BMW 4er Cabrio Test: ein durch und durch gelungenes Zahlenspiel

29.04.2014 Alle Testberichte

Es strahlt in diesen Tagen mit der Frühlingssonne um die Wette, das nagelneue 4er Coupé Cabriolet. Seit Anfang März ist der Nachfolger des 3er Cabrios auf dem Markt und sorgt für viel Wind. Ob der Wirbel um den neuen BMW Roadster mehr als heiße Luft ist, wird unser Test zeigen.

Altes Dach - neues Cabrio


bmw 4er cabrio dach einklappenSeit den ersten grauen Herbstwochen haben wir diesen Testtag herbeigesehnt und die Sehnsucht ist während des milden Winters nicht erloschen. Schade, dass das neue 4er Cabriolet damals noch nicht bereit war. Doch gut Ding will Weile haben - und deshalb wollen wir uns dem Roadster auch ganz gemächlich nähern.

Wir beginnen dort, wo auch BMW begonnen hat, beim vom 3er übernommenen Dach. Um das dreiteilige Klapptop aus purem Blech herum wurde das Vierer nämlich konstruiert - ein für ein Cabrio nur auf den ersten Blick widersprüchliches Unterfangen. Denn mangelt es an der Integration des variablen Dachs, mangelt es an allen Ecken und Kanten. Am Ende hat sich BMW dann für ein Metalltop entschieden, das in der Grundkonstruktion weiterhin von der Webasto Gruppe gefertigt wird, einem renommierten Zulieferer von Cabrio-Dächern aus Stockdorf bei München. Im Bayrischen Motoren Werk wird das Metalldach dann sorgfältig in die Karosserie des 4er Cabrios eingepasst. Hochwertigere Dichtungen und kleinere Fugen sollen dabei die Fahrgeräusche deutlich reduzieren, ein Vorhaben, das wir in unserer Checkliste nach wenigen Autobahn-Kilometern als erledig abhaken.

Auf der regennassen Autobahn hat der Vierer Roadster bei geschlossenem Verdeck auch bewiesen, dass er ohne Weiteres das ganze Jahr genutzt werden kann. Der 400 Euro teure Nackenwärmer ist hierfür keine Voraussetzung, angenehm aber ist er allemal. Besonders fein wird es, wenn der Wärmer im 3.150 Euro teuren Comfort-Paket daherkommt, denn das enthält unter anderem noch Lordosenstützen für Fahrer und Beifahrer, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, einen Windschutz und das praktische Durchladesystem.

Die Autobahn und das Hardtop haben nun aber ihre Schuldigkeit getan, für uns heißt es runter von der Bolzerallee und runter mit dem Verdeck: die Sonne kommt raus. Wir versenken das Dach flott im Kofferraum, hängen den Windschutz ein und drehen den Nackenföhn voll auf. Noch trauen wir dem Frühling nämlich nicht ganz über den Weg. Da wir vom Fahrtwind aber selbst bei hohem Tempo kaum etwas mitbekommen, werden wir mutiger. Wir stellen den Föhn ab und verstauen das Schott in der dafür vorgesehenen Nische hinter der Fondbank. Und wo wir schon im Fond sind: Da die Rückbank, wie man vom Vorgänger weiß, nur selten genutzt wird, lässt sie sich im 4er Cabrio durch Umklappen im Nu in eine handliche, die feinen Lederbezüge schonende Ablage verwandeln. Im Heck hat der neue Vierer dann noch ein Kunststück parat. Per Knopfdruck kann das zusammengefaltete Hardtop samt Heckklappe um rund 20 Zentimeter angehoben werden, damit die Koffer beim Einladen leichter flutschen. Zuviel sollte man allerdings nicht einpacken, mit 220 Litern ist der Gepäckraum eng begrenzt. Das Audi A5 Cabriolet ist mit 320 Liter hier deutlich großzügiger, der Nissan 370Z mit nur 140 Litern hingegen noch knausriger.

Wuchtige Motoren, geschmeidiges Fahrwerk


bmw 4er cabrio offenAlles andere als knausrig ist BMW indessen bei den Antrieben des neuen 4er Roadsters. Schon der Einstiegsbenziner, der 428i, schöpft aus seinen vier Zylindern und 2 Litern Hubraum dank der erlesenen TwinTurbo-Technologie 245 PS und satte 370 Newtonmeter Topdrehmoment. Damit lupft er das 1,8 Tonnen schwere Cabrio in 6,4 Sekunden von null auf hundert, optional verwendet er dabei als 428i xDrive auch alle 4 Räder. Noch eine Schippe drauf packt der 435i mit seinen 6 Zylindern, 3 Litern Hubraum, 306 PS und 400 Nm Spitzendrehmoment. Er schafft den Antritt von 0 auf 100 in fünfeinhalb Sekunden und lässt das Stürmen erst bei 250 km/h sein. Gerade in Kombination mit BMWs neuer Achtgang-Automatik ist das Fahren dann ein wahrer Genuss, der nur vom Verbrauch - nominell 7,5, praktisch rund 10 Liter - getrübt wird.

Genügsamer geht hingegen der 184 PS starke 420d zu Werke. Die 8,2 Sekunden für den Standardsprint zeigen auch, dass der Turbodiesel kein lauer, sondern ein vollwertiger Ersatz für einen der Benziner ist.

Und wie sieht es mit dem Bewegungstalent des 4er Coupé Cabriolet aus? Wie schon beim Vorgänger ist das Cabrio nicht ganz so sportlich und behände wie das Coupé, trotz der neuen, besonders verwindungssteifen Karosserie. Schuld daran ist schlicht das um gut 200 Kilo höhere Gewicht, das dem Cabriolet ein wenig die Leichtfüßigkeit des Coupés nimmt. Der 4er Roadster neigt dank seines ausgezeichneten Federungskomforts eher zur genüsslichen, aber keinesfalls unsportlichen Promenade.

Fazit: Das neue BMW 4er Cabrio ist ein ausgezeichnet motorisiertes, bestens verarbeitetes, komfortables und unverhofft praktisches Auto geworden, eines, auf das sich das Warten in jedem Fall gelohnt hat. Bei MeinAuto.de startet das 4er Cabrio bei 42.065 Euro und damit 10% respektive 4.630 Euro günstiger als gelistet. (nau)

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