VW Golf 7 Kaufberatung: die Qual der Wahl

27.01.2014 Alle Ratgeber

Der VW Golf ist der meistverkaufte Kompaktklässler in Deutschland. Bereits Mitte der 1970er Jahre stellte Volkswagen den ersten Golf vor, für jetzige Verhältnisse bescheiden ausgerüstet. Heute, in der siebten Generation, gibt es den VW Golf in vier Karosserievarianten und 32 Ausstattungskombinationen.

Drei Ausstattungslinien


VW Golf 7 TestDie  „klassische“ Golf VII Limousine ist in drei Ausstattungslinien verfügbar: Trendline, Comfortline und Highline. Das Basismodell Trendline eignet sich für preisbewusste Kunden, die keine besonderen Ausstattungsfeatures benötigen. Für den Einstiegspreis von 17.175 Euro gibt es immerhin eine Klimaanlage serienmäßig, ein Radio gehört hingegen nicht zum Lieferumfang. Darüber hinaus bietet der Hersteller das Modell nur mit Stahlfelgen an. Und auch in puncto Antrieb müssen Käufer des VW Golf Trendline Abstriche machen. Es lassen sich ausschließlich die zwar effizienten, aber schwächeren Motorklassen auswählen. Komfort- und Hightech-Optionen sind grundsätzlich hinzubuchbar, allerdings nur gegen hohe Aufpreise. Wer sich für die Einstiegsvariante entscheidet, sollte zumindest ein optionales Radio erwerben.

Im Falle der nächsthöheren Ausstattungsstufe gibt es 16 Zoll Aluminiumfelgen als Basis-Bereifung. Der Golf 7 Comfortline (ab 19.175 Euro) präsentiert sich mit zeitgemäßer sowie wertiger Innenausstattung und ist mit allen verfügbaren Motorisierungen kombinierbar. Das Radio-System „Touch“ gehört zur Serienausrüstung, bietet jedoch einen eher mageren Sound. Für „Vielhörer“ empfiehlt es sich daher, mindestens das Radio-System „Colour“ zu wählen.

Die Top-Ausstattungsvariante Highline (ab 23.450 Euro) steht auf 17 Zoll Alu-Felgen und verfügt über zusätzliche Features wie ein Multifunktionslenkrad und Sportsitze. Darüber hinaus wertet der Hersteller den VW Golf Highline mit exklusiveren Zierleisten und Dekoreinlagen auf. Das Top-Modell ist ausschließlich mit starken Motorisierungen ausrüstbar.

Komfort und Sicherheit


VW Golf 7 Variant Kofferraum TestFür alle, die das VW Navigationssystem und alle Fahrerassistenzsysteme nutzen wollen, gehört das „Composition Media“ zum Pflichtprogramm. Ab der Ausstattungslinie Comfortline ist dieses Radio-System für einen relativ geringen Aufpreis (460 Euro) zu haben. Wer besonders großen Wert auf die neueste Technik und einen erweiterten Funktionsumfang legt, hat die Option, die integrierte Navigationslösung „Discover Pro“ hinzuzuwählen. Das System hat viel zu bieten, kostet allerdings auch 2.315 Euro.

Die Basis-Sicherheitsausrüstung ist bei allen drei Ausstattungslinien gleich. Insgesamt 15 Fahrerassistenzsysteme lassen sich gegen Aufpreis optional ergänzen. Lediglich eine Müdigkeitserkennung und ein Parkpilot gehören ab der Comfortline zur Basisausstattung. Das gebündelte Fahrerassistenzpaket ist für eine Preis von 2.350 Euro erhältlich (Highline: 1.690 Euro).

