So erziele ich Höchstpreise beim Verkauf meines Gebrauchten

06.11.2014 Alle Ratgeber

Der neue Wagen ist bereits ausgesucht oder gar bestellt: Jetzt gilt es, den alten Wagen loszuwerden. Und das zu einem möglichst hohen Preis. Wer beim Verkauf seines Gebrauchten nicht unter Zeitdruck steht, sollte das Fahrzeug nicht zu einem Händler geben, sondern privat anbieten. Schließlich gilt in aller Regel: Je weniger Zwischenstationen es beim Verkauf gibt, desto mehr Geld lässt sich verdienen.

Wie viel ist der Gebrauchte noch wert?


autokauf-leasing-finanzierung-barUm einen Höchstpreis für seinen Gebrauchtwagen erzielen zu können, muss der Pkw-Halter zunächst wissen, was sein Wagen am Markt überhaupt noch wert ist. Hierfür stehen ihm mehrere Möglichkeiten zu Verfügung. Zum einen helfen Automobilbörsen im Internet und Zeitungsannoncen dabei, eine Preisspanne für das eigene Auto zu ermitteln. Zum anderen können ein Blick in die DAT-Liste von der Deutschen Automobil Treuhand oder in die Schwacke-Liste helfen. Bei allen Vergleichen mit anderen Angeboten sind unbedingt  Merkmale wie Baujahr, Kilometerleistung, Ausstattung und Mängel zu berücksichtigen, um eine realistische Einschätzung vornehmen zu können. Neutrale Anlaufstellen für die Wertfeststellung sind im Übrigen der TÜV, Dekra und der ADAC.  Der Check des Wagens birgt neben der Ermittlung des Preises noch einen weiteren Vorteil: Die Zertifikate, die der Fahrzeugbesitzer bei einer Überprüfung seines Gebrauchten erhält, kann er beim Verkauf den Interessenten vorlegen. Dies steigert die Seriosität seines Angebots.

Verkaufsanzeige seriös gestalten


Apropos Seriosität: Auf Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit kommt es besonders beim Schalten der Verkaufsanzeige an. Die Beschreibung des Wagens sollte möglichst ausführlich sein und mindestens folgende Punkte enthalten:

  • Fahrzeugmodell, Farbe

  • Erstzulassung

  • Anzahl Fahrzeughalter

  • Kilometerstand

  • Motorleistung

  • Kraftstoffart

  • Unfallwagen (ja/nein)

  • TÜV (bis wann?)

  • Bereifung (Winterreifen?)

  • Abgasuntersuchung (bis wann?)

  • Zustand der Mechanik und Elektronik

  • Ausstattung (Sitze, Audio, Klimaanlage etc.)

  • Garagenfahrzeug (ja/nein)

  • Zustand der Karosserie, Optik (Kratzer etc.)


Insbesondere bei der Beschreibung der Ausstattung kann der Pkw-Halter punkten, denn während CD-Radio und Klimaanlage heute bereits zu den erwarteten Standards gehören, führen Sonderausstattungen und zusätzliche Einbauten oftmals zu einer erheblichen Wertsteigerung des Gebrauchten. Wer also z. B. eine spezielle Stereoanlage, Ledersitze, ein Sportlenkrad oder besonders schöne Felgen für seinen Pkw gekauft hat, sollte dies in der Anzeige unbedingt erwähnen und auf Details eingehen. Aussagekräftige Fotos des Wagens und der Ausrüstung können eine positive Wirkung auf die Interessenten haben, denn Bilder sagen oft mehr als Worte. Was den Preis angeht, so sollten die Verkäufer diesen stets etwas höher ansetzen, um einen Verhandlungsspielraum zu haben.

Schäden vor dem Verkauf beheben


Damit der Besitzer sein Auto in der Anzeige wahrheitsgemäß beschreiben kann, muss er es vor dem Verkauf natürlich selbst genau unter die Lupe nehmen. Kleinere Lackkratzer sind akzeptabel, größere Mängel sollte er aber in jedem Fall beheben. Wenn die Hauptuntersuchung bald fällig ist, empfiehlt es sich, diese durchführen zu lassen. In jedem Fall ist das Fahrzeug noch einmal einem gründlichen Check zu unterziehen. Das Überprüfen von Öl- und Wasserstand, Beleuchtung und Reifendruck sollte selbstverständlich sein.

Nicht zu unterschätzen in ihrer Wirkung auf potenzielle Kunden ist die Optik des Wagens, denn wer setzt sich schon gerne in ein verdrecktes Auto?! Mit einer gründlichen Wäsche innen und außen sowie einer Politur für den Lack lässt sich der Gebrauchte auf Vordermann bringen. Unter Umständen ist auch eine Motorwäsche empfehlenswert. Sowohl auf dem Foto in der Anzeige als auch bei Besichtigungen ist ein gutes Erscheinungsbild des Wagens Pflicht. Zu guter Letzt sind alle notwendigen Unterlagen vom Autohalter zusammenzustellen. Dazu zählen neben der Zulassungsbescheinigung das Scheck- bzw. Wartungsheft, die Bedienungsanleitung für das Fahrzeug, gegebenenfalls vorhandene Zertifikate und sämtliche Belege über Reparaturen sowie Ein- oder Umbauten. Mit einem guten Gesamteindruck und ein wenig Geduld sollte sich ein Höchstpreis für den Gebrauchten erzielen lassen.




Autor: Fabian Thomas

 
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