Fiat Panda im Test (2017): der kleine Klassiker & das Facelift

26.01.2017 Alle Testberichte

Der Fiat Panda darf getrost als Klassiker bezeichnet werden. Seit über 40 Jahren mischt der kleine Turiner erfolgreich im Geschäft der Klein- und Kleinstwagen mit, seit 2012 konkret in Form der dritten Generation. Damit ein Klassiker aber ein gefragter Klassiker bleibt, muss er gepflegt werden. Fiat spendiert dem Panda Anfang 2017 deshalb eine Modellpflege. Wie sich das aktualisierte Modell fährt, klären wir im Test.

Panda Modellpflege: Konzentration auf innere Werte


fiat-panda-2017-ausen-vorne-dynamischDass man einen Klassiker pflegt, versteht sich wie gesagt von selbst. Ebenso klar ist, dass bei der Pflege Vorsicht geboten ist. Sonst läuft der Klassiker Gefahr, seinen Status zu verlieren. Fiat hat sich das bei der Modellpflege des Panda zu Herzen genommen. Das goldige Design des Kleinen ließen die Turiner komplett unangetastet; Hand wurde nur ans Felgendesign gelegt. Bei den 14-Zoll-Stahlfelgen der beiden Basismodelle "Pop" und "Easy" betrifft die Änderung die Radkappen. Tiefer geht der Wandel bei den drei höherwertigen Ausstattungen: Hier wurde das gesamte Erscheinungsbild der 15-Zoll-Leichtmetallfelgen aufgefrischt. Serienmäßig glänzen diese im Silber-Finish, als Option sind brünierte Radkränze erhältlich. Darüber hinaus sorgen auch die Lackierer für frischen Glanz: Sie werfen zwei neue Lackfarben in den Angebotstopf. Wer cooles Understatement liebt, der kann den Panda jetzt in der Metallic-Farbe "Colosseo Grau" lackieren lassen. Leidenschaftliche Naturen werden eher zum neuen Pastellton "Amore Rot" greifen. Insgesamt stehen zehn verschiedene Außenlack-Farben zur Wahl.

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fiat-panda-2017-sitzeAußen ist die Modellpflege damit abgeschlossen. Wir können also zum Innenraum übergehen und uns hinters Lenkrad schwingen. Platz haben wir im weiter 3,65 Meter langen Panda immer noch reichlich. Neu ist, dass wir im Testwagen mit der "Lounge"-Ausstattung in ein Lederlenkrad mit Doppelspeichen-Design greifen. In den Genuss der besser ablesbaren Instrumente und der frisch gemusterten Sitzbezüge kommen 2017 indessen alle Panda-Neukunden. Allen Panda-Modellen gemeinsam ist außerdem, dass das Platzangebot im Fond für Köpfe und Ellbogen großzügige, für die Knie jedoch recht knapp bemessen ist. Das Stauraumvolumen des Kofferraums verdient sich indes das Prädikat ansprechend: 225 bis 870 Liter bringt der kleine Fiat unter. Der 3,55 Meter lange VW up! verstaut im Heck 251 bis 959 Liter, der 3,67 Meter lange Hyundai i10 sogar 252 bis 1.046. Flexibel wird der Stauraum im Panda leider erst nach einer Aufzahlung von 500 Euro. Mit dem "Flex-Paket 3" klappen die Rücksitzlehen asymmetrisch und der Beifahrersitz zum Tisch um. Für die mit gut 15 Zentimetern recht hohe innere Ladekante gibt es leider keinen derartigen Klappmechanismus.

