Citroen C1, Hyundai i10, Fiat Panda & Skoda Citigo Test: vier Kleine ganz groß?

22.08.2014 Alle Testberichte

Vier ist die Zahl der Elemente, der Himmelsrichtungen - und die Zahl dieses Tests. Wir haben nämlich vier viertürige Kleinwagen zu einem ausführlichen Vergleich gebeten, die alle zu einem vierstelligen Basispreis angeboten werden. Es sind dies der Citroen C1, der Fiat Panda, der Hyundai i10 und der Skoda Citigo.

Fiat Panda: das Kuscheltier


kleinwagen vergleich test 2014Beginnen wir mit dem Klassiker im Testquartett, dem Fiat Panda. Er ist der einzige, der die Vierzahl konsequent durchhält: denn nur unter seiner niedlichen Motorhaube pocht ein Vierzylinder-Benziner, was sich in einer besonders laufruhigen Gangart bemerkbar macht. Dank des höchsten Drehmoments (102 Nm bei 3.000 Touren) sorgt der 1.2 8V aber auch für ausreichend Schub - und das obwohl er als einziger mehr als eine Tonne zu schleppen hat. 14,9 Sekunden messen wir für den Sprint auf Tempo 100 und beim Durchzug im 5. Gang von 80 auf 120 km/h muss er sich mit 28 Sekunden nur dem Dreizylinder des Citigo geschlagen geben; beim Verbrauch indessen fährt der Panda mit 6,7 Liter im Testschnitt hinterher. Auch im Innenraum liefert der Panda dann ambivalente Testergebnisse. Auf der einen Seite bietet er mit einer verschiebbaren, zweigeteilten Fondbank (450 Euro Aufpreis) viel Variabilität, dank einer hohen Sitzpositionen eine ausgezeichnete Rundumsicht; und mit 225 bis 870 Litern auch genügend Transportvolumen. Auf der anderen Seite patzt er beim Fahrkomfort mit mangelhaft gepolsterten Sitzen, einer ausgeprägten Stuckerneigung, und bei der Fahrsicherheit mit mäßigen Bremsen.

Citroen C1: ein bunter & sparsamer Vogel


So muss der kleine Panda der Jugend den Vortritt lassen, etwa dem nagelneuen Citroen C1. Der tritt mit einem überarbeiteten 3-Zylinder-Aggregat an, das 69 PS und 95 Nm Spitzendrehmoment leistet. Der Sauger ist dabei besonders sparsam ausgelegt, trotzdem fährt er sich recht agil und drehfreudig. Erst bei der Elastizität lähmt das überlange Getriebe den Vorwärtsdrang des weniger als 900 Kilogramm schweren C1. Mit mehr als 30 Sekunden braucht er hier fast 6 Sekunden länger als der Durchzugsmeister Citigo. Dafür aber darf sich der kleine Franzose als Sparmeister rühmen: mit 6,2 Litern im Testmittel liegt er knapp vor dem Hyundai und dem Skoda.

Ganz hinten hingegen liegt der C1 bei der Größe, ist er doch mit Abstand der kleinste Kleine im Test und zehn bis 20 Zentimeter kürzer als der Rest. Das muss sich naturgemäß beim Platzangebot auswirken, doch überraschenderweise halten sich die negativen Auswirkungen in Grenzen: Nur auf der Rückbank heißt es für Erwachsene: Kopf einziehen; und bei der Gepäckmitnahme wegen des nur 196 bis 780 Liter großen Laderaums abspecken. Dabei könnte das rundum verbesserte, wendige und komfortabel gefederte Fahrwerk locker mehr ertragen.

Skoda Citigo: Solidität macht auch Spaß


Apropos mehr: Mehr bietet unser nächster Testkandidat vor allem beim Motor, denn mit dem 75 PS und 95 Nm starken Einliter-Dreizylinder verfügt der Citigo über das spritzigste Triebwerk im Test (14,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h), das auch den besten Durchzug liefert: 25 Sekunden für den Zwischensprint von 80 auf 120 km/h sind um 3 Sekunden schneller als der nächste Kontrahent. All das schafft der Benziner, ohne zu tief in den 35-Liter-Tank zu blicken. Während unseres Tests gönnt er sich bspw. mit 6,3 Litern nur einen Zehntelliter mehr als der C1.

Insgesamt kommt der Citigo aber weniger bunt daher als dieser, dafür aber gediegen und grundsolide. Das gilt etwa für das zuverlässig ausbalancierte und gut gedämpfte Fahrwerk, die bequemen Sitzmöbel und das sehr gute Platzangebot - sowohl vorne, hinten und im Kofferraum (251 - 929 Liter). Die enge Verwandtschaft mit dem VW up ist auch bei der sehr guten Verarbeitung spürbar, die nur hier und da kleine Schönheitsfehler aufweist.

Hyundai i10 - der souveräne Grenzgänger


kleinwagen vergleich test 2014 hintenKleine Fehler hat auch der Hyundai i10, aber auch bei ihm sind dünn gesät, insbesondere im Innenraum sucht man sie vergeblich. Die Sitze sind ausgesprochen bequem, das Platzangebot erinnert eher an einen Kompaktklassler - und auch Variabilität bzw. Kofferraumvolumen sind ungewöhnlich großzügig. So klappen bei den Rücksitzen sowohl die Sitzflächen wie die Lehnen um und der Kofferraum nimmt 252 bis 1.046 Liter auf. Damit ist der i10 der einzige der vierstellig anschreibt, lediglich die recht schmale Hecklucke und die hohe Ladekante stören bei Beladen. Das macht der kleine Hyundai jedoch umgehend mit seiner komfortablen und zugleich agilen Abstimmung wieder gut. Einzig der 67 PS starke Dreizylinder zählt nicht zur Elite des Testvierers. Dazu ist der leise Einliterbenziner zu träge und zu durchzugsschwach: Mit 16 respektive 28 Sekunden landet er bei diesen Übungen nur an letzter bzw. vorletzter Stelle, dafür aber ist er mit 6,4 Litern im Testschnitt recht sparsam.

Testfazit: Und welcher der vier Kleinwagen hat den Vergleich nun gewonnen? Für uns gehen der Hyundai i10 und der Skoda Citigo ex aequo durchs Ziel, dicht gefolgt vom Citroen C1 und dem Fiat Panda. Bei den Preisen profitieren jedoch alle von den hohen Rabatten bei MeinAuto.de. Am günstigsten sind mit einem Listenpreis ab 8.890 Euro der Citroen C1 und der Skoda Citigo, wobei es für den ersteren 21 bis 27,75% und den letzteren bis zu 24,3% Rabatt gibt. Der Fiat Panda kostet ab 9.490 Euro, abzüglich 14,2 bis 27%; und der Hundai i10 ab 9.950 Euro, wobei wir bei ihm zwischen 13,8 und 26,5% Neuwagen Rabatt bieten können. (nau)

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