BMW X6 (2015) Test: gelungene Neuauflage des Vorreiters?

20.01.2015 Alle Testberichte

Im Jahr 2007, als BMW erstmals den X6 und mit ihm das Konzept des Coupé-SUVs vorgestellt hat, da haben nicht wenige den Kopf geschüttelt. Acht Jahre später sind die Unkenrufe verstummt und immer mehr Hersteller eifern dem Münchner Vorbild nach. BMW schiebt derweilen selbstbewusst den zweiten X6-Spross nach. Wir dürften diesen mit dem knapp 260 PS starken Dreiliter-Turbodiesel testen. Ein Fahrbericht.

30d: mehr Leistung & und weniger Verbrauch


bmw x6 2015 testDer Sechszylinder-Selbstzünder, der unter der Haube rackert, soll dabei das erste Wort haben. Der Dreiliterturbodiesel klingt voll und herzhaft, läuft allerdings auch unter Last sehr kultiviert. Letztlich ist er aber vor allem eines, nämlich ausgesprochen kraftvoll und durchzugsstark. BMW hat dabei für die zweite X6-Generation aus den sechs Zylindern noch ein wenig mehr Leistung herausgeholt, sodass der Turbodiesel jetzt 258 PS und 560 Nm Spitzendrehmoment produziert: gut 10 PS bzw. 20 Nm mehr als der Vorgänger. Außerdem legt der neue Dreiliterdiesel sein maximales Drehmoment noch früher an, nämlich bereits ab 1.500 Touren. Die Früchte dieser Verbesserungen erntet der Fahrer bei jedem Gasstoß, der 30d schiebt in jedem Drehzahlbereich mit unmissverständlichem Nachdruck an - stets kongenial unterstützt vom brillanten Achtgang-Automatikgetriebe. Trotz seiner 2.140 Kilo spurtet der X6 deshalb so hastig los wie ein kleiner Sportwagen: den Hunderter haben wir bspw. bereits nach 6,7 Sekunden geknackt (7,5 Sekunden benötigte dafür der Alte) - und nach 13,6 Sekunden eilen wir mit 140 km/h über die Autobahn; Schluss ist mit der Hatz bei Tempo 230.

Wer mit dem X6 noch flotter unterwegs sein will, der kann übrigens weiterhin aus dem Vollen schöpfen; der 30d ist nämlich der schwächste Motor im Sortiment. Mit dem 4,4 Liter großen Achtzylinder-Turbobenziner schafft der X6 den 0-100-Sprint zum Beispiel in 4,8 Sekunden, also fast so schnell wie ein Porsche 911 Carrera S.

X6 trotz vieler Pfunde sehr agil


Doch zurück zum 30d, denn der hat nicht nur in Bezug auf die Leistung, sondern auch auf die Effizienz einen großen Fortschritt gemacht. So konnte der Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern und 195 Gramm auf 6 Liter und 159 Gramm Kohlendioxidausstoß gesenkt werden. Im Testmittel waren es allerdings fast 11 Liter: Das ist natürlich immer noch ein unverschämt hoher Verbrauch, aber immerhin konnte BMW die Effizienz um rund 20% steigern. Möglich wurde das durch eine deutliche Verringerung des Luftwiderstandes - der cw-Wert wurde auf 0,32 gesenkt - und eine Reduktion des Gewichts (der X6 30d wiegt jetzt 10 Kilo weniger als zuvor).

Trotz des Gewichtsverlustes ist der X6 natürlich immer noch ein ordentlicher Klotz, ein Klotz aber, der sich fast so leichtfüßig bewegt wie eine Bergziege. Verantwortlich dafür sind die besonders exakt arbeitende Servolenkung, der blitzschnell reagierende Allradantrieb, der stets für optimalen Halt sorgt - und eine Armada an elektronischen Agilitätsassistenten, vom aktiven Kraftverteiler hinten bis hin zum ausgefuchsten Wankstabilisator. Bei aller Konzentration auf eine hohe Fahrdynamik haben BMWs-Ingenieure aber nicht auf Langestreckenkomfort und Sicherheit vergessen. Für letztere sorgen die guten Bremsen, die das SUV aus Tempo 100 nach knapp 36 Metern zum Stillstand bringen; und das ebenso vielfältig wie hochwertig bestückte Angebot an Sicherheitsassistenten. Serienmäßig ist der X6 dabei mit dem Sicherheitspaket "Driving Assistant" ausgestattet (Spurhalte- und Auffahrwarner), gegen Aufpreis lassen sich unter anderem auch ein Head-up Display, LED-Scheinwerfer, ein Parkassistent und ein Nachtsichtsystem nachrüsten.

Schnittigeres Design & feinere Verarbeitung


bmw x6 2015 cockpit testBeobachtet und gesteuert wird die Arbeit der Assistenten wie bisher über den großen, hochauflösenden Bildschirm an der Mittelkonsole, dem Zentrum des Multimediasystems. Das weiß auch in der neuesten Generation rundum zu überzeugen, ebenso wie die Materialqualität und die neuen Instrumente im Innenraum. Auch das Platzangebot ist weiterhin sehr großzügig, wobei BMW im Kofferraum sogar noch ein wenig mehr Platz schaffen konnte: 580 bis 1.525 und damit 75 Liter mehr als bisher packt der X6 jetzt weg; ähnlich viel also wie ein Audi SQ5 mit 540 bis 1.560 Litern, allerdings etwas weniger als ein Range Rover Sport mit 489 bis 1.789 Litern. Beim Beladen gestört hat uns übrigens die recht hohe Ladekante, weshalb wir die Nutzlast von 715 Kilogramm im Test nie ganz ausgeschöpft haben.

Fazit: BMW hat in die zweite Generation des X6 zahlreiche Verbesserungen gepackt. Die Motorleistung ist gestiegen, der Verbrauch markant gesunken; außerdem wurde die Optik nachgeschärft, der Innenraum weiter aufgewertet und das Handling stark verbessert. Will die Konkurrenz den Vorreiter einholen, muss sie also noch einmal kräftig nachlegen. Der nagelneue BMW X6 wird dabei in Kürze verfügbar sein, bei MeinAuto.de wie gewohnt mit satten Rabatten auf den Herstellerpreis, der beim X6 30d bei 65.650 Euro liegt. (nau)

Schon jetzt bestellbar sind in unserem Autohaus aber die edlen SUV vieler anderer Hersteller, so etwa die Mercedes M-Klasse ab 52.382 Euro und gut 8% Preisnachlass, der Land Rover Range Rover Sport ab 54.129 Euro und 12% und der Audi SQ5 ab 52.585 Euro und gut 13,9% Neuwagen Rabatt.

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