Worauf ist bei Dachboxen zu achten?

11.03.2014 Alle Ratgeber

Bei einer Reise mit dem Auto bekommt die „Kunst des Kofferpackens“ eine doppelte Bedeutung. Es gilt nicht nur das Gepäck in passenden Behältnissen (Koffern, Taschen, Kisten etc.) unterzubringen. Die gesamte Ladung muss anschließend auch noch in den Wagen passen. Insbesondere wenn Skier oder andere Sportausrüstungen hinzukommen, erweist sich diese Aufgabe als nahezu unmöglich. Um die Sicherheit der Passagiere nicht durch in den Fahrgastraum reichende Gegenstände zu gefährden, empfiehlt sich der Kauf einer Dachbox, die häufig auch die Bezeichnungen Dachkoffer, Dachcontainer oder Jetbag trägt. In dieser lassen sich vor allem sperrige, aber nicht zu schwere Transportgüter gut verstauen. Viele Systeme sind heute  bereits für relativ kleines Geld erhältlich.

Grundvoraussetzungen für die Nutzung einer Dachbox


adac dachboxen test 2013
ADAC Dachboxen Test 2014


Vor dem Kauf einer Dachbox sind einige Grundvoraussetzungen zu prüfen. Während für Familienautos in der Regel ein vielfältiges Zusatzangebot an Dachträgern und Jetbags zur Verfügung steht, sind Fahrzeuge wie Cabriolets, Kleinstwagen oder Sportwagen in der Regel nicht für größere Dachlasten freigegeben. Im Bordbuch seines Pkws kann der Fahrer sich über zulässige Anbauteile und das erlaubte Beladungsgewicht informieren.

Was ist beim Kauf zu beachten?


Wenn das Anbringen einer Dachbox möglich ist, sind zunächst drei Punkte zu klären. (1) Wie groß soll bzw. darf mein Dachcontainer sein und (2) welches Gewicht sollte er maximal haben? (3) Welche Befestigungssysteme sind mit dem eigenen Fahrzeug kompatibel? Die Dachbox sollte das Heck des Autos nicht überragen und den Kofferraum nicht blockieren. Im Idealfall steht die Box auch vorne nicht über, um gute aerodynamische Verhältnisse zu schaffen. Wer jedoch viel Platz benötigt und daher ein Überstehen der Dachbox nicht vermeiden kann, muss einen höheren Kraftstoffverbrauch und Windgeräusche einkalkulieren. Zur Anbringung eines Dachcontainers ist ein Grundträger notwendig. Wie dieser aussieht, hängt davon ab, ob das Auto über spezielle „Verankerungspunkte“, eine Dachreling oder eine Regenrinne verfügt. In letzterer lässt sich ein Träger bequem und sicher befestigen. Für Fahrzeuge mit einer Reling sind sogenannte Relingträger verfügbar. Darüber hinaus gibt es auch Konstruktionen mit Klemmen für die Türöffnungen, falls ein Pkw keine anderen Voraussetzungen für die Anbringung eines Grundträgers bietet. Im Idealfall lässt sich ein ausgewähltes Trägersystem sowohl für Jetbags als auch für Fahrradträger, Surfbretthalter oder andere Systeme nutzen –  sich also an den individuellen Bedarf anpassen.

Die richtige Box, die richtige Beladung


Dachboxen sind nicht nur in verschiedenen Größen und mit diversen Volumina, sondern auch für unterschiedliche Nutzungszwecke erhältlich. Vor dem Kauf eines solchen Zusatzelements sollten sich die Kunden daher darüber im Klaren sein, was sie auf dem Autodach transportieren möchten. Wer beispielsweise Skier mit einer Länger von 1,70 Metern einpacken will, benötigt eine Dachbox, die mindestens 1,75 Meter misst. Die Ausrüstung lässt sich innerhalb der Box in der Regel mit entsprechenden Halterungen fixieren. Experten raten ferner dazu, den Container vorne mit einer Decke auszupolstern. Um ein Durchschlagen der Box zu verhindern, gilt beim Beladen grundsätzlich die Regel: Schwerere Gegenstände gehören in die Mitte, leichtere sind vorne und hinten zu platzieren. Spanngurte wirken einem Verrutschen des Gepäcks entgegen. Transportgüter mit besonders hohem Gewicht haben in einer Dachbox nichts zu suchen, sondern sollten aus Sicherheitsgründen unmittelbar hinter der Rücksitzbank platziert sein.

Sicherheitsvorschriften unbedingt beachten!


­­­­Um die maximale Dachlast nicht zu überschreiten, ist es notwendig, das Eigengewicht der Dachbox und des Trägers zu berücksichtigen. Wichtig für die Sicherheit ist zudem, dass die Box ordnungsgemäß befestigt, gut verschlossen und im Idealfall auch abgeschlossen ist. Die Anleitungen des Herstellers sind unbedingt zu beachten. Wenn Fahrer die Vorgaben nicht einhalten und jemand zu Schaden kommt, erlöschen die Haftungsansprüche. Die empfohlene Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde sollten die Reisenden bei Transport einer Dachbox nicht überschreiten. Wer das Auto in der eigenen Garage abstellen will oder in ein Parkhaus fährt, muss die gesteigerte Transporthöhe beachten, um böse Überraschungen zu verhindern. Bei Nichtgebrauch sollten Fahrer die Box abmontieren. Der zusätzliche Kraftstoffverbrauch ist je nach Box deutlich im Portemonnaie spürbar, auch wenn der Behälter leer ist. Daher empfiehlt es sich, ein Modell mit einer möglichst unkomplizierten und schnellen (De-)Montage zu wählen.




Autor: Fabian Thomas

 
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