Ford Kuga 2013 im Test: ein guter Jahrgang?

21.02.2013 Alle Testberichte

Der neue Ford Kuga 2013 Vorne2008 stieg Ford mit dem Kuga ins boomende Segment der SUVs ein - und das mit viel Erfolg. Im März 2013 legen die Detroiter Autoschmiede nun den 2. Jahrgang des kompakten Softroaders nach. Mit neuen Motoren, überarbeitetem Design und verfeinerter bzw. erweiterter Ausstattung.

Das erste Highlight des neuen Kuga hat Ford unter der Motorhaube versteckt: Hier brennen nämlich die vielgepriesenen und mehrfach ausgezeichneten EcoBoost-Benzinmotoren ihr Feuerwerk ab.

Die EcoBoost-Aggregate im Ford Kuga haben vier Zylinder bzw. 1,6 Liter Hubraum und treiben den kompakten SUV entweder mit 150 PS und 6-Gang-Getriebe; oder mit 182 PS und 6-Gang-Automatik an. Beide Motoren ziehen mit ihren 240 Nm Drehmoment kräftig durch, wobei der schwächere den stärkeren Viertakter im Verbrauchsrennen um fast einen Liter abhängt (6,6 gegen 7,7 Liter). Das liegt zum einen an der Automatik und zum anderen daran, dass der 183 PS starke Benziner zwei Räder mehr antreiben muss.

Hinter den EcoBoost-Seriensiegern braucht sich aber auch das Dieselangebot nicht zu verstecken. Das selbstzündende und wirkungsvolle Gegenrezept ist mit Turbolader, vier Zylinder, zwei Liter Hubraum und Common-Rail-Einspritzung gewürzt. Angeboten wird es einmal mit 140 und einmal mit 163 PS.

Der neue Ford Kuga 2013 SeiteDer stärkere Diesel beschleunigt den gut 1,6 Tonnen schweren Kuga - hörbar aber nicht aufdringlich knurrend - in 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Je nach Getriebe benötigt er dafür laut Ford 5,9 bis 6,2 Liter im Drittelmix (CO2-Ausstoß 154 bis 162 g/km).

Zur Getriebewahl stehen - wie auch beim kleineren Diesel - die 6-Gang-Handschaltung und die nagelneue "PowerShift"-Automatik. Sie wechselt die Gänge ohne Unterbrechung des Vortriebs und kann über den Schaltknauf optional auch von Hand bedient werden.

Sportlich und komfortabel abgestimmt


Noch agiler und sportlicher als die Motoren fühlt sich das Handling des Kuga 2013 an. Hier ist Ford wieder einmal das Kunststück gelungen, eine straffe Abstimmung mit hohem Federungs-Komfort zu kombinieren. Das spürbare mehr an Agilität verdankt der Kuga aber auch der neuen elektro-mechanischen Lenkung, die wunderbar direkt einlenkt; und dem überarbeiteten Allradantrieb, der das Drehmoment jetzt gezielt nicht nur auf die Achsen, sondern auf alle vier Räder verteilt. Dieserart kommt gerade auf kurvenreichen Straßen viel Fahrspaß auf, so viel, dass sich der Fahrer hin und wieder ein paar PS mehr wünschen würde.

Design verfeinert, Platzangebot erweitert


Der neue Ford Kuga 2013 CockpitIn puncto Optik hat Ford das "kinetic Design" des Vorgängers zwar in seinen dynamischen Grundzügen fortgeführt, vor allem an der Front aber noch einmal verfeinert. Die Motorhaube ist stärker konturiert und der Kühlergrill an den Seiten von zwei zusätzlichen Lufteinlässen mit integrierten Scheinwerfern flankiert. Dass der kompakte Softroader aus Detroit insgesamt um gute 8 cm in der Länge gewachsen ist, sieht man dem Design dabei nicht an.

Anders ist das im Innen- und Kofferraum, wo sich der Zuwachs sehr wohl bemerkbar macht. Im Stauraum lässt sich der Zugewinn auch exakt beziffern, auf 46 Liter. Der Kofferraum fasst jetzt zwischen 481 und 1.653 Liter und ist dank des verbesserten Klappmechanismus der Rückbank einfacher an die momentanen Ladeansprüche anzupassen. Schade ist nur, dass es die zweigeteilte Heckklappe nicht in die 2. Generation geschafft hat.

Der Längenzuwachs hat - trotz des unveränderten Radstandes - aber auch im Innenraum mehr Platz geschaffen. Gerade auf der Rückbank bietet der Crossover nun das, was der Vorgänger vermissen ließ: nämlich ausreichend Beinfreiheit.

Im Cockpit geht der zusätzliche Platz durch die üppig dimensionierte Mittelkonsole jedoch - wenigstens subjektiv - wieder verloren. Insgesamt ist der überarbeitete Führerstand nun hochwertiger, wirklich übersichtlicher ist er aber nicht geworden. Das gilt etwa auch für die optionale Audio-Navi-Kombi, die zwar mit einer Sprachsteuerung und vielen Anschlüssen aufwarten kann; der Touchscreen ist aber kleiner und unübersichtlicher als der im Vorgänger.

Erhöhte Sicherheit, gefallener Preis


Der neue Ford Kuga 2013 HintenIm Innenraum des Ford Kuga ist demnach nicht alles Gold, was da so glänzt. Beim Thema Sicherheit wird der Kuga allerdings ohne weiteres jedem Gold-Standard gerecht. Im Euro NCAP Crashtest 2012 beeindruckte er mit 5-Sternen und 94 bzw. 86% der möglichen Punkte im Erwachsenen- und im Kinderschutz. Bei der Sicherheitsausstattung legte der Kuga dann - dank einer Fülle an Assistenzsystemen, vom "Intelligenten Sicherheits-System (IPS)" bis hin zum Notbremsassistenten und Müdigkeitswarner - mit der vollen Punktzahl sogar noch einen drauf.

Viel Neues und Praktisches ist also hinzugekommen beim Ford Kuga 2013 - preislich aber hat das kompakte SUV trotzdem abgespeckt. Über MeinAuto.de gibt es ihn schon ab 21.500 Euro und mit bis zu 24,5% Rabatt. (nau)

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