Erste Hilfe: eBook vom Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

20.01.2017 Alle Ratgeber

Nach einem Verkehrsunfall mit Personenschaden zählt häufig jede Minute. Verunfallte mit Herzstillstand benötigen unmittelbar Erste Hilfe. Denn bereits nach zwei Minuten ohne Sauerstoffversorgung ist mit bleibenden Gehirnschäden zu rechnen. Da Rettungskräfte in Großstädten in der Regel etwa acht bis zehn Minuten benötigen, um den Unfallort zu erreichen, ist die Erstversorgung durch andere Verkehrsteilnehmer von entscheidender Bedeutung für die anschließende Behandlung durch Sanitäter und Ärzte.

>> Hier das eBook als PDF downloaden: http://www.autounfall.net/ebook-erste-hilfe.pdf

Angst vor Fehlern und rechtlichen Konsequenzen


118819888_XS-© pixelawayDer Hauptgrund für das Unterlassen von Erster Hilfe in Deutschland ist die Angst etwas falsch zu machen. Die meisten Autofahrer nehmen nur einmal im Leben an einem Erste-Hilfe-Kurs teil, nämlich im Rahmen der Führerscheinprüfung. Und diese liegt bei vielen schon mehrere Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, zurück. Aus diesem Grund empfiehlt u. a. der ADAC allen Bürgern, regelmäßig an Auffrischungskursen teilzunehmen. Denn nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in privaten Haushalten, auf der Arbeit oder andernorts ist die Konfrontation mit einem Notfall möglich.

Verband für bürgernahe Verkehrspolitik sorgt für Transparenz


Logo - VfbV e.V.In Zusammenarbeit mit dem Verband für bürgernahe Verkehrspolitik (VFBV) möchten wir von MeinAuto.de einen Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Erste Hilfe-Maßnahmen in der BRD zu fördern. Der VFBV wurde im März 2014 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, für mehr Transparenz im Verkehrsrecht zu sorgen und Themen für den Laien aufzubereiten. Denn nicht nur in Sachen Erste Hilfe, sondern auch hinsichtlich des Bußgeldkatalogs, Trunkenheit im Straßenverkehr und bei vielen weiteren Fragestellungen herrscht bei Autofahrern, Motorrad-, Lkw- und Radfahrern sowie Fußgängern häufig Unwissenheit. Der Verein klärt die Verkehrsteilnehmer sowohl über ihre Rechte als auch Pflichten auf.

Wer gar nicht hilft, macht sich strafbar


Dass in erster Linie das Unterlassen von Hilfeleistung strafbar ist und hilfsbereite Menschen bei fehlerhafter Durchführung von Rettungsmaßnahmen im Regelfall nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, ist vielen immer noch nicht bewusst. Jeder ist verpflichtet nach bestem Gewissen und Vermögen zu handeln. Bereits das Absetzen eines Notrufes und das Hinzuholen von anderen Ersthelfern stellen eine Form von Erster Hilfe dar. Ersthelfer gelten als wichtigster Bestandteil der Rettungskette.

Vorgehen bei einem Autounfall mit Personenschaden


Warndreieck aufstellen - AutopanneBei einem Autounfall sowie in allen anderen Unfallsituationen ist es wichtig, dass der Selbstschutz für die Hilfeleistenden gewährleistet ist. Bei einem Notfall gilt es zunächst, die Situation zu erkennen, die Gefahrenlage zu beurteilen und anschließend unter Berücksichtigung der Gegebenheiten zu handeln.
  1. Der erste Schritt nach einem Verkehrsunfall ist grundsätzlich das Absichern der Unfallstelle, um Folgeunfälle sowie weitere Schäden für sich selbst oder verletzte Personen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Das Aufstellen eines Warndreiecks und das Tragen einer Warnweste gehören zu den Mindestvorkehrungen.
  2. Anschließend ist der Zustand des Verletzten bzw. der Verletzten zu prüfen und die Atmung zu kontrollieren.
  3. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 muss der Helfer schnellstmöglich einen Notruf absetzen. Für die Erstinformation der Rettungskräfte sind Details zur Unfallstelle, dem Unfallverlauf, der Anzahl der verletzten Personen und der Art der Verletzungen entscheidend. Es hilft, sich die 4 „W-Fragen“ zu merken:
    1. Wo ist der Unfall passiert?
    2. Was ist geschehen?
    3. Wie viele Menschen sind verletzt?
    4. Welche Arten von Verletzungen lassen sich feststellen?

    Besonderheiten wie z. B. ein Unfall mit einem Gefahrenguttransporter, eingeklemmte Verunfallte etc. sollten erwähnt werden, um Rettungsmaßnahmen durch Feuerwehr, Polizei und Sanitäter zu erleichtern. Der Mitarbeiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle stellt gegebenenfalls Rückfragen oder gibt über das Telefon Hilfestellungen für das Leisten der Ersten Hilfe am Unfallort.
  4. Nach dem Absetzen des Notrufs ist mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu beginnen. Bei Personen, die bei Bewusstsein sind, kann bereits ein Gespräch zur Ablenkung von Schmerzen eine Form von Erster Hilfe darstellen. Nicht immer ist die Wundversorgung vordergründig. Bei Verletzten mit Atemstillstand ist unmittelbar eine Herzdruckmassage durchzuführen.

Kostenlos! – eBook und Ratgeber: Hilfreiches und Wissenswertes rund um Erste Hilfe

Logo - autounfall.netViele wichtige Hinweise und hilfreiche Informationen rund um Atemkontrolle, stabile Seitenlage und lebensrettende Soforthilfe bei plötzlichem Herzstillstand hat der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik in dem kostenlosen eBook „Erste Hilfe: Wer richtig informiert ist, kann Leben retten“ zusammengefasst. Das Buch beinhaltet zudem interessante Interviews mit Vertretern von Feuerwehr, Arbeiter-Samariter-Bund und den Johannitern. Auf MeinAuto.de widmen wir uns der Thematik der lebensrettenden Sofortmaßnahmen in unserem Ratgeber „Erste Hilfe im Straßenverkehr – Tipps, Vorschriften, Schritte“.

>> Hier das eBook als PDF downloaden: http://www.autounfall.net/ebook-erste-hilfe.pdf

Unterlassene Hilfeleistung ist kein Kavaliersdelikt


Rechtlich gilt prinzipiell: Nur wer nicht anhält und nicht hilft, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen gemäß Paragraph 323c des Strafgesetzbuches (StGB) rechnen. Bei unterlassener Hilfeleistung drohen Geldbußen sowie eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Bildquellen: ©pixelaway-fotolia.com, ©galaxy67-fotolia.com




Autor: Fabian Thomas

 
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