Die Motoren: „klassisch, sportlich, sparsam“


Die Motorenpalette des VW Golf 7 lässt sich in fünf Gruppen unterteilen: die Basis-Modelle, die sportlichen, die Golf TDI BlueMotion und die BlueTDI-Aggregate sowie der Erdgasantrieb. Die kleinsten Motorisierungen aus der ersten Gruppe sind der 1,2 l TSI-Benziner mit 85 PS und der 1,6 l TDI-Dieselmotor mit 105 PS. Am anderen Ende der Leistungskette stehen ein 1,4 l TSI mit 140 PS und ein 2,0 TDI mit 150 PS. Zu den sportlichen Golf-Versionen zählen der GTD, ausgestattet mit einem 184 PS TDI-Motor, der Golf GTI mit 2,0 l TSI-Motor (220 PS) und der GTI „Performance“ mit 230 PS starkem 2,0 l TSI-Motor. Erstmalig in sein Kompaktklasse-Programm aufgenommen hat Volkswagen zudem das VW Golf 7 R-Modell, mit 300 PS (2,0 l TSI) der stärkste Golf aller Zeiten.

VW Golf Sportsvan 2013Den Kontrast zu den Sportlern bilden die Gruppen der sparsamen Ausführungen. Zum einen gibt es den Golf TDI BlueMotion mit dem 110 PS starken 1,6 l TDI. Der Dieselmotor mit einem Verbrauchswert von durchschnittlich nur 3,2 Litern auf 100 Kilometern und CO2-Emissionen von 85 Gramm pro Kilometer steht für die Ausstattungslinien Trendline und Comfortline zur Verfügung. In Kombination mit letzteren ist auch der Erdgasantrieb TGI BlueMotion, ein 1,4 TGI-Motor mit 110 PS, erhältlich. In den Erdgas-Tank passen 15 Kilogramm Kraftstoff. Die fünfte Motorengruppe bilden die BlueTDI-Motoren, die dank eines mehrstufigen Systems zur Nachbehandlung des Abgases weniger Stickoxide ausstoßen. Je nach Ausstattung ist der VW Polo mit dem 1,6 l TDI (110 PS) oder dem 2,0 l TDI (150 PS) ausrüstbar.

Weitere Modellvarianten: Kombi & Co


Der VW Golf ist nicht nur als Limousine, sondern zusätzlich in weiteren Modellvarianten erhältlich. Der etwa 31 Zentimeter längere Kombi Golf 7 Variant ist mit einem größeren Raum- und Platzangebot ein praktisches Auto für Familien und Vielfahrer. Die Preise für die familienfreundliche Karosserievariante beginnen bei  18.950 Euro. ­Das Modell ist ebenfalls als BlueTDI-Variante mit gesenktem Stickoxid-Ausstoß erhältlich.

Als Cabrio kostet der VW Golf VII mindestens 24.175 Euro. Für das Golf Cabriolet gibt es eine einheitliche Basisausstattung. Jedoch ist das Modell mit dem vollautomatischen Textilverdeck auch in der GTI-Variante, als R-Modell und als Sondermodell (2014: Cup, Exclusive, Karmann) verfügbar.

Der neue VW Golf 7 CockpitEine weitere Modellvariante ist der Golf Sportsvan, den der Hersteller auf Basis der siebten Generation entwickelt hat. Das neue Fahrzeug ist der Nachfolger des Kompaktvans Golf Plus, der von Ende 2004 bis Anfang 2014 vom Band lief. Den Golf Sportsvan gibt es – genau wie die Limousine – in den drei Ausstattungsstufen Trendline, Comfortline und Highline. Der Einstiegspreis liegt bei 19.625 Euro.

Fazit zum Golf VII: Der Kunde hat die Qual der Wahl – egal, ob bei Karosserie, Motoren oder Ausstattung. Besonders die „Blue“-Motoren punkten aufgrund ihrer guten Verbrauchswerte. Im Verhältnis zu anderen Kompaktwagen ist der VW Golf  eher teuer. Neben guter Qualität zahlen die Kunden hier sicher auch das Design und den „Namen“. Wer ein neues Auto kaufen möchte, der kann hier wenig falsch machen.

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Autor: Fabian Thomas

 
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