BMW X3 III im Test (2017): ist der dritte X3 wieder vorne dabei?

07.11.2017 Alle Testberichte

Mit dem X3 war BMW 2004 einer der ersten Hersteller, der den Weg des - heute höchst erfolgreichen - SUV-Downsizings beschritt. Noch wichtiger: Man war Audi und Mercedes einen Schritt voraus. Mittlerweile hinkt der X3 den Erz-Konkurrenten in Bezug auf die Verkaufszahlen aber hinterher. Zu allem Überdruss machen sich noch Neulinge wie der Skoda Kodiaq im Segment breit. Höchste Zeit für einen Münchner Konter. Ob BMW mit der dritten X3-Generation wieder an die Spitze stürmt? Wir haben es getestet:

Generation 3: dezente Designänderungen & viel Platzgewinn


bmw-x3-2018-ausen-vorneDass in München gewiefte Taktiker sitzen, davon wissen die Gegner Bayern Münchens ein Lied zu singen. Die Bayrischen Motoren Werke haben sich, so scheint es, von ihren Landsleuten inspirieren lassen. Der neue BMW X3 setzt seinen Konter gut getarnt an. Anders als der letzte Baureihensprung 2010 ist der jetzige nicht unmittelbar erkennbar. Natürlich ist der X3 III gewachsen und komplett neu aufgebaut. Die Änderungen fallen jedoch erst auf den zweiten Blick auf. Am Heck reichen die LED-Rücklichter weiter ins Zentrum. An der Front treten die Scheinwerfer schmaler und die Doppelniere kräftiger auf. Das Blechkleide spielt ringsum verspielter mit dem Licht. Kurzum: Der X3 wirkt athletischer und zugleich eleganter. Ein Clou dieser Design-Evolution ist: Sie zieht Neukunden an, verstößt die alten aber nicht sofort, denn ihr SUV gehört nicht mit einem Augenschlag zum Alteisen. Der zweite Clou: Beide Kundengruppen finden in der dritten Generation trotzdem genug Mehrwert, der sie zum Kaufen anreizt. Der neue X3 wiegt gut einen Zentner weniger als der Vorgänger; außerdem schneidet er die Luft bedeutend besser. Der cw-Wert konnte von 0,34 auf 0,29 gedrückt werden. Ob und wie sich das auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt, erörtern wir in Kürze.

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bmw-x3-2018-innen-cockpitZuvor wollen wir uns einem weiteren Zugewinn der dritten Generation widmen: Der X3 III bietet seinen Fahrgästen auch mehr Platz. Der Platzzuwachs geht vor allem auf das Konto des um fünf Zentimeter gewachsenen Radstands, der das SUV auch fünf Zentimeter länger werden lässt. 4,71 Meter misst der X3 III in der Länge; 2,86 Meter sein Radstand. Damit ist er länger als der GLC respektive der Q5 - und auch beim Radstand auf Mercedes-Niveau. Das wichtigste aber ist: Ob vorne oder hinten im Fond, im X3 sitzen wir so bequem und großzügig wie in der Lounge eines Luxus-Hotels. Das liegt auch daran, dass BMW den Innenraum weiter aufgewertet hat. Pate standen dabei der 5er, aber auch der 7er BMW. Wie edel, modern und teuer das Interieur ausgestaltet wird, entscheidet der Kunde selbst durch die Wahl einer der 5 neuen Ausstattungslinien. Neben der Grundausstattung sind dies die Linien "Advantage", "xLine", "Luxury Line" und "M Sport".

X3 2017: dynamisch praktisch, praktisch dynamisch


bmw-x3-2018-innen-sitze-rueckbankAllen fünf X3-Variationen gemeinsam ist stets ein Sinn fürs Praktische. Den ist man von BMW nicht unbedingt gewohnt. Im Fond bauen die Münchner bspw. ab Werk eine Sitzbank mit drei Einzelsitzen ein. Deren Lehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen und in ihrer Neigung individuell einstellen. Reisen nur zwei Fondpassagiere mit, können sie die Mittellehne zur komfortablen Mittelkonsole umfunktionieren. Umlegen lassen sich die Lehnen selbstredende auch - dank eines überarbeiteten Fernentriegelungs-Mechanismus einfacher als bisher. Das Umlegen aller Sitzlehnen erweitert das 550 Liter große Basiskofferraumvolumen auf 1.600 Liter. Der Stauraum ist damit genauso groß wie bisher, so groß wie der des GLC: und etwas größer als der des Q5 (550 bis 1.550 Liter). Dadurch, dass er weniger verwinkelt ist, lässt sich das verfügbare Volumen aber besser nutzen. Auch das praktisch im Kofferraumboden zu verstauende Gepäckraumrollo erhöht den Nutzwert, was unweigerlich die Frage aufwirft: Ist der X3 zu einem schlichten Lastkahn mutiert? Nein, denn er kann auch anders, sportlich-dynamisch etwa.

