Skoda Octavia Kaufberatung: Viel Platz, gute Qualität und günstig

26.01.2014 Alle Ratgeber

Die erste Einheit des Skoda Octavia – wie wir ihn heute kennen – lief 1996 vom Band. Seit Februar 2013 steht die dritte Generation bei den Händlern. Technisch basiert das Modell auf dem VW Golf von Mutterkonzern Volkswagen.  Anders als VW und viele weitere Hersteller im Kompaktklasse-Segment bietet Skoda seinen Schützling allerdings nur in zwei Karosserievarianten an, den Klassikern: Limousine und Kombi.

Lademeister Octavia: Kompaktklasse mit Mittelklasse-Ambitionen


Skoda Octavia Combi - KofferraumWas seine Größe und das Platzangebot betrifft, hat der Skoda Octavia schon beinahe Mittelklasse-Niveau. Beide Modellvarianten haben eine Länge von 4,66 Metern. Das entspricht etwa der Größe der BMW 3er Limousine. Die Octavia Limousine verfügt über ein Kofferraumvolumen von 590 bis 1580 Liter, der Kombi, der knapp 10 Zentimeter länger ausfällt als der VW Golf Variant, ist mit 610 bis 1740 Litern der absolute Lademeister innerhalb des Segments. Zum Vergleich: Der Mittelklässler Passat Variant misst in der Länge 11 Zentimeter mehr, kommt jedoch auf ein etwas kleineres Ladevolumen, und zwar 603 bis 1.731 Liter. Die Kopffreiheit für die Passagiere ist bei beiden Karosserievarianten des Skoda Octavia gleich großzügig. Und die beste Nachricht: Der Schützling der tschechischen VW-Tochter zeigt zwar Ambitionen in Richtung des höheren Segments, ist aber dennoch zu Preisen erhältlich, die deutlich unter dem Mittelklasse-Level liegen. Die Einstiegsversion gibt es ab 15.990 Euro (Limousine) bzw. 16.640 Euro (Combi).

3 Ausstattungsstufen – Empfehlung: Stufe 1 überspringen


Für den Skoda Octavia stehen drei Ausstattungsvarianten zur Auswahl, wobei die Basisausrüstung Active relativ spartanisch ausfällt. Zum Lieferumfang gehören hier ein (einfaches) CD-Radio, 15 Zoll Stahlräder und elektrische Fensterheber in der Front. Eine Klimaanlage lässt sich für einen Preis von 1.120 Euro hinzubuchen. Die Kombination mit weiteren Ausstattungspaketen ist beim Octavia Active nicht möglich. Die Optionen zur Individualisierung in Sachen Design, Komfort und Sicherheit sind in der Folge stark eingeschränkt. Darüber hinaus steht nur knapp die Hälfte der Motorisierungen für die Basisversion zur Verfügung.

Skoda Octavia Combi 2013 FrontWer sich eine solide Komfort- und Sicherheitsausstattung für seinen Octavia wünscht, sollte (mindestens) 2.400 Euro mehr investieren und die Variante Ambition wählen. In der Ausführung Octavia Ambition holte der Kompaktklässler der tschechischen VW-Tochter im Übrigen auch die Bestwertung von fünf Sternen im EuroNCAP Crashtest. Die zweite Ausstattungsstufe umfasst u. a. eine Klimaanlage, einen Bordcomputer, eine Multifunktionsanzeige, 16 Zoll Stahlfelgen, ein modernes CD-Radio, eine Geschwindigkeitsregelanlage, Nebelscheinwerfer und hochwertigere Stoffbezüge für die Sitze. Im Falle von Octavia Ambition und Octavia Combi Ambition lassen sich alle Motoren auswählen und nahezu alle Ausstattungsoptionen hinzubuchen. Zu beachten ist jedoch: Die optionalen Zusatzpakete sind bei Kombination mit der Variante Ambition teurer als für das Top-Modell, den Octavia Elegance.

Die höchste Ausstattungsstufe (Elegance) kostet gegenüber der Version Ambition einen weiteren Aufpreis von 2.070 Euro. Serienmäßig gibt es hier u. a. folgende Elemente: Bergfahrassistent, 4-Speichen-Lenkrad, Schalt- und Handbremshebel mit Lederelementen, Klimaanlage Climatronic, beheizbare Vordersitze, Leder-Stoff-Ausstattung, 16 Zoll Leichtmetallfelgen, hochwertiges Musiksystem, Fahrlichtassistent. Die Premium-Ausführung des Skoda Octavia ist nicht mit der schwächsten Motorklasse ausrüstbar.

