BMW 2er Coupé Test: zwei Türen zum Fahrspaßhimmel?

15.05.2015 Alle Testberichte

Er ist ein waschechter Leipziger, sein Vorbild ist eine Legende und nach Angaben des Herstellers arbeitet er hauptamtlich als Fahrspaßmaschine. Die Rede ist vom BMW 2er Coupé, das dem Vorbild 2002 Turbo nacheifert und dem 1er Coupé nachfolgt. Ob das neue Kompakt-Coupé dem großen Vorbild nahe kommt und ob es tatsächlich einen Fahrspaßmaschine ist? Das lesen Sie in unserem Test.

Motoren: vom effizienten Diesel bis zum mächtigen Benziner


BMW 2er CoupéMittlerweile durfte das 2er Coupé bereits ein Jahr an Erfahrung auf dem Kompaktautomarkt sammeln und die Kunden hatten Zeit, sich an das neue Namensschema zu gewöhnen. BMW weist die Coupés jetzt ja durchwegs mit geraden Zahlen aus. Das 2er Coupé ist demnach der zweitürige, sportliche Spross des 1ers und als solcher natürlich zunächst einmal auf entsprechend kräftige Antriebe angewiesen - und bei ebendiesen hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan.

Erst seit März 2015 hat bspw. der nagelneue Basisbenziner 218i seinen Betrieb aufgenommen. Er ist der einzige Dreizylinder unter den 2er-Motoren, setzt ansonsten aber auf die bewährten Kraftspender und Fahrbarkeitssublimierer, so zum Beispiel auf den "TwinPower"-Turbolader, eine variable Ventilsteuerung und eine Direkteinspritzung. Aus seinen 1,5 Litern Hubraum holt er 136 PS und 220 Nm Spitzendrehmoment, das er über die volle Breite von 1.250 bis 4.300 Touren verteilt. Der Basisbenziner schiebt somit in fast jeder Fahrsituation kräftig an und sorgt bereits für Fahrleistungen, die eines Coupés würdig sind: die 8,8 Sekunden von 0 auf 100 und die 210 km/h in der Spitze seien hier stellvertretend genannt. Der Verbrauch des Dreizylinders liegt bei guten 5,6 Litern nach Norm bzw. bei noch besseren 5,1 Litern, wenn er mit der 2.100 Euro teuren 8-Gang-Automatik kombiniert wird (für 150 Euro mehr als Sport-Automatikgetriebe mit Schaltwippen, Launch Control und Fahrerlebnisschalter). Und die lohnt sich nicht nur hinsichtlich der Effizienz, sondern auch hinsichtlich des Komforts.

Neu dabei ist seit vergangenem Herbst aber auch der vierzylindrige Benzinbruder des 218i, der 228i, der aus seinen zwei Litern Hubraum 245 PS und 350 Nm herausquetscht. Mit ihm bricht das 2er Coupé zwar nicht die Schallmauer, aber wir dringen in den Grenzbereich der echten Fahrspaßmaschinen vor: 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 6,5 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften Gang und elektronisch limitierte 250 km/h als Höchstgeschwindigkeit sind dafür eine sicheres Indiz - auch wenn die Zahlen nicht ansatzweise die Vehemenz illustrieren, mit welcher der 228i ans Werk geht. Dass bei BMW noch mehr geht, ist natürlich bekannt - und mehr heißt hier stets M. Beim 2er Coupé handelt es sich konkret um den M 346 PS und 450 Nm starken 235i, der den Standardsprint unter fünf Sekunden erledigt. Mächtig, mächtig.

Fahrspaß gepaart mit Effizienz


BMW kann jedoch auch noch anders, denn die Münchner Motorenbauer sind nicht nur mit Nicolaus August Otto, sondern auch mit Rudolf Diesel bekannt. Unter den Dieselbrennern gibt es nun ebenfalls einen Neuzugang, den 220d, der in der jüngsten Entwicklungsstufe 190 PS und 400 Nm leistet (bisher 184 PS und 380 Nm). Außerdem verbrennt er um gut 10% weniger Kraftstoff, nach Norm sind es niedere 3,8 Liter (99 Gramm CO2, ohne Allrad und mit 8-Gang-Automatik), im Test waren es im Mittel spaßverträgliche sechs Liter. Dem neuen Turbodiesel stehen übrigens zwei weitere effiziente Selbstzünder zur Seite: der 143 PS starke 218d und der 218 PS kräftige Doppel-Turbodiesel 225d.

BMW 2er Coupé CockpitAn kräftigen Motoren mangelt es dem 2er Coupé also nicht. Was noch fehlt ist die zweite Voraussetzung für eine Fahrspaßmaschine - das dynamische Fahrwerk. Und auch da haben die Münchner nichts dem Zufall bzw. dem Heckmotor überlassen. Die Achslast zwischen der Mehrlenker-Hinter- und der besonders steifen Vorderachse ist exakt im Verhältnis 50 zu 50 verteilt, was nicht nur eine hohe Spurtreue, sondern auch ein agiles Handling sicherstellt. Garniert wird dieses Fahrspaßbasisrezept mit zahlreichen serienmäßigen und optionalen Gewürzen, etwa einem tiefen Schwerpunkt, einem adaptiven Fahrwerk (1.100 Euro), einer variablen Sportlenkung (350 Euro) und - bei einigen Motoren - mit einem traktionsfördernden Allradantrieb. Für welches Gericht man sich letztlich entscheidet, eines ist sicher: das 2er Coupé wetzt souverän und leichtfüßig durch die Kurven.

Elegant und edel wie eh und je


Zum Schluss wollen wir den Test mit ein paar handfesten Details zum 2er Coupé ausklingen lassen. Es ist mit 4,43 Metern ein wenig länger als der Vorgänger, bietet im Fond jedoch nicht wesentlich mehr Platz. Vorne indessen, also dort, wo man sich in einem Coupé aufhalten sollte, sitzt das Coupé wie ein Maßanzug, dem es weder an moderner Technik noch an Sicherheit fehlt. Und einen Kofferraum gibt es auch noch, und zwar einen auf 320 Liter gewachsenen. Wie bei der Coupé-Konkurrenz bleibt es also bei einem Kofferräumchen - doch das tut dem Spaß keinen Abbruch.

Resümee: Das 2er Coupé ist tatsächlich ein Fahrspaßgarant, noch dazu ein edel ausgestatteter und hochwertig verarbeiteter. Mit dem Sechszylinder M 235i wird es sogar zur versprochenen Fahrspaßmaschine. Bei MeinAuto.de gibt es auf das 2er Coupé dabei mindestens 8,5 und maximal 19,7 Prozent Rabatt. (nau)

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