Wallbox – Wissenswertes rund um die Aufladegeräte für Elektroautos

02.12.2016 Alle Ratgeber

Es gibt verschiedene Wege Elektroautos und Hybridfahrzeuge unterwegs oder zu Hause aufzuladen. Sogenannte Wallboxen sind eine besonders praktische Lademöglichkeit für die eigenen vier Wände bzw. die eigene Garage oder auch öffentliche Bereiche. Die Boxen lassen sich in Innenräumen sowie geschützten Außenbereichen installieren. Der Begriff Wallbox heißt wörtlich ins Deutsche übersetzt Wandkasten. Die gängigere Bezeichnung ist intelligente Wandladestation.

Was macht eine Wallbox?


Wallbox von dem Hersteller KEBAAus verschiedenen Gründen ist es empfehlenswert, E-Autos mit Hilfe von Wallboxen statt an haushaltsüblichen Schuko-Steckdosen (230 Volt / 16 Ampere) aufzuladen. Da die Ladestationen wie Elektroherde an Starkstrom (400 Volt / 32 Ampere)  angeschlossen werden, erzielen sie höhere Ladeleistungen und in der Folge kürzere Ladezeiten. So lässt sich ein Elektroauto mit der Wallbox KeContact P30 des Herstellers KEBA beispielsweise mit einer etwa zehnfach schnelleren Geschwindigkeit laden als an einer einfachen Haushaltssteckdose.

Schutz des Stromnetzes


Der vermeintlich wichtigste Vorteil der Ladestationen besteht jedoch nicht in der Ladeschnelligkeit, sondern darin, dass die Stationen als intelligente An- und Ausschalter zwischen dem Stromnetz und der Ladeelektronik des E-Autos fungieren. Somit ist das Laden dank der Wallbox besonders effizient und das Stromnetz vor Überlastung besser geschützt. Die Notwendigkeit, einen teuren Schutzschalter zwischenzuschalten entfällt. Moderne Wandladestationen wie die KeContact P30 verfügen über eine Stromüberwachung und eine Fehlerstromerkennung. Registriert das Gerät eine Störung, unterbricht es den Ladevorgang automatisch, indem es die Verbindung zum Netz trennt.

Intelligentes und effizientes Laden


Hybrid-Fahrzeug an LadestationBei einer Wallbox lässt sich i. d. R. nicht nur die Ladeleistung differenziert einstellen. Auch ein flexibles Timen der Ladevorgänge in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren ist zumeist möglich. So ist bei der KEBA KeContact 30 die Ladestärke zwischen 2,3 und 22 kW regulierbar. Steht Haltern von Elektroautos oder Hybriden z. B. günstiger Nachtstrom zur Verfügung, können sie die Ladestation entsprechend programmieren und somit Kosten sparen. Die KeContact 30 ist darüber hinaus in der Lage, externe Zählerdaten auszulesen. So lässt sich nicht nur der maximal erlaubte Strombezug aus einer Solaranlage, einem Wärmespeicher oder einem Batteriespeicher regeln. Es ist auch möglich, Ladevorgänge des E-Fahrzeugs z. B. abhängig vom Haushaltsanschluss zu steuern.

Volle Kostenkontrolle


Für die Kostenkontrolle und Kostenabrechnung bietet eine Wallbox ebenfalls intelligente Lösungen. Die KeContact P30 beispielsweise verfügt über einen integrierten Zählerstand. In privaten, aber auch öffentlichen oder halb-öffentlichen lässt sich dank der Ladestation feststellen, wer wie viel Strom für Ladevorgänge verbraucht hat.

Die Verbindung zwischen E-Fahrzeug und Wallbox erfolgt über ein Ladekabel mit Ladestecker, das üblicherweise fest in die Box integriert ist. In Deutschland gilt der Typ 2 Stecker (Mennekes-Stecker) als Norm. 

Was kostet eine Wallbox?


Die Kosten für die Ladestationen variieren in Abhängigkeit von Ausführung und Hersteller meist zwischen etwa 700 und 1300 Euro. Beim Hersteller KEBA z. B. kostet die günstigste Box circa 900 Euro. Das Modell KeContact 30 ist ab rund 1128 Euro erhältlich. Die Kosten für eine fachmännische Installation der Ladestation fallen zusätzlich an. Sie belaufen sich in den meisten Fällen auf ungefähr 1000 Euro, sind aber stark von den baulichen Gegebenheiten, der Länge des verlegten Kabels und weiteren Faktoren abhängig.

Bildquellen: ©Dan Race-fotolia.com

 




Autor: Fabian Thomas

 
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