Ausstattungspakete


Was die optionalen Ausstattungsergänzungen für den Octavia betrifft, so sind insbesondere die Pakete „Licht und Design“ (nur für Elegance) und das Fahrerassistenzpaket Traveller (Elegance, Ambition) zu empfehlen. Im Falle des Licht- und Designpaketes beträgt die Preisersparnis gegenüber einer Einzelbuchung der enthaltenen Elemente 50 Prozent. Es kostet 890 Euro und umfasst LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, 17 Zoll Leichtmetallräder, Chromzierleisten an den Seitenfenstern (außen) sowie ein Stahlreservenotrad. Das Zusatzpaket Traveller ist ab 2.450 Euro (Elegance) bzw. 3.350 Euro (Ambition) erhältlich. Für sein Geld bekommt der Kunde Folgendes: dynamisches Radio-Navigationssystem, Farbdisplay, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, automatische Außenspiegelabblendung, automatisch anklappbare Außenspiegel, Telefonfreisprecheinrichtung Bluetooth, Vier-Speichen-Multifunktionslenkrad für Radio und Telefon. Bei Kombination des Pakets mit der Ausstattung Ambition sind zudem dabei: Fahrlichtassistent, Regensensor, automatische Innenspiegelabblendung.

Motoren – abgesehen von den Einstiegsaggregaten: alles Green tec


Skoda Octavia RS 2013Die Motorenpalette von Octavia Limousine und Combi umfasst neben dem 1,2 l TSI Benzinaggregat mit 86 PS und 5-Gang-Schaltgetriebe sowie dem 90 PS-Dieselmotor 1,6 TDI mit gleicher Getriebeart zahlreiche leistungsstärkere Green tec-Motorisierungen. Letztere sind allesamt mit Start-Stopp- und einem Bremsenergie-Rückgewinnungs-System kombiniert. Auf Benzinerseite der sparsamen Motoren stehen der 1,2 l TSI Green Tec mit 105 PS, der 1,4 l TSI Green tec mit 140 PS und der 1,8 l TSI Green tec mit 180 PS. Entscheidet sich der Kunde für einen Green tec-Benziner, kann er zwischen einer 6-Gang-Schaltung und einem 7-Gang-DSG-Automatikgetriebe (DSG = Doppelkupplungsgetriebe) wählen. Automatik kostet eine Aufpreis von 1800 Euro. Die Dieselseite ist mit den folgenden Aggregaten besetzt: 1,6 l TDI Green tec mit 105 PS (5-Gang manuell oder 7-Gang DSG) und 2,0 l TDI Green tec mit 150 PS (6-Gang manuell oder 6-Gang DSG). Den Skoda Octavia Combi gibt es darüber hinaus auch mit Allradantrieb: als 1,8 l TSI Green tec 4x4 mit 180 PS, als 1,6 l TDI Green Tec 4x4 mit 105 PS oder als 2,0 l TDI Green tec 4x4 mit 150 PS.

Octavia RS: das Sportmodell


Der „schnellste Octavia aller Zeiten“ – wie Skoda ihn gerne bezeichnet – ist der Octavia RS. Das Modell verfügt über eine innovative Progressivlenkung und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 248 Kilometern pro Stunde. Für den Antrieb des Sportlers sorgen wahlweise ein 2,0 l TSI mit 220 PS oder ein 2,0 TDI mit 184 PS. Die Motoren lassen sich mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Gang-DSG-Automatikgetriebe kombinieren. Der Skoda Octavia RS hebt sich durch eine eigene RS-Ausstattungslinie von den anderen Modellvarianten des Kompaktklässlers ab. Zur serienmäßigen Ausrüstung des Octavia RS gehören folgende Elemente: Bi-Xenon-Leuchten mit adaptiven Frontscheinwerfern, Fahrlichtassistent, Drei-Speichen-Multifunktionslenkrad, elektrische Fensterheber (vorne & hinten), Klimaanlage Climatronic, Geschwindigkeitsregelanlage, Regensensor, Bordcomputer inklusive Multifunktionsanzeige mit farbigem Display, Telefonfreisprecheinrichtung Bluetooth und ein modernes CD-Radio. Für einen individuellen Look des Modells sorgen darüber hinaus 18 Zoll Leichtmetallfelgen, Auspuffendrohe im RS-Design, ein Heckklappen- bzw. Dachkantenspoiler sowie das Sportfahrwerk. Diverse Ausstattungspakete lassen sich optional hinzubuchen, z. B. das Fahrerassistenzpaket Traveller für 2.490 Euro. Der Hersteller gibt für den Skoda Octavia RS einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 6,2 Litern (Benziner) bzw. 4,6 Litern (Diesel) auf 100 Kilometern an. Das entspricht CO2-Emissionen von 142 Gramm (Benziner) bzw. 119 Gramm (Diesel) pro Kilometer, setzt allerdings auch voraus, dass der Fahrer die volle Kraft des schnellsten Octavia aller Zeiten nicht ständig ausschöpft.

Zusammengefasst: Wer nach einem Fahrzeug mit großzügigem Platzangebot sucht, trifft beim Skoda Octavia auf ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In Sachen Ausstattung und Komfort fällt der tschechische Kompaktklässler gegenüber vielen Konkurrenten etwas ab. Die Basisausstattung ist nicht empfehlenswert.




Autor: Fabian Thomas

 
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