Welche laufenden Kosten bringt ein Auto mit sich?

22.11.2017 Alle Ratgeber

Ohne Auto ist heute der Alltag kaum noch denkbar. Besonders wichtig ist Mobilität im Zusammenhang mit Beruf und Karriere. Aber auch wenn es um die täglichen Einkäufe oder den Urlaub geht, ist das Auto nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren die Zahl der Pkw auf deutschen Straßen gestiegen ist. Zum 01. Januar 2016 verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt einen Bestand an Pkw von 45,07 Millionen. Ein Jahr später – zum 01. Januar 2017 belief sich der Bestand auf 45,8 Millionen Pkw, die auf deutschen Straßen unterwegs waren. Diese Entwicklung hat nicht erst in den letzten Jahren eingesetzt, sondern lässt sich bereits über mehrere Jahre zurückverfolgen.

auto-strase-autobahn-verkehrAnschaffung eines Neuwagens und Unterhalt eines Pkw verursachen Kosten, die jeder angehende Halter im Hinterkopf behalten sollte. Wie teuer kann ein Auto in der Praxis werden? Grundsätzlich lässt sich der Unterhalt in verschiedene Bereiche unterteilen. Die Verbrauchskosten werden klar durch die Benzin- und Dieselkosten dominiert. Motoröl und Flüssigkeit für die Scheibenwischanlage lassen sich in diesem Zusammenhang vernachlässigen. Darüber hinaus schlagen auch Reparaturen – allerdings nicht jedes Jahr – sowie Versicherungsbeiträge und Steuern zu Buche.

Verbrauchskosten - Spritkosten im Überblick


Hinsichtlich der laufenden Kosten fürs Auto steht klar der Spritpreis im Vordergrund. Hierbei geht es nicht allein um den Benzinpreis. Auch der Dieselpreis spielt eine Rolle. Speziell in den Jahren zwischen 2010 bis 2014 schien der Preis pro Litern Benzin keine Grenzen nach oben zu erkennen. Im März 2010 lag der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Benzinpreisindex bei 100,7 Zählern.

Seitdem ist der Benzinpreis wieder gesunken, teilweise sogar unter die 90-Zähler-Marke. Im November 2017 lag der Benzinpreis bei 1,365 je Liter und der Dieselpreis bei 1,191 pro Liter. Wie stark wirkt sich der Spritpreis auf die laufenden Kosten aus?

Beispiel: Ein Fahrer legt im Kalenderjahr 20.000 Kilometer zurück. Durchschnittlich verbraucht das Fahrzeug auf 100 Kilometer 7,5 Liter Benzin. Mit einer Tankfüllung kommt der Fahrer 550 Kilometer weit. Der Liter Benzin kostet im Durchschnitt 1,34 Euro. Wie viel Geld „verfährt“ der Autofahrer in einem Kalenderjahr?

KostenpunktRechnung
Kilometer je Jahr20.000 Kilometer
Tankfüllungen je Jahr36,36
Kosten je Tankfüllung55,28 Euro
Gesamtkosten je Jahr2.009,98 Euro
In Anbetracht der Tatsache, dass Autos heute schnell sieben Jahre oder acht Jahre und älter werden, ergibt sich unterm Strich eine beachtliche Summe. Je nach Fahrweise und Laufleistung werden in einem „Autoleben“ schnell fünfstellige Summen nur durch die Spritkosten „verfahren“. Für einige Fahrzeuge sind die Summen, welche für Benzin oder Diesel eingesetzt werden, höher als der eigentliche Fahrzeugneuwert.

Reparaturen: Beim Motor kann es richtig teuer werden


auto-geld-schein-kostenMit mehreren tausend Euro pro Jahr sind die Spritkosten sicher der entscheidende Faktor bei den laufenden Kosten. Autofahrer sollten eines nicht vernachlässigen: Die Ausgaben für Reparaturen und die technische Wartung. Letztere sind beispielsweise die Inspektionen und Ölwechsel. Hier liegen die Kosten bei etwa 150 Euro bis 250 Euro (je nach Region und Fahrzeugtyp) je Jahr.

