Autopanne: Was tun? – Tipps und Infos

18.08.2014 Alle Ratgeber

autopanneFast täglich und besonders bei extremen Wetterverhältnissen wie starker Hitze oder Kälte sieht man folgendes oder ähnliches Szenario: ein liegengebliebener Wagen, am Straßenrand stehende Personen, verzweifelte Blicke. Allein der ADAC hat im vergangenen Jahr mehr als vier Millionen Mal Pannenhilfe geleistet. Als Pannenursache Nummer eins entpuppte sich die Autobatterie.

Den Gedanken, selbst von einer Autopanne betroffen sein zu können, schieben die meisten Autofahrer gerne von sich weg. Vollständig schützen kann sich vor diesem Szenario jedoch keiner. Um im Eintrittsfall Panik und lebensgefährliche Situationen zu vermeiden, sollte jeder Verkehrsteilnehmer nicht nur auf eine angemessene Ausrüstung seines Fahrzeugs achten, sondern sich auch mit den "Do's and Don'ts" im Falle einer Autopanne auseinandersetzen. Ins Auto gehören neben Warndreieck, Warnweste(n) und Verbandskasten möglichst auch ein Reserverad, ein Wagenheber, ein Starthilfekabel, ein Abschleppseil, Ersatzglühlampen, Handschuhe und eine Taschenlampe.

Autopanne: Wie verhalte ich mich richtig?


Wer auf der Autobahn oder Landstraße unterwegs ist und bemerkt, dass ein Weiterfahren mit dem Fahrzeug unmöglich ist, sollte umgehend den Warnblinker aktivieren, um andere Verkehrsteilnehmer auf das abnehmende Tempo des eigenen Pkw aufmerksam zu machen.

Wo stelle ich das Fahrzeug ab?


Unter Beachtung des anderen Verkehrs gilt es dann, das Auto sicher in eine Pannenbucht, an den Straßenrand oder auf den Standstreifen zu lenken. Wenn der Fahrer den Pkw vollständig gestoppt hat, sollte er das Lenkrad nach rechts einschlagen, damit das Fahrzeug im Falle eines Auffahrunfalls nicht in den Verkehr gerät.

Wie verlasse ich das Fahrzeug?


Alle Insassen müssen das stehen gebliebene Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen, und zwar unbedingt auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite – auch wenn dies bedeutet, dass andere Sitze überklettert werden müssen. Bis auf Handy, Fahrzeugpapiere und der Notrufnummer-Notiz (ggf. Mitgliedskarte vom Automobilclub, Versicherungskarte) empfiehlt es sich, alle Gegenstände im Auto zurückzulassen. Kinder sollten nicht alleine aussteigen und Hunde gehören an die Leine. Es ist besonders wichtig, dass sich alle Mitfahrer nach dem Aussteigen unmittelbar von der Straße entfernen und hinter die Leitplanke begeben. Das Betreten oder gar Überqueren der Fahrbahn ist strengstens verboten.

Was sollte ich als nächstes tun? Wie sichere ich die Unfallstelle ab?


Der Autofahrer muss die Warnweste überziehen und die Unfallstelle absichern, bevor er sich ebenfalls hinter die Leitplanke begibt. Das Warndreieck ist auf der Autobahn mit einem Abstand von mindestens 150 Metern vor der Pannenstelle aufzustellen. Zum Abschätzen der Entfernung können sich Betroffene in der Regel an den Begrenzungspfosten orientieren, denn vier Pfosten stehen auf einer Länge von 150 Metern. Auf der Landstraße ist im Übrigen ein Mindestabstand von circa 100 Metern vorgeschrieben.

Was muss ich beim Hilferuf beachten?


Sobald der Fahrer das Auto abgesichert und sich von der Fahrbahn entfernt hat, kann er mit dem Handy oder an einem Notruftelefon Hilfe rufen. Die Notrufsäulen sind an Bundesstraßen im Abstand von etwa 2 Kilometern aufgestellt. Eine Gebrauchsanleitung gibt es vor Ort. Kleine schwarze Pfeile an den Leitpfosten weisen auf die Lage der Telefone hin. Vorteil der Notruftelefone ist, dass sie mit dem genauen Standort gekennzeichnet sind. Denn: unabhängig davon, ob Automobilclubs, der Hersteller selbst (bei Mobilitätsgarantie), ein Allianz Schutzbrief oder eine andere Hilfezentrale  Ansprechpartner sind, muss der Fahrer möglichst genaue Angaben zu seinem Aufenthaltsort angeben, um schnell Unterstützung zu bekommen. Zu den notwendigen Auskünften zählen i. d. R.  eine knappe Schilderung des Pannenverlaufs, die Nummer der Autobahn bzw. Bundesstraße oder alternativ Angaben zur Strecke (von "Stadt A" nach "Stadt B"), eine Information zur Fahrtrichtung sowie Details wie Fahrzeugtyp, -farbe und Kennzeichen. Für Rückfragen der Pannenhelfer sollte der Fahrer diesen zudem seine Handynummer mitteilen. Einige Automobilclubs bieten übrigens auch moderne Pannenhilfe-Apps für Smartphones an. Diese bieten die Möglichkeit, den genauen Standort per GPS zu übertragen. Nach getätigtem Anruf heißt es dann erstmal nur noch: warten!

Im Voraus gewappnet sein


Wer sich auf den Ernstfall "Autopanne" vorbereiten und sich mit der Technik seines Autos vertraut machen will oder in Notfallsituationen schnell verunsichert ist, hat neben der selbständigen Informationseinholung die Option, an einem Pannenhilfekurs teilzunehmen. Hier erhalten Autofahrer nicht nur Tipps zum Verhalten bei Autopannen oder -unfällen, sondern lernen auch nützliche Handgriffe kennen und werfen gemeinsam mit den Kursleitern einen Blick unter die Motorhaube.




Autor: Fabian Thomas

 
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