Mazda 3 Kaufberatung: sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

25.01.2014 Alle Ratgeber

Mazda 3 TestIm Jahr 2003 lief der erste Mazda 3 vom Band. Mittlerweile ist die Kompaktklasse des japanischen Herstellers in der dritten Generation  auf dem deutschen Markt vertreten. Das neue fünftürige Mazda 3-Schrägheckmodell erschien im Oktober 2013. Die viertürige Mazda 3 Stufenheck Limousine folgt im Februar 2014.

Breite, Höhe und Radabstand der beiden Karosserievarianten sind gleich. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Länge und Platzangebot. Das Stufenheck misst in der Länge 12 Zentimeter mehr und bietet ein um 15 Prozent größeres Kofferraumvolumen als die Schräghecklimousine, nämlich 419 statt 364 Liter. Mit diesen Werten liegt der Mazda 3 im kompakten Segment im Mittelfeld.

3 Ausstattungsstufen – umfangreiche Basisausrüstung zum Einstiegspreis von 16.990 Euro


In puncto Ausstattung hat der Kunde die Wahl zwischen der Prime-Line (nicht für 4-Türer erhältlich), Center-Line und Sports-Line. Bereits in der Basisausstattung macht die Mazda 3 Schräghecklimousine eine sehr gute Figur. Die Prime-Line umfasst einige Ausstattungselemente, die viele andere Einstiegsversionen von Kompaktklasse-Fahrzeugen vermissen lassen. Zum Sicherheitspaket des Mazda 3 Prime-Line gehören u. a. Front-, Kopf-, Schulter- und Seitenairbags, Antiblockiersystem (ABS), Bremsassistent (EBA), Reifenkontrollsystem sowie die Notbrems-Warnblinkautomatik (ESS). Mit dieser Ausrüstung holte der Mazda 3 im Euro NCAP Crashtest 2013 die Bestwertung (5 Sterne). Im Innenraum der Einstiegsvariante findet der Fahrer z. B. eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit Radio, AUX-Eingang und USB-Anschluss, den Touring-Computer, ein Stopp-Start-System sowie elektrische Fensterheber für alle vier Seitenfenster vor. Die Prime-Line startet bei einem Grundpreis von 16.990 Euro. Der Aufpreis für die 4-türige Stufenheck-Limousine beläuft sich auf 500 Euro.

Überdurchschnittlicher Komfort


Mazda 3 hintenErhöhten Komfort und zusätzliche Sicherheitselemente bietet der Mazda 3 Center-Line. Zum serienmäßigen Lieferumfang der zweiten Ausstattungsstufe zählen 16-Zoll-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer, eine 2-Zonen-Klimatisierungsautomatik, der Multi Commander, ein 7-Zoll-Farbdisplay, ein CD-Player mit einem zweiten USB-Anschluss und eine Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung. Der Fahrer bekommt zusätzlich die Möglichkeit, Internetradio und Social-Media während der Fahrt zu nutzen. Eine optische Aufwertung im Vergleich zum Basismodell gibt es in Form einer Chromzierleiste an den Seitenfenstern. Die Sicherheitsausrüstung erweitert der Hersteller um den City-Notbremsassistenten (SCBS) und eine Geschwindigkeitsregelanlage (Cruisematic). Der Mazda 3 Center-Line ist ab 20.290 Euro erhältlich.

Top-Ausstattung ab 23.290 Euro


Für die Premium-Ausstattung Sports-Line muss der Kunde mindestens 23.290 Euro ausgeben. Dafür bekommt er ergänzend zu dem Ausstattungsumfang des Mazda 3 Center-Line eine ganze Menge, genauer: Sitzheizung, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Schaltwippen am Lenkrad (bei Automatikgetriebe), das schlüssellose Zugangssystem „Login“, das Bose® Sound-System, ein Head-up-Display, eine digitale Tachometeranzeige, Bi-Xenon Hauptscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten, eine Scheinwerferanlage, Licht- und Regensensoren, einen Spurwechselassistenten (RVM),  abgedunkelte Heck- (bei Fünftürer) und Seitenscheiben (Fond) sowie eine Einparkhilfe für vorne und hinten.

Fokus auf Audio, Kommunikation & Sicherheit


Im Vergleich zu anderen Kompakt-Pkws fallen alle drei Ausstattungslinien überdurchschnittlich komfortabel aus. Die Japaner legen in der dritten Generation des Mazda 3 sehr viel Wert auf den Bereich Audio und Kommunikation sowie das Thema Sicherheit. Die „Verbindung“ von Fahrer und Außenwelt ermöglicht Mazda über MZD Connect, dessen Bestandteile mit Anstieg des Ausstattungslevels nach und nach ergänzt werden.

