Das erste eigene Auto: Ideale Autos für Fahranfänger

08.09.2017 Alle Ratgeber

Frischegebackene Führerscheinbesitzer möchten natürlich so schnell wie möglich ihr erstes eigenes Auto. Dabei stellen sich einige Fragen, die bei den meisten Führerscheinneulingen gleich sind. Die Beantwortung dieser Fragen hängt von persönlichen Vorlieben, Prioritäten und den individuellen Möglichkeiten ab.

So finden Sie das erste eigene Auto


autos-nissan-parken-gebrauchtwagen-2688161_640Neben den finanziellen Mitteln sollte in erster Linie die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs im Fokus stehen:
  • Wie oft wird der Führerscheinneuling unterwegs sein?
  • Finden viele Fahrten im Stadtverkehr statt oder mehr Überlandfahrten?
  • Soll das erste Auto nur eine Übergangslösung darstellen oder ist es langfristig als Fortbewegungsmittel vorgesehen?
  • Fährt der Fahranfänger meist alleine oder befördert er häufiger Passagiere, beispielsweise die Fahrgemeinschaft zur Ausbildungsstelle?

Beliebt bei den Fahranfängern


Fahranfänger geben sich hierzulande bodenständig. Das erste Auto ist meist sechs Jahre oder älter und hat bereits mindestens 80.000 Kilometer auf dem Tacho. Beliebte Modelle sind kleinere Wagen wie der VW Golf, der Ford Fiesta oder der Skoda Fabia. Die kompakte Größe und die für Fahranfänger angemessene PS-Zahl machen diese Autos zu idealen Anfängerfahrzeugen. Damit können Fahranfänger Fahrpraxis sammeln und die für den Straßenverkehr notwendige Fahrsicherheit erlangen. Ein Gebrauchtfahrzeug hat den Vorteil, dass kleine Kratzer oder Beulen kein so großes Drama sind. Wer aber nicht in einem benutzen Auto sitzen möchte und von einer vollen Herstellergarantie profitieren will, für den haben wir auch hohe Rabatte für Fahranfänger.

Wo das erste Auto kaufen? Von privat oder im Gebrauchtwagenhandel


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Bei Fahranfängern sind Gebrauchtfahrzeuge, die sechs Jahre und älter sind, besonders beliebt.

Der deutsche Automarkt bietet einige Möglichkeiten, an ein erstes Auto zu kommen. Der Kauf bei einem Autohändler hat gegenüber dem Kauf bei einer Privatperson selbstverständlich nicht nur den Vorteil, dass die Händler häufig Eiskratzer verschenken oder andere nützliche Werbeartikel ausgeben. Beim Gebrauchtwagenhändler gibt es überdies eine Gewährleistung, die eine Privatperson nicht anbieten muss. Es ist in jedem Fall sehr empfehlenswert, beim ersten Autokauf jemanden mitzunehmen, der bereits Erfahrung hat und dabei helfen kann, das richtige Auto zu finden. Vom Traumauto zum Auto-Alptraum fehlt oft nur ein kleiner Schritt. Auf jeden Fall sollten der Fahranfänger bei Kaufinteresse an einem Gebrauchtwagen vorher eine Probefahrt machen. Zum einen lassen sich dabei einige Mängel feststellen, zum anderen sieht der Führerscheinneuling direkt, ob er mit dem Auto zurechtkommt.

Vorsicht vor billigen Fahrzeugen. Die Folgekosten können enorm werden


Günstige Fahrzeuge erscheinen Führerscheinneulingen häufig als sehr attraktiv. Doch Vorsicht bei Billigautos. Fahrzeuge, die schon zehn Jahre und älter sind und eine hohe Fahrleistung von 150.000 Kilometern oder mehr haben, bergen ein gewisses Risiko. Denn je länger ein Auto auf den Straßen unterwegs ist, umso mehr verschleißen die Teile des Wagens. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Fahrzeug gravierende Mängel hat. Das kann sich negativ auf die Sicherheit auswirken und den ersten Wagen anfällig für Reparaturen machen. Das zu Beginn am Kaufpreis gesparte Geld ist dann schnell wieder weg.

In Deutschland ist es so, dass die meisten Fahrer im Durchschnitt drei Jahre mit dem ersten Fahrzeug unterwegs sind. Dann gibt es das nächste Fahrzeug – meist etwas größer, schneller und teurer und oft ein Neuwagen. Als Anfängerauto eignen sich Gebrauchtfahrzeuge im Preissegment von 3.000 bis 5.000 Euro.

