus“-Paket ist neben Xenon- bzw. LED-Tagfahrlichten und größeren Alufelgen zu guter Letzt auch noch ein Sound-Leckerbissen enthalten: Das Musiksystem „Dynaudio Excite“ mit 400 Watt, 10-Kanal-Verstärker, 8 Boxen und einem Subwoofer. Damit macht der Sportsvan Sound dann auch seinem Namen alle Ehre.

Technische Daten des VW Golf Sportsvan Sound:
PS-Anzahl:min. 110 PSmax. 150 PS
kW-Anzahl:min. 81 kWmax. 110 kW
Antriebsart:Frontantrieb
Getriebeart:Manuell oder DSG
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 4,1 l/100kmmax 5,5 l/100km
CO2-Emission:min. 106 g/kmmax. 127 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. B
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 26.450 Euro
Link zum Konfigurator:Hier den VW Golf Sportsvan Sound konfigurieren

Fazit zum VW Golf Sportsvan Sound Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Golf Sportsvan Sound präsentiert sich in unserem Test als interessantes Sonderangebot: Mit attraktiven Extras im Bereich Komfort, Design und Fahrsicherheit. Dazu gibt es eine Preisvorteil von bis zu 3.900 Euro und eine um drei Jahre längere Garantie. Bei MeinAuto.de startet das Sondermodell ab 21.018 Euro, das heißt 21,9% respektive fast 5.800 Euro günstiger als gelistet.

     
5 von 5 Punkten


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