Auto mit Heckantrieb: Informationen & Preise

Für das Auto existieren drei unterschiedliche Antriebsarten: Front-, Heck- und Allradantrieb. Der Streit darum, was denn die beste Art der Fortbewegung ist, entzweit die Gemüter noch heute. Haltlose Vorurteile lassen sich bis heute nicht ausräumen. Einige behaupten der Frontantrieb sei sicherer im Winter, dafür wirke der Heckantrieb sportlicher und Allrad sei doch nur etwas für die großen SUVs.

Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb ist die gesamte Antriebseinheit, die aus Achse, Getriebe und Heckmotor besteht, hinter bzw. auf der Hinterachse zu finden. Diese Bauweise wird auch als Hecktriebblock bezeichnet. Die gebräuchliche Bauweise hinterradgetriebener Fahrzeuge benötigt aufgrund der Trennung von Achsdifferential und Getriebe sowie Kardanwelle deutlich mehr Platz als Modelle mit Frontantrieb. Werden Getriebe, Motor und Antriebsachse jedoch zu einer ganzen Antriebseinheit verbunden, kann etwas Bauraum eingespart werden. Bis zu den 1970er Jahren war der Heckantrieb weit verbreitet, danach setzten sich Frontlösungen durch, wobei der Hinterradantrieb zur Nischenlösung verkam. Er wird heute vornehmlich bei Sportwagen, großen Bussen, Kleinstwagen und einigen Limousinen eingesetzt. Den Heckantrieb entwickelten die beiden Ingenieure Ferdinand Porsche und Hans Ledwinka.

Nur noch wenige Hersteller setzen auf den Heckantrieb, darunter Mercedes, Porsche, Jaguar, Lexus, BMW und Aston Martin. Sie alle kommen aus der Premiumliga der Autobauer und vertrauen auf ein Antriebskonzept, das fast vollständig vom Markt verschwunden ist. Ein Hinterradantrieb sorgt vor allem für hohen Fahrspaß, die Kardanwelle führt dabei in das Heck des Fahrzeuges. Ein PS-starkes Gefährt wäre mit einem Frontantrieb überfordert und muss bereits heute mit einer Traktionskontrolle besänftigt werden. Grund dafür ist, dass die Vorderräder beim Beschleunigen durchdrehen, was sich bei leistungsstarken Autos mit mehr als 200 PS deutlich bemerkbar macht. Der Frontantrieb zerrt zudem an der Lenkung, was als unangenehm empfunden wird. Wenn vorne die Lenkung erfolgt und hinten angetrieben wird, liegt das Auto im Gleichgewicht und lässt sich deshalb bequem steuern. Heckgetriebene Fahrzeuge sind wendiger als Frontler, die in der Lenkung deutlich starrer und träger sind. Grundsätzlich spricht eine sportliche Fahrweise eher für einen Heckantrieb, weil sich das Auto in die Kurve hinein dreht und nicht nach außen schert. Heckgetriebene Autos sind meist teuer, was aber nicht am Antrieb, sondern am Auto selber liegt. Im Gegensatz zu Wagen mit Frontantrieb liegen jene mit Heckantrieb gut auf der Straße, das häufig angeführte Platzargument zieht nicht, denn niemand würde einen Jaguar oder Aston Martin wegen seines Platzangebotes kaufen. Ein Auto mit Frontantrieb läuft besser geradeaus und hat vor allem im Winter deutliche Vorteile, weil es sich auch auf glatter Fahrbahn gut beschleunigen lässt. Hecktriebler haben dagegen Mühe, bei entsprechender Glätte anzufahren. Der Allradantrieb vereint die Vorzüge des Hinterrad- und Vorderradantriebs und stellt somit eine optimale Lösung dar. Leider ist diese nicht ganz billig und viele Pseudo-Geländewagen kommen lediglich mit Front- oder Heckantrieb daher. Überraschenderweise gibt es auch PKWs, die nicht nach Vierrad-Antrieb aussehen, aber diesen integriert haben (z.B. Jaguar X-Type). Ein Vierradantrieb ist besonders eine Kostenfrage und für gewöhnliche Autofahrer, die sich On-Road bewegen nicht unbedingt notwendig. Auf eisglattem Untergrund offenbart der Vierradantrieb jedoch seine Stärken, denn es ist wahrscheinlich, dass der Vierradler noch eine griffige Stelle findet, weil er sowohl gezogen als auch geschoben wird.

Der Heckantrieb wird heute nur noch von wenigen Herstellern verwendet, insbesondere wenn es darum geht, große Beschleunigungen zu erreichen. Das Fahrgefühl bei einem Auto mit Heckantrieb ist fantastisch, weil das Fahrzeug ähnlich wie ein Formel 1-Wagen oder Gokart beschleunigt. Sicherheitsbedenken können heute nicht mehr angeführt werden, weil sich die Fahrzeuge entsprechend weiterentwickelt haben, so dass selbst bei Heckantrieb ein Ausscheren verhindert werden kann. Bei Nässe und Glätte offenbaren Heckantriebler jedoch Probleme, die sich in dieser Form bei Fahrzeugen mit Frontantrieb oder bei Allrad-Versionen nicht zeigen. Für den Straßen- und Kleinstadtverkehr sind deshalb idealerweise Wagen mit Frontantrieb, für Gelände welche mit Allradantrieb und für sportliche Fahrer, die viel auf Autobahnen unterwegs sind, jene mit Heckantrieb geeignet.

Autos mit Heckantrieb sind z.B. der Renault Twingo sowie viele aktuelle BMW Modelle - darunter der aktuelle 1er sowie 3er oder X1. In den nächsten Jahren soll sich das allerdings auch bei dem bayrischen Autobauer ändern. Eine kleine Auswahl gibt es hier:

  • Renault Twingo
    Fahrzeugtypen:  
  • smart fortwo
    Fahrzeugtypen:  
  • smart forfour
    Fahrzeugtypen:  
  • Peugeot iOn
    Fahrzeugtypen:  
  • BMW 1er-Reihe
    Fahrzeugtypen:  
  • Citroën C-Zero
    Fahrzeugtypen:  
  • Mazda MX-5
    Fahrzeugtypen:  
  • Isuzu D-MAX
    Fahrzeugtypen:  
  • SsangYong Rodius
    Fahrzeugtypen:  

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