Mini Reimport: Vergleich mit deutschen Neuwagen

Der Mini ist eine Automarke mit großer Geschichte und nicht minderer Beliebtheit. Neben den klassischen Mini Coopers ist beispielsweise der Countryman ein Modell, das vielen verschiedenen Ansprüchen genügt: Er hat sehr hohen Komfort, gilt als überdurchschnittlich sicher und überzeugt zudem mit seinem ansprechenden, besonderen Design. Gleichwohl es sich bei Ihrem Wunschauto nun um den Countryman, ein Coupé, einen Roadster oder gar ein Cabriolet handelt: Beim Kauf Ihres neuen Minis stehen Sie möglicherweise vor der Entscheidung, einen EU-Reimport oder einen deutschen Neuwagen zu erwerben. Durch den uneingeschränkten Warenverkehr innerhalb der EU kann man seine Autos prinzipiell in jedem EU-Land erwerben. Sogenannte "EU Neuwagen" werden hierbei oft mit unschlagbar günstig scheinenden Angeboten angepriesen. Im Exportland günstig erworbene Autos werden hierfür zurück nach Deutschland importiert. Dieser Vorgang nennt sich Reimport und ist grundsätzlich legal. Laut der Verkäufer soll man durch diesen Kaufvorgang viel Geld sparen und das bei voller Gewährleistung. Doch es lohnt sich sehr, hier genau nachzurechnen, denn viele anstehende Kosten, die nicht in die Rechnung mit einbezogen werden, können später anfallen. Weitere Argumente gegen den Reimport sind der hohe Verwaltungsaufwand und die fehlende Autorisierung vom Hersteller.

Vom ansprechenden Angebot abgelenkt, werden die Nachteile der EU-Neuwagen von den meisten Käufern zunächst vernachlässigt. Man sollte sich aber darüber bewusst sein, dass der EU-Import je nachdem aus welchem Land er stammt, eine andere Ausstattung hat, die sich von der eigentlich gewünschten unterscheiden kann. So kann es durch verschiedene klimatische Bedingungen der Länder Unterschiede bei Klimaanlagen und Ähnlichem geben. Bei deutschen Neuwagen hingegen kann man davon ausgehen, dass sie auch auf deutsche Belangnisse ausgerichtet sind. Vor allem sicherheitsrelevante Ausstattungen, wie zum Beispiel Airbags, ESP, aktive Kopfstützen und Gurtriemen, sollte man dringlichst prüfen: Bei EU-Reimporten weichen diese gelegentlich vom erwarteten Standard ab. Auf den ersten Blick scheint es dann, als ob man beim Kauf eines Mini-Reimports spart, muss aber im Endeffekt vieles nachrüsten. Natürlich sind die Steuersätze in der EU sind nach wie vor unterschiedlich - beim Neuwagenkauf in Deutschland kann man aber oftmals Rabatte der Händler erlangen und somit ebenfalls sparen.

Beim Mini-Reimport gilt natürlich das Rechtssystem des Reimport-Landes, weswegen es beim Thema Haftung, Neuwagen- und Herstellergarantie erneut komplexer wird, denn das weicht oft vom deutschen Rechtssystem ab. Beim Kauf deutscher Neuwagen gilt das deutsche Kaufrecht und damit ist der volle Umfang der Herstellergarantie anwendbar, wohingegen diese bei den Reimporten lediglich im Ausland gelten. Im Falle eines Problems müssten Ansprüche also im Erwerbsland erhoben werden. Wir ziehen den Schluss, dass die Vorteile deutscher Neuwagen im Vergleich zu den Reimporten klar auf der Hand liegen. Wägen Sie also Ihre Entscheidung vor dem Kauf Ihres neuen Minis gut ab.

 
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