Seat Leon Kaufberatung: Sportlichkeit im Mittelpunkt

29.01.2014 Alle Ratgeber

Seat Leon 2013 TestEin Konkurrent für den VW Golf aus dem eigenen Hause ist neben dem Skoda Octavia auch der Seat Leon. Der Kompaktklässler der spanischen VW-Tochter steht seit 1999 bei den Händlern. Im September 2012 stellte Seat die dritte Generation des Leon auf dem Pariser Autosalon der Öffentlichkeit vor, zwei Monate später erschien der 5-Türer auf dem Markt. Im Juni 2013 folgte der dreitürige Seat Leon SC. Schließlich komplettierte im November 2013 der Kombi Leon ST die spanische Kompaktklasse-Familie. Für alle drei Karosserieformen bietet der Hersteller eine Basisausstattung sowie die drei Ausstattungslinien Reference, Style und FR an.

Basisausstattung: Betonung auf Sicherheit


Bei der Einstiegsvariante  beschränkt Seat sich auf das Wesentliche: sieben Airbags, eine elektronische Stabilisierungskontrolle inklusive Antiblockiersystem und Antischlupfregelung sowie die ISOFIX-Kindersitz-System tragen zum Schutz der Insassen bei. In Sachen Komfort dürfen die Kunden bei dieser Version nicht zu viel erwarten. Zu den Highlights der Ausstattung zählen Sportsitze, ein Bordcomputer und eine Gangempfehlung. Das Einstiegsmodell ist ausschließlich mit den schwächsten Motoren, dem 1,2 TSI mit 86 PS und dem 1,6 l TDI mit 90 PS, verfügbar. Die Einstiegspreise für den Dreitürer SC liegen bei 14.990 Euro (Benziner) bzw. 17.950 Euro (Diesel). Eine Klimaanlage und CD-Radio lassen sich nicht zu der Basisausstattung hinzubuchen. Auch andere Optionspakete gibt es für die Basisversion nicht. Daher empfiehlt es sich – unabhängig von der Karosserievariante – mindestens den Seat Leon Reference zu wählen.

Reference: Betonung auf Komfort


Der neue Seat Leon 2012 hintenBei der zweiten Ausstattungslinie steht ein erhöhter Komfort im Fokus. Der Hersteller ergänzt die Basisausstattung u. a. um ein Audiosystem mit 5 Zoll Monochrom-Touchscreen, eine Klimaanlage und eine asymmetrisch umklappbare Rücksitzlehne. In puncto Motorisierung stehen für den Leon Reference auf Benzinerseite lediglich die 1,2 TSI Maschinen zwischen 86 und 105 PS sowie auf Dieselseite die 1,6 l TDI Aggregate zwischen 90 und 105 PS zur Wahl. Die Preise starten hier bei 16.900 Euro (Benziner) bzw. 19.800 Euro (Diesel) für den Dreitürer. Der Aufpreis gegenüber der Basisausstattung schwankt zwischen 1.890 und 1.910 Euro. Die Buchung von Ausstattungspaketen ist im Falle der Reference Line begrenzt. Beispielsweise lassen sich folgende Fahrsicherheitssysteme nicht ergänzen: Front Assist mit City-Notbremsfunktion, automatische Distanzregelung (ACC), Fernlichtassistent, Spurhalteassistent. Erwerbbar und zu empfehlen – auch für andere Ausstattungsvarianten – ist hingegen das Winterpaket zum Preis von 375 Euro. Dieses umfasst eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, beheizbare Scheibenwaschdüsen und beheizbare Vordersitze.

Style: Betonung auf Design


Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt bei der Ausstattungsstufe Style die Betonung auf dem Design der spanischen Kompaktklasse. Style lässt sich aber auch als „Lifestyle“ und Komfort interpretieren. Zusätzlich zum bzw. abweichend vom Leon Reference umfasst die Serienausstattung des Leon Style folgende Elemente: 16 Zoll Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer, Audiosystem mit 5 Zoll Monochrom-Touchscreen inklusive CD-Player und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Dachreling und Ladekantenschutz in Silber, Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz, Lederlenkrad mit Multifunktion,  Geschwindigkeitsregelanlage, Berganfahrassistent. Für Fahrzeuge in der dritten Ausstattungsvariante stehen die 1,2 und 1,4 TSI Benzinmotoren mit Leistungen zwischen 105 und 140 PS sowie die 1,6 TDI und 2,0 TDI Diesel (105 PS – 150 PS) zur Verfügung. Die Kosten für den Seat Leon SC Style betragen mindestens 19.340 Euro (Benziner) bzw. 22.140 Euro (Diesel). Im Vergleich zum Leon Reference zahlen die Kunden zwischen 1.450 Euro und 1.600 Euro mehr.

FR: Betonung auf Sportlichkeit


Seat Leon ST FrontBei der Top-Ausstattung FR steht die Sportlichkeit im Mittelpunkt. Ein Doppelauspuffrohr, ein Sportfahrwerk, 17-Zoll-Leichtmetallräder, eine Dunkeltönung der hinteren Seitenscheibe und der Heckscheibe, Sportsitze in Stoff-/Lederoptik, Climatronic, das SEAT Drive Profile sowie Heckleuchten in LED-Technologie sorgen für einen dynamischen Auftritt des Kompaktklässlers. Für den Sportler sind selbstredend nur die starken Motoren erhältlich: die 1,4 l und 1,8 TSI-Benzinaggregate mit Leistungen zwischen 122 und 180 PS sowie die 2,0 TDI Diesel-Maschine mit 150 bzw. 184 PS. Preislich startet der Leon SC ST bei 21.620 Euro (Benziner) bzw. 25.540 Euro (Diesel). Die Mehrkosten gegenüber der Ausstattung Style belaufen sich auf 1.580 bis 1.700 Euro.

ECOMOTIVE-Option für höchste Ausstattungsstufen


Für die Varianten Leon Reference und Style bietet Seat zusätzlich zu den bereits erwähnten Aggregaten einen besonders umweltbewussten ECOMOTIVE Dieselmotor an, den 1,6 l TDI ECOMOTIVE mit 110 PS. Modelle, die mit dieser Motorisierung ausgerüstet sind, bekommen zusätzlich rollwiderstandsoptimierte Reifen, ein Aerodynamik Paket mit Heck- und Seitenspoiler, ein Getriebe mit längerer Übersetzung, das ECOMOTIVE-Fahrwerk, einen speziellen Kühlergrill und das ECOMOTIVE-Label am Heck verpasst. Die VW-Tochter gibt für die ECOMOTIVE-Ausführung der Kompaktklasse (3-Türer) einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 3,3 Litern auf 100 Kilometern an (CO2-Emissionen: 87 g/km). Kostenpunkt: mindestens 21.780 Euro (SC Reference).

Aufpreise für 5-Türer, Kombi und Sonderausstattungen


Der Aufpreis für den 5-türigen Seat Leon gegenüber dem Leon SC beträgt jeweils 500 Euro. Nochmal zwischen 1.130 Euro und 1.150 Euro mehr zahlen Käufer des Kombis (ST). Neben dem Winterpaket sind in puncto Zusatzausstattung auch die Fahrerassistenzsysteme I und II zu empfehlen. Diese sind mit den Versionen Style und FR kombinierbar und kosten 300 bzw. 560 Euro. Eine Einparkhilfe gibt es ebenfalls relativ kostengünstig, für 350 Euro (nur hinten) bzw. 500 Euro (vorne und hinten). Wer sich für das Automatikgetriebe DSG entscheidet, zahlt im Übrigen 1.700 Euro.




Autor: Fabian Thomas

 
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