Sommerreifen kaufen und aufziehen: Wann ist die richtige Zeit?

13.03.2014 Alle Ratgeber

ADAC Sommerreifen Test 2013 VW PoloDer Frühling ist im Anmarsch. Wer nicht mit Ganzjahres- bzw. Allwetterreifen unterwegs ist, kann langsam schon mal seine Sommerreifen auf Einsatztauglichkeit überprüfen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für die Sommerpneus liegt bei 1,6 Millimetern. Wer diesen Richtwert unterschreitet oder Beschädigungen feststellt, muss sich unbedingt einen neuen Satz Reifen zulegen. Vor allem größere Händler locken derzeit mit Frühjahrsangeboten. In kleineren Läden lässt sich in der Regel eher zum Saisonende ein Schnäppchen schlagen. Denn dann müssen die Verkäufer Platz schaffen, um das Lager mit Winterreifen zu füllen. Unabhängig vom Anschaffungszeitpunkt sollten Kunden darauf achten, dass das Produktionsdatum der Reifen nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Der Fertigungszeitpunkt lässt sich auf der Seitenwand eines Pneus ablesen. Dort tauchen in der Regel der Schriftzug „DOT“ sowie eine Angabe für die Produktionswoche und eine Ziffer für das Produktionsjahr auf. So bedeutet beispielsweise die Kennzeichnung „DOT XXXXXX2713“, dass ein Reifen in der 27. Woche des Jahres 2013 herstellt wurde. Das Alter der Reifen kann sich negativ auf deren technische Eigenschaften auswirken. Deshalb sollten Autofahrer auf die empfohlenen Nutzungszeiten der Hersteller achten. Pneus, die bereits zehn Jahre aufgezogen sind, haben normalerweise unabhängig von ihrem augenscheinlichen Zustand einen Wechsel verdient.

Die „O bis O“-Regel für den Reifenwechsel


Um den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel abzupassen, können Autofahrer sich im Groben an der Faustregel O bis O, d. h. Oktober bis Ostern (i. d. R. April), orientieren. Wichtig ist, sich nicht von den ersten Sonnenstrahlen täuschen zu lassen. Ein zu früher Reifenwechsel kann einem Pkw-Halter nicht nur in Form von Versicherungsnachteilen oder einer Strafe teuer zu stehen kommen, sondern schadet auch den Produkten selbst und gefährdet die Sicherheit der Insassen. Solange die Temperaturen abends, nachts und morgens noch unter sieben Grad fallen, garantieren ausschließlich Winterreifen eine angemessene und sichere Fahrperformance. Aufgrund ihrer Profilgestaltung mit zahlreichen Lamellen und der speziellen chemischen Zusammensetzung bieten sie idealen Halt auf kalten Straßen. Sommerreifen hingegen können bei Temperaturen unter sieben Grad versteifen. In der Folge nimmt der Grip ab, was wiederum zu verlängerten Bremswegen und erhöhter Umfallgefahr führen kann. Ein paar wärmere Tage können den Winterreifen keinen größeren Schaden anhaben. Die Sommerreifen sollten Autofahrer in jedem Fall erst dann aufziehen, wenn die aktuellen Straßen- und Wetterverhältnisse es zulassen und steigende Temperaturen vorausgesagt sind. Ein zu später Wechsel ist auf der anderen Seite ebenfalls nicht zu empfehlen, denn auf Dauer nutzen Winterreifen stark ab. Zudem bieten Sommerreifen auf warmer und/oder nasser Fahrbahn bessere Haftung. Wichtig ist, nach jedem Reifenwechsel den Luftdruck aller Pneus – also auch den des Reserverads – zu überprüfen. Bei den abmontierten Rädern empfiehlt es sich, die vorherige Position (z. B. vorne links, hinten rechts) mit einem Kreidestift zu notieren, um bei der erneuten Anbringung das Abnutzungsausmaß berücksichtigen zu können.




Autor: Fabian Thomas

 
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