Spritsparen in der Winterzeit – wie lässt sich der Verbrauch optimieren?

13.01.2015 Alle Ratgeber

tanken spritverbrauchDer Winter bringt für Autofahrer mehrere Unannehmlichkeiten mit sich. Während Glatteis und Schnee zu einer erhöhten Unfallgefahr auf den Straßen beitragen, belastet der kältebedingte erhöhte Spritverbrauch des Wagens den Gelbeutel des Autohalters.

Bei den wetterbedingten Beeinträchtigungen sind eine besonders vorausschauende und vorsichtige Fahrweise angebracht – nach der Devise: lieber ein paar Minuten früher losfahren als sich unnötig in Gefahr begeben. Um den Mehrverbrauch in der kalten Jahreszeit abzufangen, empfiehlt es sich, einige Verhaltensregeln zu beachten, denn so lassen sich unter Umständen bis zu 20 Prozent Sprit einsparen.

Motor: instand setzen und wintergerecht behandeln


Zentraler Faktor bei der Entstehung der Verbrauchsbilanz ist der Antrieb des Wagens. Um hohem Spritverbrauch vorzubeugen, ist es ratsam den Motor auf Wintertauglichkeit zu prüfen. Ein verstopfter Filter oder nicht mehr einwandfrei funktionierende Zündkerzen sind Gift für Fahrten während der kalten Jahreszeit.

Aber nicht nur die Wartung, sondern auch die persönliche Fahrweise spielen beim Spritsparen im Winter eine entscheidende Rolle. Anders als häufig angenommen ist es nicht sinnvoll, den Motor im Stand warmlaufen zu lassen. Besser ist es sofort loszufahren und den Motor im niedrigen bis mittleren Drehzahlenbereich auf eine gute Betriebstemperatur zu bringen. Bei kalten Temperaturen dauert das Warmlaufen unter Umständen bis zu 20 Kilometer. Daher empfiehlt es sich, falls möglich, Kurzstrecken im Winter gänzlich zu vermeiden.  Durch niedrigtouriges Fahren lässt sich die Kraftstoffbilanz ebenfalls verbessern. Es ist durchaus ratsam, bereits bei Tempo 50 in den fünften Gang zu schalten. Bei Stopps an Ampeln lohnt es sich oftmals – insbesondere im Falle von Pkws mit Start-Stopp-Technologie – den Motor auszuschalten. Gleiches gilt für Staus. Auch das Ausrollen vor roten Ampeln hilft dabei, den Spritverbrauch zu reduzieren.

Reifen: Druck prüfen


In Sachen Winterreifen heißt das Stichwort: Reifendruck. Wenn zu wenig oder zu viel Luft in den Pneus ist, erhöht sich der Rollwiderstand und folglich auch der Spritverbrauch des Autos.

Elektrische Verbraucher: gezielt einsetzen


Elektrische Ausstattungselemente wie z. B. die Klimaanlage,  die Sitz- oder Scheibenheizung und die Lichtmaschine sind Energiefresser und erhöhen den Kraftstoffverbrauch. Natürlich ist es wichtig, dass sich Autofahrer in ihrem Pkw wohlfühlen und im Winter nicht frieren. Allerdings ist es ratsam, die elektrischen Verbraucher nur dann einzuschalten, wenn sie auch wirklich benötigt werden.

Unnötiges Gepäck


Das ganze Jahr über, aber vor allem an Wintertagen ist eine überflüssige Ladung auf oder im Pkw zu entfernen. Auch wenn nach dem Winterurlaub manchmal die Motivation fehlt, empfiehlt es sich Ballast wie z. B. Dachboxen zügig abzumontieren. Alles, was am Auto befestigt ist, führt zu erhöhtem Luftwiderstand, mehr Gewicht und einer schlechten Spritbilanz.

Tipps für Winter und Sommer


Die Mehrzahl der Tipps zum Spritsparen ist  im Winter und im Sommer anwendbar. Der Fahrtstil und die Wartung des Wagens sind – wie oben beschrieben – entscheidende Faktoren bei der Regulierung des Spritverbrauchs. Um das Portemonnaie zu entlasten, lohnt es sich auch die Preise für Kraftstoffe an den Tankstellen zu vergleichen oder je nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften zu bilden.




Autor: Fabian Thomas

 
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