Tipps zur Autopflege im Winter

27.02.2015 Alle Ratgeber

Im Winter sind Autos aufgrund der Witterungseinflüsse besonders starken Belastungen ausgesetzt. Um Roststellen, technischen oder sonstigen Schäden vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Auto regelmäßig zu pflegen und Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Fahrzeuge regelmäßig waschen


Ford Fiesta ADAC Winterreifen Test 2013Gegen Schneematsch und Streusalzreste hilft nur eine regelmäßige Autowäsche. Bevor es in die Waschanlage geht, ist es ratsam, Salzablagerungen, Schneematsch, Splitt und Eis unter Einsatz eines Hochdruckreinigers und Schwammes manuell zu entfernen. Fahrzeughalter sollten mit dem Wasserstrahl jedoch nicht direkt auf die Fahrzeugreifen zielen, um Beschädigungen an den Winterreifen zu vermeiden.

Der Grund für die Vorwäsche: Salzkristalle und kleine Steinchen, die sich auf dem Lack befinden, können unter dem Druck der Walzen, Bürsten oder Textillappen in der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirken und den Lack zerkratzen. Mit dem Zusatzprogramm „Unterbodenwäsche“ erstrahlen die empfindlichen und schwer erreichbaren Blechfalzen des Fahrzeugbodens in neuem Glanz. Eine Waschfunktion mit abschließender Trocknung hilft, die Gummidichtungen zu schonen und einem Anfrieren der Türen vorzubeugen. Mit Klebestreifen auf den Türschlössern lässt sich vermeiden, dass Wasser in die Schließzylinder eindringt und gefriert. Der ADAC macht den Vorschlag, Türdichtungen vor dem Kälteeinbruch mit geeigneten Mitteln zu behandeln.

Frostgefahr: Waschstraße bei Temperaturen deutlich unter null Grad meiden


Bei deutlichen Minustemperaturen rät Deutschlands größter Automobilclub dringend von der Nutzung der Waschanlage ab. Zufrierende Schlösser und Türen sind noch das kleinere Übel. Vielmehr droht die Gefahr, dass die Bremse festfriert und ihre Funktionstüchtigkeit verliert. Die Folgen sind zu erahnen. Mit einem feuchten Lappen lässt sich Abhilfe schaffen: Die manuelle Reinigung ist der Waschanlage vorzuziehen, bis die Temperaturen wieder steigen.

Autowäsche – für die Sicherheit und gegen den Rost


Die regelmäßige Autopflege im Winter mag lästig sein: Sie ist aber eine wirksame Methode, um Korrosion und Rost den Kampf anzusagen. Saubere Scheinwerfer, Scheiben (innen und außen) und Spiegel sind darüber hinaus unerlässlich für die Fahrsicherheit – besonders, weil es im Winter erst spät hell und wieder früh dunkel ist. Falls die Scheibenwischer Schlieren ziehen, sind diese mit einem feuchten Tuch vorsichtig zu reinigen und anschließend abzutrocknen. Tritt keine Verbesserung ein, hilft es nur noch, die alten Wischer durch neue zu ersetzen.

Frostschutz, Batterie und Beleuchtung prüfen


Neben der Autowäsche empfehlen sich weitere vorbeugende Maßnahmen, die dabei helfen, den Wagen gut durch den Winter zu bringen. Beispielsweise ist es wichtig, den Frostschutz im Kühler und der Scheibenwischanlange zu kontrollieren und bei Bedarf aufzufüllen. Bei fehlendem Frostschutz drohen erhebliche Schäden an der Technik des Pkws.

Kalte Temperaturen im Winter tragen dazu bei, dass Glühbirnen häufiger kaputt gehen. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, die Funktion der Beleuchtungen – vorne und hinten – regelmäßig zu überprüfen und defekte Lampen sofort zu wechseln.

Leidtragende in der kalten Jahreszeit sind auch die Autobatterien. Weil der der Motor – u. a. wegen des träge fließenden Öls – schlechter anspringt, kommt es zu größeren Belastungen. Eine defekte Batterie ist in Deutschland Pannenursache Nummer 1. Gerade bei eisigen Temperaturen ist es unangenehm, mit dem Wagen liegen zu bleiben. Um dieser Situation vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Leistungsstärke der Batterie rechtzeitig prüfen zu lassen.

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Autor: Fabian Thomas

 
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