Reparaturen - etwa nach einem Unfall oder aufgrund anderer technischer Defekte – wie:
  • Marderbisse
  • defekte Anlasser
  • defekte Steuergeräte

können durchaus teuer werden. Besonders tief werden Halter in die Tasche greifen müssen, wenn sich die Defekte nicht ohne weiteres beheben lassen.

Ersatzteile wie Zylinder oder Motorlager können schnell mehrere hundert oder 1.000 Euro kosten. Hinzu kommt der Arbeitsaufwand, für welchen Halter noch einmal mehrere hundert Euro einplanen müssen. Ist dieses Geld gerade nicht übrig, kann ein unkompliziertes Darlehen für wenige Tage in sehr kurzer Zeit helfen. Seit wenigen Jahren bietet Vexcash für solche Situationen in Deutschland einen Kredit an, der nur für 30 Tage geliehen wird. Falls jedoch ein kompletter Austausch notwendig ist, rechnet sich eventuell sogar ein Auto-Neukauf. Hintergrund: Die Summe aus Ersatzteilen und Arbeitsaufwand kommen schnell auf mittlere bis hohe vierstellige Beträge. Ein Aufwand, der sich gerade bei Gebrauchtwagen nur noch selten rechnet.

Tipp: Bevor eine Kfz-Werkstatt den Auftrag für die Suche nach dem Defekt und die Reparatur erhält, sollte in jedem Fall auf einem verbindlichen Kostenvoranschlag bestanden werden.

Steuern und Versicherung


Laufende Kosten sind auch die Kfz-Steuer und die Beiträge für den Versicherungsvertrag. Hintergrund: Jeder Halter ist in Deutschland verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Vorgegeben wird nicht nur der Abschluss dieser Versicherung. Der Gesetzgeber macht klare Vorgaben, welche Mindestversicherungssummen in den Verträgen enthalten sein müssen.

Die Höhe der Versicherungsbeiträge variiert, da neben dem Fahrzeugtyp auch die Region entscheidet. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten. Hiermit belohnen die Versicherer Fahrer, die über einen längeren Zeitraum unfallfrei unterwegs sind.

Faktoren, die den Kfz-Versicherungsbeitrag beeinflussen:
  • Typklasse
  • Regionalklasse
  • Person des Halters.

Das Alter zusätzlicher Fahrer oder die Unterbringung in einer Garage können zusätzlich auf die Prämie Einfluss nehmen.

Das Thema Kfz-Steuer kann bei den laufenden Kosten natürlich nicht ausgeblendet werden. Die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer obliegt in Deutschland der Bundesfinanzverwaltung. Die Bemessung der Steuer erfolgt hierzulande nach Hubraum und CO2-Ausstoß.

Tipp: Dieselfahrzeuge gelten allgemein als günstiger im Unterhalt – durch den im Vergleich zum Benzin niedrigeren Dieselpreis. Auf der anderen Seite sind die Steuern für Fahrzeuge mit Dieselantrieb deutlich höher. Ein Benziner mit Erstzulassung 2011 kostet je 100 cm³ zwei Euro. Für Dieselfahrzeuge liegt der Steuersatz je 100 cm³ bei 9,50 Euro.

Fazit: Autofahren kostet jeden Tag Geld


Ohne Auto wäre es für viele Arbeitnehmer unmöglich, ihrem Job nachzugehen. Inzwischen ist der „fahrbare“ Untersatz so selbstverständlich, dass Millionen an Pkw auf den Straßen unterwegs sind. Wer sich für die Anschaffung eines Pkw entscheidet, muss sich im Klaren darüber sein, dass das Auto nicht nur in der Anschaffung mehrere tausend Euro kostet. Besonders die Benzin- und Dieselpreise summieren sich zu einem Betrag, der im Lauf mehrere Jahre über die 10.000 Euro-Marke springen kann. Gerade Fahrer, die jedes Jahr mehrere zehntausend Kilometer mit dem Auto unterwegs sind, werden diese Marke schnell erreichen. Je häufiger Pkws benutzt werden, um so stärker werden früher oder später auch Reparaturen ins Gewicht fallen. Und auch das Thema Kfz-Versicherung darf hier nicht ausgeblendet werden.

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Autor: Fabian Thomas

 
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