Audi A6 Avant Test: viel Vergnügen im Dienst!

30.05.2014 Alle Testberichte

Gute Dienstwagen sind selten wie hässliche Ferraris oder vernünftige Sportwagen. Während es für diese aber auch kaum Bedarf gibt, sind jene, sprich die hochwertigen Dienstwagen, dringend gesucht. Ob der Audi A6 Avant 3.0 TDI die dringende Nachfrage stillen kann? Unser Test wird es weisen.

Gute Basis für ein Dienstverhältnis


audi a6 avant 2014Ein gutes Dienstverhältnis braucht zuallererst eine grundsolide, zuverlässige Basis - und die hat der Audi A6 Avant. Die Ingolstädter bezeichnen sie als „modularen Längsbaukausten", kurz MLB. Dieser trockene Ausdruck mag zwar zunächst nur Ingenieure hinter dem Ofen hervorlocken, doch der MLB hat auch in der Praxis zahlreiche Vorzüge. Ihren Ursprung haben sie in einem unscheinbaren Tausch, dem von Differential und Kupplung, mit dem die Vorderachse um knapp 12 Zentimeter vorrückt. Dadurch wächst zum einen der Radstand um rund sieben Zentimeter und zum anderen der verfügbare Freiraum für die Insassen. Mehr Platz ist natürlich in einem Dienstwagen immer willkommen, vor allem wenn er so wie im Audi A6 Avant nicht nur längs, sondern auch seitwärts verfügbar ist. Perfekt wäre des Dienstfahrers Glück nun, wenn auch der Kofferraum so groß wäre wie das eigene Büro.

Bei unseren Untersuchungen zur Ladetauglichkeit stellt sich jedoch rasch heraus: so groß ist der Stauraum im Audi A6 Avant nicht – und andere Klassenkameraden haben sogar mehr zu bieten. Zum Beleg seien hier die wesentlichen Maße angeführt. Der Laderaum des A6 selbst schluckt 565 bis 1.680 Liter, also ziemlich genau so viel wie der des BMW 5er Touring, der 560 bis 1.670 Liter wegpackt. Deutlich mehr schaffen aber bspw. der VW Passat Variant (603 - 1.731 Liter) oder das T-Modell der E-Klasse (695 - 1.960 Liter).

Den kleinen Stauraummangel versuchen gleich mehrere Ladehelfer und Schlicht-Assistenten wie Verzurrösen oder die nach einem kurzen Hebelzug bretteleben umklappende Rückbank eifrig zu kompensieren, was die besonders niedrige Ladekante am Ende auch schafft. Jetzt aber noch einmal zurück in den Innenraum, wo es von Haus aus keine Defizite auszugleichen gibt, schon gar nicht bei der Qualität und der Verarbeitung. So fühlt man sich im A6 Avant umgehend wie in der luxuriösen Lobby eines Fünf-Sterne-Hotels.

audi a6 avant 2014 hintenNeben Klavierlack, Holzeinlagen und allerlei Chrom-Zierrat gibt es hier auch einen hochauflösenden Touchscreen, über den die unendlich scheinenden Einstellungsmöglichkeiten des A6 Avant angesteuert werden können. Erstaunlich dabei ist: trotz der Vielfalt geht die Leichtigkeit nicht verloren. In puncto Integration von externen Multimedia-Geräten hinkt man in Ingolstadt allerdings den Konkurrenten aus München noch einen kleinen Schritt hinterher. Das mobile Büro „Audi connect“ jedenfalls funktionierte bei uns meist, aber nicht immer reibungslos.

3.0 Bi-Turbo: das Arbeitstier


Dienstautos sollten in erster Linie natürlich praktisch und vernünftig sein. Doch kann es der Arbeit wirklich schaden, wenn sie manchmal mit ein wenig Freude verbunden ist? Wir denken nicht und deshalb haben wir den Audi A6 Avant zum Test mit dem Top-Diesel, dem 3.0 TDI bestückt. Der Sechszylinder Bi-Turbo stolziert dabei mit 313 PS und sagenhaften 650 Nm Spitzendrehmoment daher – und er kann in erster Linie eines, nämlich mächtig Gas geben. Schon bei 1.400 Umdrehungen liegt dank des kleinen, vorverdichtenden Turboladers das maximale Drehmoment an und schiebt den fast 2 Tonnen schweren Kombi mit voller Vehemenz voran: in 5,1 Sekunden etwa von 0 auf 100 und in 9 Sekunden von 0 auf 130 km/h. Dabei röhrt der doppelt belüftete Sechsender so satt vor sich hin, als wäre er mitten in der Balz, was auf der Autobahn die meisten fahrenden Hindernisse vorbeugend zur Seite weichen lässt. Wenn es einmal schnell gehen muss, ein nicht zu unterschätzende Vorteil.

Der 3.0 TDI kann aber nicht nur grob und laut, er kann auch sanft und leise, etwa wenn er im höchsten Gang der exzellenten Achtstufenautomatik bei 140 km/h dahin schleicht. Noch wichtiger für die Eignung als Dienstwagen-Antrieb ist aber, dass der kräftige Bi-Turbo auch effizient unterwegs sein kann. Schon bei herkömmlicher Fahrweise kommt er im Schnitt mit 8,7 Litern aus, wählt man überdies noch die „Drive-Select-Efficiency“-Einstellung, kann der Audi A6 Avant sogar mit rund sechs Litern 100 Kilometer weit getragen werden. Das hört sich doch ganz vernünftig an, oder?

Zu dynamisch für einen Dienstwagen?


audi a6 avant 2014 cockpitWer so ein Pfund drauf hat wie der Audi A6 Avant 3.0 TDI, der sollte auch in Bezug auf die Fahrdynamik überzeugen. Und wie nicht anders zu erwarten, tut das der Ingolstädter auch. Ob geradeaus oder beim Kurvenwedeln, der A6 Avant macht immer einer brillante Figur. Dank der stets sattelfesten Bremsen und der reich bestückten Assistenzarmada bleibt dabei auch die Sicherheit nicht auf der Strecke. Das einzige Problem? Der Fahrspaß könnte von der Arbeit ablenken.

Fazit: Der Audi A6 Avant hat alles, was man sich von einem hochwertigen Dienstwagen erwartet, vom ausladenden Platzangebot bis hin zum vielseitigen Multimediasystem. Mit dem 313 PS starken 3.0 Bi-Turbodiesel bietet er sogar noch etwas mehr, vor allem mehr Vergnügen. Bei MeinAuto.de kostet der A6 Avant so konfiguriert ab 48.038 Euro, das sind 20,4% oder 12.152 Euro weniger als nach Herstellerliste. Das Basismodell des A6 Avant gibt es schon 30.875 Euro. (nau)

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