Zusätzliche Ausstattungselemente: Sports-Line Käufer profitieren


Mazda 3 2013 SeiteDas Angebot an zusätzlichen Ausstattungselementen fällt in Anbetracht der erstaunlich umfangreichen Serienausstattungen verhältnismäßig dürftig aus. Schnäppchen findet der Kunde hier nicht wirklich und vor allem für die Prime-Line gibt es nur wenige Ergänzungsmöglichkeiten. Im Falle der Einstiegsvariante lassen sich lediglich Leichtmetallräder und Metallic-Lackierungen hinzubuchen. Ferner sind kleinere optische Änderungen (z. B. Einstiegsleiste mit Mazda 3-Logo, Pedal-Ersatz aus Aluminium, Fußmattenersatz) möglich.

Für die Center-Line gibt es zum Preis von 900 Euro ein Touring-Paket mit Einparkhilfe, Licht- und Regensensor, Spurwechselassistent, abgedunkelten Heck- und Seitenscheiben sowie einer Sitzheizung. Darüber hinaus kann der Kunde für die zweite Ausstattungsstufe ein Licht-Paket (Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückfahrleuchten, Scheinwerferreinigungsanlage) für 650 Euro erwerben. Beide Zusatzpakete sind beim Mazda 3 Sports-Line bereits im serienmäßigen Lieferumfang enthalten. Das SD-Navigationssystem (nicht für Prime-Line) kostet bei Mazda 600 Euro. Die Metallic-Lackierungen sind im Übrigen ab 530 Euro zu haben.

Der vollumfängliche Schutz bleibt leider ausschließlich den Passagieren im Mazda 3 Sports-Line vorbehalten. Für die Sicherheits-Premiumausstattung bietet der Hersteller das sogenannte Technik-Paket an. Es kostet 1.650 Euro Aufpreis und umfasst folgende Elemente: adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung (MRCC), Pre Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff (SBS), Fernlichtassistent (HBC), Dynamisches Kurvenlicht (AFS), Spurhalteassistent (LDW). Eine Lederausstattung im Innenraum zum Preis von 1.500 Euro (schwarz) bzw. 1.700 Euro (weiß) gibt es ebenfalls nur in Kombination mit der Sports-Line.

Motoren: nur ein Benziner für die Einstiegsversion


Mazda 3 2013 CockpitDie Motorenpalette für den Mazda 3 umfasst insgesamt vier Aggregate. Der Einstiegsbenziner, der SKYACTIV-G 100 mit 100 PS, ist allerdings nur für die Ausstattungslinie Prime-Line und somit nicht für das fünftürige Schrägheckmodell verfügbar. Leider ist der 100 PS-Motor zudem das einzige Aggregat, das mit der Prime-Line kombinierbar ist.

Im Falle von Mazda 3 Center-Line und Sports Line hat der Kunde die Auswahl zwischen dem 120 PS starken SKYACTIV-G Benzinmotor und dem SKYACTIV-D Diesel mit 150 PS. Das 120 PS-Benzinaggregat ist bei beiden Karosserievarianten mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Gang-Automatikgetriebe erhältlich. Letzteres kostet einen Aufpreis von 1.800 Euro (Center-Line) bzw. 1.900 Euro (Sports Line). Wer den Dieselmotor wählt, hat nur bei Kauf der Schrägheck-Limousine die Wahl zwischen manueller Schaltung und Automatik. Für den Mazda 3 Fünftürer bietet der Hersteller zudem eine weitere Motorisierung an, den SKYACTIV-G 165 Benzinmotor (165 PS) inklusive Energierückgewinnungssystem i-ELOOP. Mit diesem lassen sich bis zu 10 Prozent Kraftstoff sparen. Die Kosten für das leistungsstarke und zeitgleich auf Effizienz bedachte Aggregat betragen mindestens 22.290 Euro (Center-Line) bzw. 25.290 Euro (Sports Line).

Fazit: In puncto Serienausstattung bietet der Mazda 3 im Vergleich zu anderen Modellen innerhalb seines Segments ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein Auto kaufen möchte und einen Kompaktklasse-Wagen sucht, der ab Werk schon überdurchschnittlich komfortabel ausgestattet ist, und Wert auf eine vorzeigbare Sicherheitsausrüstung legt, trifft mit dem Mazda 3 sicherlich eine gute Wahl. Für Autofahrer, die sich ihren Wagen individuell zusammenstellen möchten, eignet sich die Kompaktklasse der Japaner weniger gut – denn eine lange Extrasliste gibt es nicht. Innen- und Kofferraum sind zwar nicht auf eine Großfamilie ausgerichtet, bieten aber – segmentübergreifend betrachtet – ein durchschnittliches, ansprechendes Platzangebot.




Autor: Fabian Thomas

 
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