Audi A8 Test: Effizient in die zweite Lebenshälfte

04.12.2013 Alle Testberichte

Audi A8 2014Bei einem Facelift werden Kleinigkeiten am Modell verändert und zumeist noch an der Verbrauchsschraube gedreht. Dem Basisaggregat des Audi A8 hat die Modellüberarbeitung sehr gut getan. Denn der 3.0 TDI Clean Diesel mit 258 PS und Allradantrieb ist zum einem schon völlig ausreichend motorisiert, zum anderen konnten die Ingenieure den Verbrauch um einen halben Liter auf nunmehr 5,9 Liter senken, was einer CO2-Reduktion um 14 Gramm pro Kilometer entspricht. So kommt das Basis-Flaggschiff aus Ingolstadt, das die Preisliste mit 74.500 Euro anführt, nun auf 155 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer.

Leistung beim Audi A6 3.0 TDI gesteigert


Dabei wurde die PS-Zahl sogar noch um acht Pferdestärken angehoben und das maximale Drehmoment erhielt 20 Newtonmeter mehr und kommt nun auf starke 580 Newtonmeter, mit denen der 5,13 Meter lange A8 bereits nach 5,9 Sekunden den dreistelligen Geschwindigkeitsbereich erreicht.

Audi A8 2014 hintenIm Zusammenspiel mit Achtgang-Automatik und elektromechanischer Lenkung sowie einem glänzenden Fahrwerk dringen keine Stöße in das Fahrzeuginnere und auch jenseits der 200 km/h-Marke auf dem Weg zur abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h vollzieht sich der Vortrieb äußerst souverän – und dank Doppelverglasung auch sehr leise, sodass der Ausstieg aus dem Wagen entspannt vollzogen werden kann.

Neues LED-Matrix-Licht


Wenn man überhaupt aussteigen möchte. Zwar sind die Neuerungen dezent ausgefallen, der Premiumcharakter des Interieurs lädt aber dazu ein, länger zu verweilen. Vor allem dann, wenn eine Vielzahl der 15 möglichen Assistenzsysteme den Fahrkomfort merklich erhöht. Neben einem Headup-Display und einem Nachtsichtassistenten, der sowohl Fußgänger als auch Tiere erkennt, bereitet das neue LED-Matrix-Licht Freude. Dabei stellt sich das Fernlicht automatisch auf entgegenkommende oder auch vorausfahrende Fahrzeuge ein und blendet automatisch ab.

100.000 Euro schnell erreicht


Audi A8 2014 CockpitWem es nach mehr Leistung gelüstet kann noch zwischen dem 4.2 Liter TDI mit 385 PS (ab 94.900 Euro) oder den beiden Benzinern 3.0 TFSI (310 PS/ab 76.900 Euro) und 4.0 TFSI (435 PS/ab 96.600 Euro) wählen. Am Ende der Leistungsschlange steht das Topmodell S8 mit 520 PS und einem Preis von 114.700 Euro. Doch die Leistung ist eigentlich nicht das Maß der Dinge, denn auch der 4.0 zum Beispiel erreicht zwar schon nach 4,1 Sekunden Tempo 100, mehr als 250 km/h Höchstgeschwindigkeit ist aber auch bei ihm nicht drin.

Viel mehr gefragt sind die Komfort- und Sicherheitselemente, die den Preis nach oben treiben. Und selbst beim Einstiegsmodell sind in diesem Segment die 100.000 Euro dann schnell erreicht.

von Frank Mertens / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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