Assistenzsysteme: Opel Corsa, Ford Fiesta, Skoda Fabia, Seat Ibiza und VW Polo im Vergleich

13.07.2016 Alle Ratgeber

Es ist mit Kleinwagen manchmal wie mit Kleinkindern. Sie wollen sein wie die Großen, bei den Autos eben wie die Oberklasse. Natürlich nur dort, wo es Vorteile bringt, wie bei den Assistenzsystemen - auch wenn man bei Kleinwagen auf jeden Euro achten muss. Wie die Hersteller den Zwiespalt zwischen Sparzwang und teurer Sicherheitstechnologie lösen, wollen wir uns am Beispiel des Skoda Fabia, des Opel Corsa, des Seat Ibiza, des Ford Fiesta und des VW Polo ansehen. Hier geht’s zum Vergleich!

Fahrassistenzsysteme - wer taugt zum Assistenten?

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© 2016 Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Bevor wir uns ans Vergleichen machen, müssen wir abstecken, welche Helfer überhaupt zu den Assistenzsystemen zählen. Der ADAC definiert die elektronischen Beifahrer wie folgt:

"Fahrerassistenzsysteme (FAS, englisch: Advanced Driver Assistance Systems ADAS) sind elektronische Zusatzeinrichtungen in Fahrzeugen zur Verbesserung der Sicherheit und des Komforts. FAS unterstützen und entlasten den Fahrer in bestimmten Fahrsituationen.
FAS wirken automatisch oder auf Anforderung auf Gas und Bremse und die Lenkung des Fahrzeugs. Sie warnen den Fahrer optisch, akustisch oder haptisch vor oder während kritischer Fahrsituationen.
"

Um ihre Kernaufgabe - die Verbesserung der Sicherheit - erfüllen zu können, haben viele Systeme die aktuelle Verkehrs- und die Fahrsituation genau im Blick. Dazu nutzen sie Sensoren, Kameras und Radar- bzw. Ultraschall-Wellen. Allerdings wachen die Assistenten nicht nur übers Fahren, wie der ADAC in seiner Begriffsbestimmung andeutete: Sie versuchen auch den Komfort und das Fahrgefühl zu verbessern.

Zwei verschiedene Gruppen

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© 2016 Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Unter diesen Gesichtspunkten lassen sich die Assistenzsystem in zwei Großgruppen einteilen. Zum einen in Fahrassistenzsysteme, die direkt auf das Fahrverhalten wirken: entweder in Fahrtrichtung oder auch quer dazu. Zu ihnen zählen alteingesessene Systeme wie das Antiblockiersystem (ABS) oder das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP); aber auch neue Helfer wie:

Zum anderen gibt es die Gruppe der allgemeinen Sicherheits- und Komfort-Assistenzsysteme. Zu ihnen rechnen u.a.:

  • Einparkhelfer und vollautomatische Einparksysteme
  • Head-up-Displays
  • moderne Lichttechnologien (LED-Tagfahrlichter, adaptive Lichtanlagen, etc.)
  • Müdigkeitswarner
  • Multikollisionsbremsen (verhindert das Wegschleudern nach Kollisionen)
  • Regensensoren
  • Reifendruckkontrollen

Die Frage ist jetzt: Wie viele dieser Helfer stecken in den aktuellen Top-Kleinwagen?

Ford Fiesta & Opel Corsa - die Vorreiter

Opel und Ford haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder als Vorreiter in Bezug auf die Assistenzsysteme hervorgetan; insbesondere die Rüsselsheimer sind hier innovativ und umtriebig. Das bestätigt sich auch beim Opel Corsa.

Die Assistenzsysteme vom Opel Corsa

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© GM Company.
Serienmäßige Assistenzsysteme:

  • adaptives Bremslicht
  • ABS, ESP
  • auskuppelbare Sicherheitspedale
  • Berganfahrassistent
  • elektronische Bremskraftverteilung
  • erhöhte Servolenk-Unterstützung in der Stadt (City-Modus)
  • Fußgängerschutz
  • Reifendruckkontrollsystem
  • Traktisonkontrolle

Optionale Assistenzsysteme:

  • automatisches Abblendlicht mit Tunnelerkennung
  • automatischer Parkassistent
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht und LED-Tagfahrlicht (Sicht-Paket)
  • Notfall- und Diebstahlservice, Fahrzeugdiagnose, etc. (Opel Onstar)
  • Frontkollisionswarner, Abstandsanzeige, Verkehrsschildassistent, Fernlicht- und Spurhalte-Assistent - (Opel Eye Frontkamera)
  • Geschwindigkeitsregler
  • Regensensor
  • Parkpilot
  • Toter-Winkel-Warner
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Der Ford Fiesta

Die Kölner können mit diesem Assistenzsystem-Geschwader nicht ganz mithalten. Aber auch sie bieten für den kleinen Fiesta viele elektronische Helfer an.

