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27.12.2011

Fahrbericht: Mazda 2

Von Thomas Flehmer
Der aufgefrischte 6er
Foto: Mazda

"Zoom-Zoom"-Erlebnisse gehören zu Mazda. Seit acht Jahren umschwirrt der Slogan, der ein leicht und lockeres Lebensgefühl ausdrücken soll, den japanischen Hersteller und seine Modelle. Zeitgleich mit "Zoom-Zoom" ging der Mazda 6 2002 an den Start und war damit das erste Modell, das mit "Zoom-Zoom" angepriesen wurde. Nachdem das Mittelklasse-Modell 2005 aufgefrischt und 2007 eine neue Generation kreiert wurde, steht nun im Jahr des 90. Unternehmens-Geburtstags eine Modellpflege der zweiten Generation an.

Zehn Farben zur Auswahl

Das Facelift ist dabei - wie von Mazda gewohnt - vor allem optisch recht spärlich ausgefallen. Der 6er erhielt das neue Mazda-Familiengesicht mit neu gestalteten Scheinwerfern und einem neu gestalteten Logo im Kühlergrill. Ebenso neu sind die Heckleuchten sowie die Leichtmetallräder, die dem Mazda 6 nun einen Hauch von mehr Sportlichkeit verleihen sollen. Zwei neue Farben - Clear Water Blue Metallic und Midnight Bronze Mica - erhöhen die Auswahl bei den Lacken auf zehn. Im Innenraum hielten Chrom- und Klavierlack-Applikationen Einzug. Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumter und nicht mehr so mit Bedienelementen überfrachtet. Spürbar sind die neuen Polster, die ein wenig das Gefühl von Sofakissen auf kommen lassen, aber trotzdem für nötigen Halt sorgen. Auch in der zweiten Reihe sind die Platzverhältnisse komfortabel, groß gewachsene Insassen könnten dagegen dem Dachhimmel sehr nahe kommen. Das Gepäckraumvolumen ist gleich geblieben und reicht - je nachdem, ob Viertürer, Fünftürer oder Kombi geordert wurde - von bereits guten 510 Litern bis zu starken 1926 Litern.

Zähe Anfahrt

Nur geringe Veränderungen im Innenraum
Foto: Mazda

Die wichtigsten Neuerungen sind dagegen unsichtbar, weil sie unter der Motorhaube stattfinden. Mazda hat die Verbräuche aller zur Verfügung stehenden Aggregate, die allesamt die Euro 5-Norm erfüllen gesenkt Zudem kommt jetzt auch in der Mittelklasse der 2.2 MZR-CD Turbodiesel zum Einsatz, bei den Benzinern ersetzt der MZR 2.0 l Disi Direkteinspritzer den bisherigen 2,0 Liter großen Benzinmotor. 114 kW/155 PS stehen damit zur Verfügung. Die 193 Newtonmeter stehen erst bei 4500 Umdrehungen pro Minute an, sodass die ersten Momente der Anfahrt des 4,76 Meter langen 1,4 Tonners etwas zäh verlaufen, zumal in Verbindung mit dem leider nur fünfstufigen Automatikgetriebe. 10,9 Sekunden stehen bei Mazda im Roadbook für den Sprint von Null auf 100 km/h, 208 km/h werden als Höchstgrenze bei der Geschwindigkeit gemessen, 7,6 Liter Superbenzin sollen im Schnitt auf 100 Kilometern verbraucht werden, was einem CO2-Ausstoß von 175 Gramm pro Kilometer entspricht. Bis zum Jahr 2015 will Mazda den Verbrauch der gesamten Flotte um 30 Prozent senken.

Start bei 22.600 Euro

Drei Ausstattungsvarianten zur Auswahl
Foto: Mazda

An den guten Fahreigenschaften ändert das nichts. Das Mittelklassemodell liegt gut auf der Straße und lässt sich dank elektrischer Servolenkung leicht steuern. Und die neuen Polster sorgen für einen guten Komfort. Gemeinsam mit dem komfortablen Fahrwerk bleiben die Körper der fahrenden oder mitfahrenden Personen vor unangenehmen Stößen etwaiger Unebenheiten des Asphalts geschützt. Neu an Bord sind ein Berganfahr-Assistent, adaptives Kurvenlicht, Bi-Xenon-Scheinwerfer und das Notbremssignal ESS sowie der Spurwechselassistent RVM, der vor von hinten heranbrausenden Fahrzeugen optisch warnt. Leider sind diese Accesoires nicht im Serienprogramm enthalten, sondern erhöhen die Basispreise, die bei 22.600 Euro für den viertürigen 1.8-Einstiegsbenziner beginnen. Für den neuen Benzin-Direkteinspritzer kostet zwischen 25.190 und 26.190 Euro je nachdem, ob Vier- oder Fünftürer oder ein Kombi geordert wurde. Je nach höherwertiger Ausstattungsvariante werden bis zu 30.490 Euro fällig.

Hoher Restwert

Der Kombi wird in Deutschland zumeist gewählt
Foto: Mazda

Denn ebenso traditionell wie die Modellpflegen eher unauffällig ablaufen, sind die Motoren von Mazda fast schon unverwüstlich. Und auch der Rest des Wagens wurde für gut befunden. Laut EurotaxSchwacke hat der Mazda6 mit 42,5 Prozent den höchsten Restwert im Segment - jedenfalls die Dieselversion. Doch der Benziner wird seinem Kollegen aus dem Selbstzünderbereich kaum nachstehen und so für Zoom-Zoom-Effekte auch nach dem Auslaufen der Garantiezeit sorgen.


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