Marderabwehr, Garage und Co.: Mehr Tipps zum Autoschutz

04.05.2016 Alle Ratgeber

Auch günstige Neuwagen haben ihren Preis. Wenn ein Fahrzeug frisch vom Fertigungsband rollt, erreicht es seinen Besitzer idealerweise in einem rundum perfekten Zustand. Der Lack weist nicht den geringsten Kratzer auf und alle verbauten Teile sind im tadellosen Originalzustand. Im täglichen Gebrauch wird das Fahrzeug aber zahlreichen äußeren Einflüssen ausgesetzt, die wie der Zahn der Zeit an seiner Fassade nagen.

Bild 1 - Autoschutz  - KopieWitterungseinflüsse wie Regen, Hagel oder starke Sonneneinstrahlung, Staub und Abgasablagerungen oder der unter Autobesitzern viel gefürchtete Marderbiss hinterlassen ihre Spuren auf dem einst makellosen Neuwagen und mindern seinen Wert mit der Zeit beträchtlich. Wer der Wertminderung durch äußere Einflüsse entgegenwirken möchte, kann auf eine Vielzahl von Möglichkeiten zum Schutz eines Fahrzeugs zurückgreifen. Im Folgenden werden einige Tipps rund um den Autoschutz vorgestellt.

Garage und Carport


Bild 2 - Garage  - KopieDen wohl effizientesten Schutz eines Neuwagens gegen äußere Einflüsse bieten bauliche Möglichkeiten wie eine Garage oder ein Carport. Ob Schnee, Regen, Hagel, oder starke Sonneneinstrahlung, ein baulicher Schutz schirmt das Fahrzeug wirkungsvoll gegen Umwelteinflüsse ab. Auch gegen herumfliegende Äste und Dachziegeln wie es bei Herbststürmen leider oft üblich ist hilf eine Überdachung.

Das Carport ist eine günstige und flexible Möglichkeit, ein Fahrzeug gegen Witterungsschäden zu schützen. Ein Carport benötigt meist deutlich weniger Platz als eine feste Garage und kann damit ohne große Planung auch nachträglich angeschafft werden. Außerdem ist ein Carport schnell und unkompliziert errichtet. Viele Modelle und Ausführungen gibt es als praktischen Bausatz im Baumarkt, man muss nur auf die Kapazität achten, weil ein SUV braucht andere Maße als ein Kleinwagen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick ist die Überdachung für das Fahrzeug schnell selbst errichtet. Wer sich für ein Carport entscheidet, hat meist die Wahl zwischen einer rundherum offenen Variante oder einer Ausführung, bei der eine oder sogar alle Seiten durch Wände verschlossen sind.

Die Garage bietet im Vergleich zum Carport einen erweiterten Schutz. Als eigenständiger Raum kann sie meist abgeschlossen werden und schützt damit nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern auch vor Marderbiss und Diebstahl. Gerade der letzte Punkt schlägt sich auch in der Autoversicherung nieder. Wer sein Fahrzeug nachweislich in einer abschließbaren Garage parken kann, kommt in der Regel günstiger weg als Autofahrer, die ihr Fahrzeug auf nicht abschließbarem Parkraum abstellen müssen. Hier ist allerdings Vergleichen angesagt: In den meisten Fällen lohnt sich die Ersparnis bei der Versicherung im Vergleich zu den Kosten für einen Garagenbau erst nach längerer Zeit. Nur selten lohnt sich allein aus diesem Grund die Anschaffung einer Garage im Vergleich zum Carport. Der Bau einer Garage ist in der Regel deutlich teurer und benötigt mehr Platz.
„Sie schützt das Auto vor Witterungseinflüssen wie Nässe, Hagel und Frost – aber auch vor intensiver Sonneneinstrahlung. Auch senkt sie das Risiko von Diebstahl oder Einbrüchen in das Fahrzeug. Bei einigen Versicherern erhalten Kunden mit Garage den sogenannten Garagenrabatt von rund 5 Prozent des Versicherungsbeitrags.“ (Quelle: immobilienscout24.de)

Wer allerdings über die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten verfügt, bekommt mit einer Garage ein Höchstmaß an Schutz und Sicherheit für sein Fahrzeug.

