In Asien wurde SsangYong bekannt als Hersteller von luxuriösen Geländewagen und Limousinen, während das Unternehmen in Europa zunächst durch seine Zusammenarbeit mit Mercedes Benz in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Erscheinung getreten ist. Der SsangYong Musso, ein Geländewagen, wurde mit in Lizenz gebauten Triebwerken des schwäbischen Autobauers ausgestattet und dann als erstes Fahrzeug des Unternehmens auch in Europa angeboten.
SsangYong: Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz
1954 wurde in Südkorea der Ha Dong-hwan Motor Workshop gegründet, eine Autoschmiede, die in den 60er und 70er Jahren mit anderen Unternehmen der Fahrzeugbranche fusionierte und Jeeps für die US-Streitkräfte herstellte. 32 Jahre später, 1986 stieg die SsangYong Group in das Unternehmen ein und firmierte von diesem Zeitpunkt an unter den Namen SsangYong Motor. 1991 kam es dann zu der Partnerschaft mit Mercedes Benz, die sich auf verschiedene Bereiche technologischer Entwicklungsprojekte konzentrierte. Neben der gemeinsamen Entwicklung von Nutzfahrzeugen stellte SsangYong aber auch MB-Motoren in Lizenz und Nachbauten der Mercedes S-Klasse her. Diese als SsangYong Chairman ab 1997 in Asien angebotene Limousine begründete auf den lokalen Märkten den Ruf des Unternehmens als Luxusmarke.
Auch ein Minibus/Transporter, der auf dem MB 100 basierte, kam als SsangYong Istana auf den Markt. Das erste Modell des südkoreanischen Herstellers, das auf dem europäischen Markt angeboten wurde, war der SsangYong Musso, der in den 90er Jahren als preiswerte Alternative in der Klasse der größeren Geländewagen galt. Später wurde die Modellpalette um den Korando erweitert, der als kompakter Geländewagen das Angebot nach unten abrundete. 1997 übernahm der ebenfalls koreanische Mischkonzern Daewoo die Mehrheit an SsangYong, was dazu führte, dass auch unter dem Namen Daewoo baugleiche Fahrzeuge angeboten wurden. Nach verschiedenen finanziellen Problemen übernahm 2004 der aufstrebende chinesische Autobauer SAIC knapp 49% der Unternehmensanteile. In jüngster Zeit erklärte der indische Mahindra-Konzern, der ebenfalls Geländewagen herstellt, die Mehrheit bei SsangYong übernehmen zu wollen.
Aktuelle SsangYong Modelle inklusive Tests
Aktuell bietet SsangYong drei Modelle in Deutschland an, die alle auch mit einem Allradantrieb erhältlich sind. Neben der 7-sitzigen Großraumlimousine Rodius, für die derzeit kein aktueller NCAP-Crashtest vorliegt, stehen der SUV Rexton und der Crossover Korando in den Angebotslisten des deutschen Importeurs. Auch für diese Modelle sind bislang keine Informationen zur Unfallsicherheit von NCAP zu bekommen. Außerhalb des europäischen Marktes werden weitere Modelle angeboten, die wie der Kyron und der Actyon ebenfalls der Gruppe der SUVs zuzuordnen sind. Aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses sind sie gerade in den aufstrebenden Schwellenländern Asiens und Südamerikas sehr beliebt und auf den dortigen Straßen und Pisten weitaus öfter vorzufinden, als in den Großstadtdschungeln von Good Old Europe.