Was ändert sich für Autofahrer und Automobilhersteller in 2016?

13.01.2016 Alle Ratgeber

Wie nach jeder Jahreswende gibt es auch im Autojahr 2016 Neuerungen für Pkw-Fahrer und die gesamte Automobilindustrie in Deutschland. VW, Opel, Skoda, Seat, Peugeot, Hyundai und Co. erwarten veränderte Vorschriften rund um Abgasanlagen und den Einbau von Fahrtenschreibern. Für Autohalter gelten bundesweit strengere Vorschriften für die Hauptuntersuchung. Einige Änderungen betreffen nur bestimmte Bundesländer oder spezifische Gruppen, wie z. B. Fahrschüler, Motorradfahrer oder Besitzer von Elektroautos. Bei der Mehrzahl der neuen Regelungen steht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Fokus.

Neuer Lautstärkerahmen für Autos und Motorräder


TÜV Technische PrüfungUm die Lärmbelästigung auf den Straßen zu reduzieren, gilt ab dem 1. Juli 2016 die Verordnung 540/2014. Der Grenzwert für die Lautstärke nicht serienmäßiger Abgasanlagen, wie z. B. einem bei Sportwagen-Fans beliebten Klappenauspuff, bemisst sich ab diesem Zeitpunkt auf maximal 72 Dezibel. In 2020 ist eine weitere Herabsetzung des Limits auf 70 Dezibel vorgesehen. Die neuen Grenzwerte gelten ausschließlich für neu zugelassene Pkws und Motorräder.

Gelbe TÜV Plakette abgelaufen


Im Jahr 2016 sind ausschließlich braune, grüne oder rosafarbene HU-Plaketten auf dem Kennzeichen gültig. Die TÜV-Palette mit der Zahl 2015 ist zur Jahreswende abgelaufen. Autos mit brauner Plakette müssen in 2016 zur Hauptuntersuchung.

Hauptuntersuchung besser nicht versäumen


TÜV 2016 HU Plaketten 2014 bis 2018Fahrzeughalter, die den Termin für die HU nicht einhalten, müssen sich ab sofort auf höhere Kosten einstellen. Wer eine Kulanzzeit von zwei Monaten überschreitet, ist verpflichtet, eine erweiterte Prüfung des Wagens durchführen zu lassen. Die Gebühr für die ergänzende Kontrolle beträgt 20 Prozent des Preises für die Hauptuntersuchung und ist zusätzlich zu den herkömmlichen Werkstattkosten zu zahlen. Wer die Frist für die bevorstehende Wartung um mehr als vier Monate hinauszögert, zahlt außerdem ein Bußgeld von 25 Euro. Bei einem Verzug von acht Monaten fallen sowohl eine Strafgebühr von 60 Euro als auch ein Punkt in Flensburg an. Ist ein Autofahrer ohne gültige Plakette in einen Unfall verwickelt, ist er unter Umständen dazu verpflichtet, selbst für alle entstandenen Schäden aufzukommen.

Fahrtenschreiber Pflicht ab Anfang März


Die bereits 2014 in Kraft getretene und 2015 schrittweise eingeführte EU-Fahrtenschreiberverordnung für Lastkraftwagen ist ab dem 2. März 2016 ohne Ausnahme wirksam. Ein eingebautes Kontrollgerät soll Störungen automatisch registrieren und den Fahrer durch ein Signal auf diese hinweisen. Unter anderem ist eine Warnung abzugeben, wenn der Fahrer mehr als 4,5 Stunden ohne Unterbrechung am Steuer sitzt, d. h. die erlaubte Lenkzeit überschreitet.

Neue Steuerregelung für Halter von Elektroautos


Die 10-jährige Steuerbefreiung für Elektroautos ist zum Jahresende 2015 ausgelaufen. Wer in 2016 ein Neufahrzeug kauft, das ausschließlich mit Elektromotor/en oder einer Brennstoffzelle gerüstet ist, spart nur noch fünf Jahre die Kfz-Steuer. Im Anschluss an die 5-jährige Steuerbefreiung erhalten Fahrer von Elektrowagen eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Steuerbetrag.

Mehr Stunden im Erste-Hilfe-Kurs für Fahrschüler


TÜV Fuehrerscheinpruefung TheorieAnwärter für den PKW-Führerschein sind in seit dem 1. Januar 2016 dazu verpflichtet, zwei zusätzliche Unterrichtungsstunden in Erste Hilfe zu absolvieren, insgesamt neun Einheiten von je 45 Minuten.

Verschärfte Kontrollsysteme in Bayern und Niedersachsen


ADAC Blitzer Kontrolle RechtBayern greift in Sachen Alkohol härter durch. Autofahrer müssen in 2016 auch dann auf eine medizinisch-psychologische Untersuchung einstellen, wenn sie die Promillegrenze von 1,6 unterschreiten. Niedersachsen testet die Langzeit-Tempoüberwachung von Fahrzeugen, besser bekannt unter dem Begriff „Section Control“. Das Bundesland führt ein Pilotprojekt auf der B6 durch.

Neue Rechte für Autohändler


Neuwagenvermittlern ist es in 2016 erstmals gestattet, noch nicht zugelassene Fahrzeuge mit einem roten Kennzeichen zur Tankstelle zu fahren, um diese beispielsweise zu reinigen oder zu betanken.

NCAP bewertet Fußgängererkennung


Die Sicherheitsgesellschaft Euro NCAP erweitert ihr Bewertungsschema um den Punkt „Fußgängererkennung“. Um die volle Punktzahl im Crashtest erhalten zu können, ist neuerdings ein autonomes Bremssystem (AEB) für die getesteten Pkw-Modelle verpflichtend. Der Fußgängerschutz muss einen Zusammenprall mit Fußgängern bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h abwenden und die Folgen von Unfällen bei 60 km/h deutlich mindern.

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Autor: Fabian Thomas

 
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