Schutz vor Marderbiss


Bild 3 - Hausschutz  - KopieVor allem in ländlicheren Gebieten verursachen Marder große Schäden an Fahrzeugen und lassen dadurch beträchtliche Kosten für die Autobesitzer entstehen. Nicht immer ist die Kfz-Versicherung in der Pflicht, die Kosten für die Reparatur eines Schadens durch Marderbiss zu übernehmen. Die Schäden entstehen vor allem an diesen Bauteilen:

  • Zündkabel

  • Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser-Schläuche

  • Kunststoffschläuche

  • Faltenbälge an Antriebswellen und an der Lenkung

  • Stromleitungen bzw. deren Isolierung

  • Isoliermatten für die Geräusch- und Wärmedämmung


(Quelle: www.adac.de)

Die Schäden, die die kleinen Nager am Fahrzeug verursachen, sind nicht nur ärgerlich und kostenintensiv, sie können auch zu schwerwiegenden Unfällen führen. Wer sich schon einmal oder sogar mehrfach mit einem Schaden durch Marderbiss konfrontiert gesehen hat, wird oft erfinderisch. Die Tipps gegen die nächtlichen Besucher reichen von Hundehaaren über Kabelummantelungen bis hin zu elektronischen Abwehrmechanismen. Der ADAC rät von Abwehrversuchen durch jede Form von Duftstoffen grundsätzlich ab, da sie ihre Wirkung meist verfehlen.

Wirkungsvoller sind da schon verschiedene Ummantelungen für die Kabel, an denen Marder mit besonderer Vorliebe nagen. Entsprechende Materialien sind im Zubehörhandel erhältlich, allerdings sollten sie unbedingt fachgerecht angebracht werden, um keine Unfallgefahr zu verursachen. Für alle gefährdeten Bereiche des Fahrzeugs ist ein Schutz dieser Art jedoch nicht geeignet.

Besonders vielseitig einsetzbar sind Geräte, die den Marder mithilfe von Ultraschall oder Elektroschocks vertreiben. Ihre Wirkung hat sich vielfach bewährt und wird auch von Experten als effizienter Schutz gegen Marderbiss empfohlen. Entsprechende Geräte sind als Kfz-Zubehör erhältlich, sollten allerdings fachgerecht eingebaut werden, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sein Fahrzeug in der Kfz-Werkstatt vom Fachmann nachrüsten. Die Kosten für Ultraschall- oder Elektroschock-Einrichtungen für PKW liegen ohne Einbau und je nach Ausführung bei rund 100 bis 150 Euro.

Lackschutzfolie gegen Steinschlag und Kratzer


Es ist schnell passiert. Ein Steinschlag trifft das Auto und der Lack behält unschöne Kratzer zurück. Vor allem bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn kommt es häufig zu Lackschäden durch Steinschlag. Spezielle Lackschutzfolien können den Lack vor Kratzern und Steinschlägen schützen und damit die Neuwagenoptik möglichst lange erhalten.

Die speziellen Schutzfolien sind durchsichtig und werden mithilfe modernster Computertechnik optimal zugeschnitten und auf das Fahrzeug aufgetragen. Lackschutzfolien können sowohl auf einzelnen Fahrzeugteilen als auch auf der gesamten Lackoberfläche angebracht werden. Besonders häufig entscheiden sich Fahrzeugbesitzer für diesen effizienten Zusatzschutz auf der Motorhaube, den Außenspiegeln, den Türgriffmulden oder den Kotflügeln ihres Fahrzeugs. Das Risiko unschöner Lackschäden durch Steinschlag, Autoschlüssel oder andere Einflüsse kann so deutlich minimiert werden.

Bildquelle: Abbildung 1: fotolia.com © Eisenhans Abbildung 2: fotolia.com © henryn0580 Abbildung 3: fotolia.com © grafikplusfoto




Autor: Fabian Thomas

 
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