Kosten, die mit dem ersten Auto entstehen


Beim Kauf des ersten Autos sind fast zwei Drittel noch unter 20 Jahren alt. Ohne Geld von den Eltern können die wenigsten in diesem Alter große Sprünge machen. Um das Auto zu finanzieren, besteht die Möglichkeit, das Geld zu leihen, beispielsweise mit einer Finanzierung oder durch einen Privatkredit beispielsweise bei den Großeltern, Eltern oder anderen Verwandten. Da hier nicht nur die Anschaffung des Fahrzeugs ordentlich ins Geld geht, sondern zusätzlich laufende monatliche Kosten anfallen, sollten Fahranfänger vor dem Autokauf eine detaillierte Kostenaufstellung machen. Eine andere Alternative ist das Leasing, das gut kalkulierende monatliche Raten besitzt.

Laufende monatliche Kosten


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Je nach monatlicher Fahrleistung können die Kraftstoffkosten erheblich zu Buche schlagen.
Je nach Marke, Modell und Kraftstoffverbrauch liegen die laufenden Kosten für ein Auto bei 200 bis 400 Euro monatlich. Dabei ist der Wertverlust nicht mit eingerechnet, der sich mit 40 bis 50 Prozent der monatlichen Kosten kalkulieren lässt.

Ein Fahrsicherheitstraining gönnen


Führerscheinneulinge brauchen am Anfang vor allem eines: Fahrpraxis. Um das Fahren in Extremsituationen zu schulen, ist ein Fahrsicherheitstraining sehr empfehlenswert, wie es der ADAC oder andere Anbieter regelmäßig im Programm haben. Dieses Training kostet etwa 150 bis 180 Euro und ist eine wirklich sinnvolle Investition.

Die Versicherung für das erste Fahrzeug


Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Es gibt keine Zulassung für ein Fahrzeug ohne Deckungszusage durch eine Versicherung. Die geringe Fahrpraxis und das damit möglicherweise höhere Unfallrisiko legen die Entscheidung nahe, zusätzlich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abzuschließen. Hier lohnt sich ein Anbietervergleich, denn die Preisspanne kann von Versicherer zu Versicherer erheblich variieren. Die Versicherung berechnet den Beitragssatz aus verschiedenen Faktoren. Regional- und Typklasse, das Alter des Fahrzeugs, die jährliche Fahrleistung und das Alter des Fahrers spielen dabei eine wesentliche Rolle.

In der Regel schätzen Kfz-Versicherungen das Unfallrisiko bei Fahranfängern höher ein, sodass sie einen höheren Prozentsatz zahlen. Dadurch fällt ein entsprechend höherer Kostenaufwand an.

Tipp: Damit die Versicherungsbeiträge nicht utopisch hoch werden, haben Fahranfänger mehrere Möglichkeiten die Kosten im Griff zu behalten. Es besteht die Möglichkeit, das Auto als Zweitwagen bei den Eltern mitzuversichern oder die Schadenfreiheitsklasse einer anderen Person zu übernehmen, beispielsweise von den Großeltern, die selbst kein Fahrzeug mehr zugelassen haben.

Behördengänge nach dem Autokauf


Das Unterzeichnen des Kaufvertrages und die Überweisung des Kaufpreises sind noch die einfachsten bürokratischen Hürden auf dem Weg zum ersten eigenen Fahrzeug. Danach geht der Bürokratie-Marathon erst richtig los.

Zunächst ist eine passende Versicherung notwendig, die bereits vor der Zulassung eine Deckungszusage geben muss, sonst kann das Auto nicht angemeldet werden. Die Anmeldung selbst erfolgt bei der Kfz-Zulassungsstelle bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, wo der Führerscheinneuling seinen Wohnsitz hat. Inklusive Kfz-Kennzeichen kostet das Anmelden etwa 100 Euro. Wunschkennzeichen gibt es gegen Aufpreis, wenn das entsprechende Kennzeichen verfügbar ist. Ist das Auto angemeldet, dürfen die Fahranfänger nicht vergessen, regelmäßig zum TÜV zu fahren, um die Hauptuntersuchung und die Abgasuntersuchung machen zu lassen. Beides ist regelmäßig mit Gebühren verbunden.

Bildquellen: ©Jan2575-pixabay.com, ©blickpixel-foto-pixabay.com, ©Activ-Michoko-pixabay.com




Autor: Fabian Thomas

 
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