bmw-x3-2018-innen-kofferraumDiese Eigenschaft verdankt er einerseits der neuen Motorenriege. Zum Marktstart bietet BMW fünf Aggregate an, namentlich zwei Benziner, zwei Diesel und - erstmals für den X3 -  auch ein Motoren-Monster aus den Hallen der BMW-M-GmbH. Der Dreiliter-Sechszylinderbenziner M40i brummt mit saftigen 360 PS und 500 Nm vor sich hin (Kraftstoffverbrauch: 8,4 Liter auf 100 km, 193 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Nicht jeder aber muss mit dem X3 unbedingt unter 5 Sekunden von null auf hundert Stundenkilometer beschleunigen. Zum Glück besteht das restliche Antriebsquartett ebenfalls aus recht lebhaften Gesellen. Der xDrive20i-Benziner beschleunigt das gut 1,8 Tonnen schwere SUV mit 184 PS z.B. in 8,3 Sekunden von 0 auf 100; und in der Spitze auf 215 km/h (Kraftstoffverbrauch: 7,2 Liter auf 100 km, 165 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Der xDrive30i schafft es dank 252 PS zwei Sekunden und 25 Stundenkilometer schneller (Kraftstoffverbrauch: 7,2 Liter auf 100 km, 168 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Beide Benziner sind direkt eingespritzte Reihenvierzylinder mit Turbolader und zwei Litern Hubraum. Beide koppelt BMW jetzt außerdem fix an den Allrad „xDrive“ und die Achtgang-Automatik.

Der X3 als Komfort- und Kurven-Guru


bmw-x3-2018-ausen-seiteDieses Duo ist auch für die Kraftverteilung der beiden Dieselmotoren verantwortlich: Zum einen den xDrive20d - ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 190 PS (Kraftstoffverbrauch: 5,4 Liter auf 100 km, 142 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A). Und zum anderen den Sechszylinder-Dreiliter-Diesel xDrive30d, der 265 PS und 620 Nm auf die Kurbel stemmt  (Kraftstoffverbrauch: 6,0 Liter auf 100 km, 158 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Die Selbstzünder treiben den X3 eine Spur dynamischer an als die fast gleichstarken Benziner – und außerdem deutlich sparsamer. Aber ist der neue BMW auch sparsamer als der alte, wie es die schnittigere Karosserie anzudeuten schien? Weder die Norm- noch die Realverbräuche legen das im ersten Test nahe. Zum direkten Vergleich eignen sich der 20i und der 20d, die bereits den Vorgänger angetrieben haben. Sie verbrauchen, wenn überhaupt, im neuen Modell etwas mehr. Umso wichtiger wäre es, eine Alternative im Antriebsregal zu haben, z.B. einen Plug-in-Hybrid wie im X5. Vor 2019 wird es eine solche allerdings nicht geben.

bmw-x3-2018-ausen-hintenDer Makel feiert im neuen X3 jedoch nur ein kurzes Gastspiel. Schon nach wenigen Kurven hat er bei uns alle Gedanken an eine Antriebsalternative vertrieben. So spielerisch biegt kein anderes SUV dieser Klasse ums Eck. Trotzdem rollt und federt es sanft und gelassen über Stock und Stein - selbst im Gelände bewegt sich der Bayern geschickt voran. Damit fehlt uns noch das Kapitel "Elektronik" - bekanntermaßen ein Heimspiel für BMW. Nicht anders ist es im neuen X3, der von seinen großen Brüdern das teilautonome Fahren erlernt hat. Die einschlägigen Systeme "Driving Assistant" und "Driving Assistant Plus" wechseln bzw. halten die Spur und verhindern Auffahrunfälle fast von alleine. Dass sie extra kosten, gehört bei BMW längst zum guten Ton. Dass der - konkret das Harman Kardon Surround System - ebenso aufpreispflichtig ist wie die neue Apple CarPlay-Vorbereitung versteht sich von selbst. Dem Glanz des neuen X3 kann beides nichts anhaben.


Technische Daten des BMW X3:
PS-Anzahl:min. 184 PSmax. 360 PS
kW-Anzahl:min. 135 kWmax. 360 kW
Antriebsart:4x4 Allradantrieb
Getriebeart:Automatik
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 5,0 l/100kmmax 8,2 l/100km
CO2-Emission:min. 132 g/kmmax. 188 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. D
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 44.000 Euro
Stand der Daten:07.11.2017

Konkurrenzmodelle


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Fazit zum BMW X3 Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Ob Platzangebot, Fahrdynamik, Interieur oder Fahrassistenzsysteme - der neue BMW X3 bringt alle Anlagen mit, um im Segment der "kleinen" Luxus-SUVs wieder ganz vorne mitzumischen. Das einzige, was derzeit noch fehlt, ist ein alternativer Antrieb. Aber der soll 2019 kommen. Bei MeinAuto.de gibt es das nagelneue BMW-SUV schon jetzt ab 38.630 Euro, das liegt 14,0% oder umgerechnet fast 6.200 unter dem Listenpreis.

     
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