Ford S-Max 2015 Test: Neuauflage des Trendsetters

11.05.2015 Alle Testberichte

Einst, im Jahr 2006, kam der Ford S-Max als Lückenbüßer auf den Markt: als Sportsvan sollte er den Abstand zwischen dem kompakten C-Max und dem riesigen Galaxy schließen. Nur wenige haben damals an einen Erfolg geglaubt, die meisten belächelten das Konzept sogar. Heute aber, heute lächelt vor allem Ford, denn mit dem sportlichen Van haben die Kölner einen Trend angestoßen. Der neue S-Max will diesen Erfolgslauf nun fortsetzten – und wir durften den Neuling jetzt testen.

Neues Modell, bewährtes Konzept, verfeinerte Ausführung


ford s-max 2015Wie einst der S-Max I darf sich dabei auch der neue wieder auf den Ford Mondeo verlassen, von ihm nämlich stammen die technischen Grundzüge. 4,79 Meter ist der neue sportliche Max somit lang, 1,92 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Diese Zahlen deuten an, dass man in Dearborn bzw. in der Tochterzentrale in Köln am grundlegenden Konzept nichts geändert hat: Die flache Karosserie ist weiterhin das Markenzeichen des S-Max, dazu gibt es eine sportlich-elegante Verpackung und reichlich Platz für bis zu sieben Personen. Reichlich ist das Platzangebot hierbei sowohl im Cockpit wie im Fond. Vorne ist der S-Max überdies  hochwertig, sorgfältig und durchaus praktisch eingerichtet (unter anderem mit vielen Ablagen) - die Übersichtlichkeit und die Reduktion aufs Wesentliche standen bei den Designer offenkundig ganz oben auf dem Menü. Garniert wird das Ganze mit einigen neuen Fahrassistenten und Multimedia-Fertigkeiten. Der Parkhelfer zirkelt den S-Max für 670 Euro jetzt längs und quer zur Fahrtrichtung millimetergenau in jede Parklücke, die LED-Scheinwerfer passen sich für 1.300 Euro der Fahrtrichtung und dem Verkehr an (blendfreies Fernlicht); und eine neue Geschwindigkeitsregelanlage drosselt das Tempo mit Hilfe der Kamera und der Karte von selbst (Serie ab der „Titanium“-Linie, 250 Euro Aufpreis in der Basisausstattung „Trend“).

Doch nicht nur vorne, sondern auch hinten im Fond ist der S-Max fein eingerichtet; und trotz der niederen Bauweise drückt der Fahrzeughimmel nicht aufs Raumgefühl. Das Fond und der Kofferraum lassen sich zudem sehr einfach den wechselnden Anforderungen anpassen. Für knapp 1.000 Euro baut Ford bspw. eine dritte Sitzreihe ein, die sich ebenso wie Reihe zwei mit Hilfe des Easy-Fold-Systems mit einem Griff umlegen lässt. Das Stauraumvolumen des Sportsvan variiert so in Windeseile zwischen 285, 985 und 2.020 Litern. Damit schleppt der S-Max zum Beispiel mehr als der VW Touran (695 bis 1.989), der Opel Zafira Tourer (710 bis 1.860) – und ähnlich viel wie der Renault Espace (680 bis 2.101 Liter).

Kraftvolle Turbobenziner, effiziente Turbodiesel


Doch nicht nur innen hat der S-Max II viel neues zu bieten, auch unter der Motorhaube sprudeln neue, frische Antriebsquellen. Der schwächere der beiden Turbobenziner, der 160 PS starke 1,5 Ecoboost-Motor, ist indes ein Altbekannter, der seine Arbeit zuverlässig und kultiviert, jedoch nicht besonders sportlich erledigt (9,9 Sekunden von 0 auf 100, 200 km/h Spitze, 6,5 Liter Normverbrauch). Der zweite Selbstzünder im Bunde, ein Zweiliter-Vierzylinder, boostet mit seinen 240 PS und 340 Nm Spitzendrehmoment den S-Max hingegen schon nach 8,4 Sekunden auf Tempo 100 und unter Vollast auf maximal 226 km/h. Bei einem Testverbrauch von gut neun Litern ist der Turbobenziner aber beileibe kein Kostverächter.

Rein vernunftorientierte Käufer werden deshalb eher zu einem der insgesamt vier Turbodiesel greifen. Das ausgewogenste Aggregat im Selbstzünder-Regal des neuen S-Max dürfte dabei der 2,0 l TDCi mit 150 PS und 350 Nm Spitzendrehmoment sein. Mit ihm drückt der sportliche Van einerseits kräftig an, wie die Standardsprintzeit von 10,8 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h belegen; andererseits bleibt der Durst des Motors mit 5 Litern nach Norm und knapp über 6 Litern während des Tests im zivilisierten Rahmen. Ein echtes Sparwunder suchen wir jedoch auch im Dieselsortiment vergebens - einen rechten Kraftmeier aber gibt es, und zwar in Gestalt des 2,0 l TDCi Biturbo mit 210 PS uns saftigen 450 Nm Maximaldrehmoment.

Der S-Max bleibt betont sportlich


ford s-max 2015 hintenErstmals stattet Ford den S-Max optional auch mit einem „intelligenten“ Allradantrieb aus. Er kostet 2.000 Euro extra und  wird im 150-PS-Diesel mit der feinen 6-Gang-Handschaltung, in der 180 PS starken Varianten indes mit Powershift-Automatik kombiniert. Die schlägt noch einmal mit 2.000 Euro zu Buche, außerdem steigt bei dieser Kombi der Normverbrauch um fast einen Liter (5,8 l statt 5,0). Die Intelligenz des Allrads liegt deshalb nicht in der Effizienz begründet, sondern in der Art, wie er die Kraft der Turbodiesel auf die Straße bringt. Doch auch ohne Allradantrieb fährt sich der neue S-Max herrlich agil und sportlich, stets begierig nach der nächsten Kurve. Zugleich aber federt der Van weiterhin sehr komfortabel, sodass die Kinder nicht einmal ansatzweise Gefahr laufen, auf der nächsten Urlaubsreise ihre neuen Zahnspangen zu verlieren.

Fazit: Von außen sieht man dem Ford S-Max den Jahrgangssprung kaum an - im Kern aber ist kaum eine Pleuelstange und ein Bedienknopf gleich geblieben. Das Ergebnis ist eine hochkomfortable, elegante und wandlungsfähige Familienkutsche, die dem Fahrer jederzeit ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Bei MeinAuto.de kostet der S-Max ab 24.431 Euro, das sind gut 6.500 Euro bzw. 21,6% weniger als beim Hersteller. (nau)

In unserem Autohaus gibt es aber noch viele andere preiswerte Vans, etwa den Opel Zafira Tourer ab 16.358 Euro und 25,9% Neuwagen Rabatt, den VW Touran ab 20.558 Euro, den Seat Altea XL oder auch den Renault Espace ab 28.296 Euro. Diese Neuwagen können Sie bei uns auch über diverse Autofinanzierungen erwerben, etwa über einen besonders niedrig verzinsten Autokredit oder ein nicht zuletzt für Gewerbekunden höchst attraktives Auto Leasing.









 
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