ADAC Winterreifentest 2016: Keine "sehr guten" Ergebnisse

19.10.2016 Alle Ratgeber

Auch in diesem Jahr unterzieht der ADAC den Winterreifen einem Härtetest. Wir zeigen, wie die insgesamt 28 Reifen abschnitten. Die Notengrenzen im Test reichen von "sehr gut" bis "mangelhaft" und werden ergänz durch individuelle Beurteilungen durch den ADAC. Auf dem YouTube-Kanal des ADAC lässt sich eine Zusammenfassung des Tests ansehen:

Damit Sie sicher durch den Winter kommen, rät der ADAC außerdem von Ganzjahresreifen ab. Die besten haben im Test nur die Note "Befriedigend" erreicht und haben entweder im Schnee oder auf trockener Fahrbahn teils sehr schlechte Bremswerte. Kürzere Bremswege versprechen die Spezialisten. Im Sommer sollten Sie auf Sommerreifen und in der anderen Jahreshälfte auf die grobstolligere Winterreifen setzen.

Dimension 185/65 R15 T - Kleinwagen und Kompaktklasse


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"Sehr gute" Ergebnisse konnte kein Reifen in der Kategorie Kleinwagen vorweisen. Lediglich die Pneus Goodyear UltraGrip 9 und Michelin Alpin A4 erhielten das Testurteil "Gut" und machten eine gute Figur. Den dritten Platz belegt der Nokian WR D4, der gut mit eisigen Flächen umgehen kann. Die gleiche Note erhielt der Vredestein Snowtrac 5, der seine Stärken bei Trockenheit, Nässe, Schnee und Eis ausspielt. Neun weitere Räder schnitten mit "Befriedigend" ab, da die Leistungen sehr unausgeglichen ausfielen. Während der Dunlop Winter Response 2 beispielsweise auf trockener Fläche Schwächen zeigt, bekommt der Nexen Winguard Snow'G WH2 auf nasser Fahrbahn Probleme.

Der Firestone Winterhawk 3 sowie Kleber Krisalp HP 2 fielen mit sogar mit "Mangelhaft" durch. Bei nasser Fahrbahn zeigen beide Reifen große Probleme auf. Darüber hinaus ist letzterer der lauteste Reifen im Test.

Dimension 225/35 R17 H - Die Mittelklasse


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Auch bei den Reifen der Mittelklasse verteilt der ADAC kein "Sehr gut". Den ersten Platz mit "Gut" erreicht der Dunlop Winter Sport 5, der eine Note von 2,2 erzielt und sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Er besticht auf Schnee sowie Eis und kommt auch bei Trockenheit und Nässe nicht ins straucheln.

Die weiteren Siegerplätze gehen an den Pirelli Winter Sottozero 3, der seinen Platz dank des guten Kraftstoffverbrauchs und des Verschleiß erhält. Platz 3 geht an die Pneus von Firestone, Goodyear, Hankook und Nokian.

Die Mittelklasse weist leider auch zwei Reifen auf, die mit "Mangelhaft" gekennzeichnet wurden. Der Matador MP92 Sibir Snow ist zwar der günstigste Reifen im Test, allerdings kann er sich auf nasser Strecke nicht behaupten. Auch der BF Goodrich G-Force Winter 2 enttäuscht und bildet das Schlusslicht im Test.

Die Prüfkriterien


ADAC Winterreifentest 2015 schneefahrtWelche Kriterien muss ein Reifen beim großen Winterreifentest eigentlich erfüllen? Zu den sieben Testkriterien des ADAC gehören folgende Punkte:
  • Trockene Fahrbahn
  • Nasse Fahrbahn
  • Schneebedeckte Fahrbahn
  • Eisfahrbahn
  • Geräuschentwicklung
  • Kraftstoffverbrauch
  • Reifenverschleiß

Jeder Punkt erhält eine unterschiedliche Gewichtung. Einen großen Wert legt der ADAC beispielsweise auf den Aspekt der Fahreigenschaften bei Nässe. Die Kategorie macht fast 30 Prozent der Gesamtnote aus.

Wichtig ist zudem, dass der jeweilige Bremstest ordentlich ausfällt. Nur die Kategorie "trockene Fahrbahn" ist hier weniger wichtig. Auch das Handling steht im Fokus des Ganzen, ebenso die Sicherheit bei Aquaplaning.




Autor: Fabian Thomas

 
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