Effizienzlabel für Neuwagen: Alles außer sinnvoll
30.11.2011 - Wen man auch fragt aus der automobilen Fachwelt, das Urteil fällt vernichtend aus. "Dieses Label ist pure Verbraucherverwirrung", sagt Christian Buric, Technik-Experte des Automobilclubs ADAC. Stefan Bratzel, Professor für Automotive Management in Bergisch Gladbach, hält die neue Effizienzklasse-Regelung für so missglückt, dass "das eigentliche Ziel konterkariert" werde. Und Alexander Bugge vom Internet-Neuwagenportal MeinAuto.de erklärt: "Für einzelne Modellvarianten ist der neue Energiepass ein echter Wettbewerbsnachteil." Ein Einlenken der entscheidenden Stellen in Politik und Autolobby ist jedoch nicht in Sicht.
Und so gilt ab 1. Dezember eine hanebüchene Regelung, nach der die Energieeffizienz von Neufahrzeugen berechnet wird. "Grundsätzlich finden wir die Idee einer solchen Grafik toll", sagt ADAC-Mann Buric. Autos erhalten künftig - ähnlich wie Kühlschränke oder Waschmaschinen - eine übersichtliche Bewertung ihrer Effizienz. Dazu gibt es eine achtstufige Skala von A+ bis G, wobei zusätzlich eine Farbskala von grün über gelb zu rot zum Einsatz kommt. Alles ganz klar, alles ganz logisch, denkt der interessierte Verbraucher - und irrt komplett.