Neues Infotainment, bewährte Motoren


fiat-panda-2017-handy-halterDer Neuerungsreigen im Innenraum ist damit aber noch nicht zu Ende. Nächster Kandidat, das Unterhaltungs-, Verzeihung, Infotainmentsystem. Denn selbst ein Klassiker sieht heutzutage schnell alt aus, wenn er kein zeitgemäßes Infotainment-System an Bord hat - und an eben dem hat es dem Panda bisher gemangelt. Die Turiner haben sich selbst an den Entwicklertisch gesetzt und das neue System "Uconnect" hervorgebracht. Über dessen "Panda Uconnect"-App lassen sich Smartphones nun problemlos koppeln. Diese fungierten gleichzeitig als Touchscreen, über den sich die wichtigsten Funktionen steuern lassen - nicht unwesentlich, da dem System ein eigener Touchscreen fehlt. Das neue Uconnect-System kann für 400 Euro ab der "Easy"-Linie geordert werden; ab Werk kommt es in der "Lounge"-Ausstattung zum Einsatz. In der Basis-Version "Pop" wird man es indessen vergeblich suchen, ebenso wie ein normales Radio.

An dieser Stelle endet die Pflege des Panda 2017. Das heißt zum einen. Der Innenraum ist nach wie vor sorgfältig aber nicht besonders edel eingerichtet; und zum anderen: Aus dem Motorenraum können wir keine neuen Töne vernehmen. Hier hat Fiat Ende 2015 zuletzt nachgebessert, namentlich mit dem neuen Vierzylinder-Diesel 1.3 16 V Multijet. Der leistet seither 95 statt 75 PS und 200 anstelle von 190 Nm - ein Leistungszuwachs, der dem kleinen Bären aus Italien gut getan hat. Denn er fährt sich in der City nun spürbar lebendiger und - dank einer Höchstgeschwindigkeit von gut 180 km/h (vorher weniger als 170) - auf der Autobahn viel gelassener. Leider wird es jenseits der 130 km/h recht laut. Das liegt aber weniger am Motor als vielmehr an der mäßigen Geräuschdämmung. Der Verbrauch des Diesels ist übrigens leicht gesunken, von 3,9 auf 3,6 Liter (94 g CO2) nach Norm und 5,2 auf 4,9 Liter im Testmittel.

Panda: gutmütig und meist komfortabel


fiat-panda-2017-ausen-vorneAngeboten wird der Diesel ab der bereits mehrfach erwähnten "Lounge"-Linie. In der stehen - bis auf die 90 PS-Variante des Zweizylinder-Saugrohr-Turbos 0.9 TwinAir - alle Motoren zur Auswahl. Neben dem recht zaghaften Vierzylindersauger 1.2 8V mit 69 PS - dem einzigen Motor der Basisversionen "Pop" und "Easy" - sind das der Turbo 0.9 TwinAir mit 95 PS; und der 0.9-TwinAir in der Benzin-Erdgasvariante (90/85 PS). Beiden Versionen haucht ein Turbolader mehr Leistung ein, sodass der Panda mit ihnen ähnlich flott vom Fleck kommt wie mit dem Diesel. Der Verbrauch liegt mit 4,2 bzw. 4,5 Litern nach NEFZ-Norm aber etwas über diesem (95 bzw. 85g).

Zum Schluss noch ein Wort zum Fahrverhalten. Der Panda präsentiert sich im Jahr 2017 weiter als ausgewogen gefederter Kleinwagen. Nur Kopfsteinpflaster mag er nicht - da bekommt der Turiner leichten Schüttelfrost. Trotz der weichen Lenkung fährt er sich aber stabil und gut vorhersagbar. Die Bremsen dürften jedoch kräftiger zupacken (38,5 Meter Bremsweg aus Tempo 100). In puncto passiver Sicherheit weiß der Fiat auch zu überzeugen. Die aktive Sicherheitsausstattung ist hingegen sehr dünn, lediglich ein City-Notbremsassistent ist optional verfügbar.

Fazit zum Fiat Panda Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Fiat Panda zeigt sich 2017 vor allem im Innenraum wesentlich verbessert. Fiat hat sowohl die Optik wie die Technik aktualisiert. Sonst hat sich beim kleinen Italiener wenig getan - auch beim Preis. Bei MeinAuto.de gibt es ihn ab 7.881 Euro, 27% bzw. fast 2.700 Euro günstiger als beim Autohändler um die Ecke.

     
4 von 5 Punkten


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