BMW Werkswagen oder Neuwagen?

Werkswagen werden gerne als die günstige Alternative zu neuen Autos bezeichnet. Mit Blick auf den reinen Kaufpreis mag das auch richtig sein. Allerdings gibt es viele gute Gründe, die dennoch klar für einen Neuwagen sprechen.

Um zu wissen, worin die Vorzüge eines Neuwagens gegenüber einem Wagen vom Werk liegen, muss man zunächst wissen, was genau unter einem Werkswagen zu verstehen ist. So glauben viele Leute, dass Werkswagen einzig und alleine im Rahmen der Produktion gefahren würden und demzufolge eigentlich neuwertig sein müssten. Das ist aber ein Trugschluss, da Werkswagen auch für produktionsrelevante Fahrten innerhalb des Werksgeländes genutzt werden. Werksdienstwagen werden darüber hinaus sogar im Straßenverkehr gefahren. Demzufolge sind spätestens Werkdienstwagen mit herkömmlichen Gebrauchtwagen oder zumindest Jahreswagen gleichzusetzen. Tatsächlich können sie den besagten Jahreswagen gegenüber sogar klar im Nachteil sein.

Ein ganz entscheidender Nachteil dabei ist, dass Dienstwagen in der Regel von verschiedenen Werksangestellten gefahren werden, wohingegen ein Jahreswagen für gewöhnlich immer nur von einer einzigen Person oder höchsten von einem kleinen und dementsprechend überschaubaren Personenkreis genutzt wird. Hinzukommt, dass Jahreswagen gemeinhin von ihren tatsächlichen Eigentümern gefahren werden, weshalb man davon ausgehen darf, dass mit ihnen dementsprechend sorgfältig umgegangen wurde.

In Hinblick auf Werkswagen, die ausschließlich auf dem Betriebsgelände genutzt werden, gilt noch zu bedenken, dass diese im Vergleich zu Wagen, mit denen vorrangig auf der Autobahn gefahren wird, schon aufgrund der kurzen Wegstrecken viel eher verschleißen. Wobei einzuräumen ist, dass es durchaus Werkswagen gibt, die tatsächlich nur wenige Meter gefahren wurden. Allerdings handelt es sich dabei zumeist um Wagen, die aufgrund produktionsbedingter Mängel, wie etwa Kratzern, Beulen oder auch Farbabweichungen im Lack und dergleichen mehr, nicht zum vollen Preis verkauft werden können.

Diese Mängel im Nachhinein noch zu beseitigen, kann wiederum sehr teuer sein, sodass der vermeintliche Preisvorteil unterm Strich doch nicht so deutlich ausfällt, wie man es sich anfänglich erhofft hat. Das gilt vor allem dann, wenn sich die Mängel in der Elektronik des Werkswagens zeigen und demzufolge nur von einer kernkompetenten Fachwerkstatt behoben werden können.

In Bezug auf Fehler bei der Lackierung ist noch anzumerken, dass diese nicht bloß unansehnlich sind und den Wiederverkaufswert erheblich schmälern, sondern zudem auch zu kostspieligen Folgeschäden führen können. Davon abgesehen verfügen Werkswagen und Werksdienstwagen zumeist nur über die Grundausstattung, weshalb im Fall diesbezüglicher Sonderwünsche ohnehin bloß der Neuwagenkauf bleibt. Ungeachtet dessen muss man beim Kauf eines Werkswagen oder entsprechenden Dienstwagens trotz der an sich rein werksinternen Nutzung auf die volle Herstellergarantie verzichten.

Abschließende Anmerkung

Bei allen zuvor genannten Kritikpunkten ist noch festzuhalten, dass man sich bei den namhafteren Werken aus Deutschland, wie zum Beispiel BMW, selbstverständlich auf einen gewissen Qualitätsstandard verlassen kann. Allerdings zeigt schon alleine die Unterteilung zwischen werksintern genutzten und zum Verkauf angebotenen Wagen, dass die Qualität von Werkswagen sogar unabhängig von der tatsächlichen Nutzung nicht an die Qualität eines Neuwagens heranreicht. Demzufolge bieten BMW Neuwagen letztendlich doch das bessere Preisleistungsverhältnis, zumal man beim Neuwagenkauf über das Internet von derart großzügigen Rabatten profitieren kann, dass der Preisunterschied zu einem entsprechenden Werkswagen kaum noch ins Gewicht fallen sollte.

 
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