Ford_Fiesta_2016-ausen_vorne_dynamischSerienmäßige Assistenzsysteme:

  • ABS, ESP
  • Berganfahrassistent
  • elektronische Bremskraftverteilung (EBD)
  • elektromechanische Servolenkung (geschwindigkeitsabhängig)
  • intelligentes Sicherheitssystem (diverse Airbags)
  • LED-Tagfahrlicht

Optionale Assistenzsysteme:

  • Abstandsregler und Notbremsassistent bis Tempo 30 (Active City Stop)
  • Geschwindigkeitsregelanlage
  • Notrufassistent
  • Park-Pilot
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Skoda Fabia, Seat Ibiza und VW Polo - das Volkswagen Imperium schlägt zurück?

Der VW-Konzern schickt in der Kompaktklasse drei Modelle an den Start: den Skoda Fabia, den Seat Ibiza und den VW Polo. Aller drei sind reich mit Fahrassistenzsystemen bestückt. Der Mutterkonzern und die Schwesterunternehmen setzten weitgehend auf dieselben Technologien - aber sie tun dies mit jeweils anderen Schwerpunkten. Auffallend ist das Fehlen eines Notfallservices, das Ford und Opel im Programm haben.

Fahrerassistenzsysteme vom Skoda Fabia

skoda fabia 2015 test hintenSerienmäßige Assistenzsysteme:

  • ABS, ESP (Skoda ESC),
  • Bremsassistent
  • elektromechanische Servo
  • elektronisches Sperrdifferential (XDS+)
  • Multikollisionsbremse
  • Reifendruckkontrolle

Optionale Assistenzsysteme:

  • adaptiver Abstandsassistent (ACC)
  • ASR Antischlupfregelung
  • Berganfahrassistent (Hill-Hold-Control)
  • Frontassistent mit Notbremsfunktion
  • Geschwindigkeitsregelanlage
  • LED-Tagfahrlicht
  • Müdigkeitserkennung
  • Parksensor
  • Rückfahrkamera
  • Regensensor
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Seat Ibzia und seine Assistenzsysteme

SEAT IBIZA 2016 außen statisch sonnenuntergangSerienmäßige Assistenzsysteme:

  • ABS, ESP
  • Antischlupfregelung
  • elektronische Differentialsperre mit Schleppmoment-Regelung
  • hydraulischer Bremsassistent
  • Multikollisionsbremse
  • Reifendruckkontrolle

Optionale Assistenzsysteme:

  • Berganfahrassistent (Hill-Hold-Control)
  • elektronisches Sperrdifferential (XDS+)
  • Einparkhilfe (Ultraschall)
  • Geschwindigkeitsregelanlage
  • LED-Tagfahrlicht
  • Müdigkeitserkennung
  • Regensensor

Assistenzsysteme vom VW Polo

vw-polo-2016-ausen-vorne-dynamischSerienmäßige Assistenzsysteme:

  • ABS, ESP
  • Antischlupfregelung,
  • elektronische Differentialsperre mit Schleppmoment-Regelung
  • geschwindigkeitsabhängige elektro-mechanische Servo
  • Multikollisionsbremse
  • Reifendruckkontrolle

Optionale Assistenzsysteme:

  • automatische Distanzregelung ACC
  • Notbremsfunktion
  • Rückfahrkamera
  • Parkpilot
  • Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht
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Fazit zum Kleinwagenvergleich

Es ist erstaunlich, wie viele Assistenzsysteme, mittlerweile ihren Weg in die Kompaktklasseautos gefunden haben. Noch vor wenigen Jahren waren die meisten von ihnen der Oberklasse vorbehalten. Interessant ist auch, dass sich die von uns getesteten Top-Modelle in dieser Disziplin letztlich allzu stark unterscheiden. Alles in allem aber hat der Opel Corsa hier die Stoßstange vorn - so umfangreich ist kein anderer Kleinwagen mit Assistenten bestückt. (nau)

Für die Sicherheit ist in den City-Flitzern also gesorgt. Und wie sieht es mit günstigen Preisen aus? Die bieten wir Ihnen in unserem Autohaus online auf alle Neuwagen - und damit auch auf Kleinwagen.

Den Ford Fiesta gibt es bei uns ab 9.784 Euro, gut 26,5% bzw. 3.300 Euro günstiger als im Autohaus ums Eck; den Opel Corsa ab 9.588 Euro, 24,8% bzw. knapp 3.000 Euro günstiger. Den Skoda Fabia bieten wir ab 9.471 Euro und 25,7%, den Seat Ibiza ab 10.107 Euro und 27,2% - und den VW Polo ab 9.734 Euro und 25,6% Neuwagen Rabatt an. Garniert wird unser Angebot durch mehrere Möglichkeiten der Autofinanzierung, z.B. ein attraktives Autoleasing.





Autor: Fabian Thomas

 
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